oli 2Gestern war er, der traurige Tag, an dem mein Freund und Kollege Oliver Koch seine letzte Ruhe fand. Ich hatte immer wieder Erlebnisse mit Oli und werde ihn mit Sicherheit nicht vergessen.

Als ich 2002 bei Kufennews anfing, gab es die ersten Kontakte mit Oli. Die waren aber noch reservierter, wir berichteten ja zunächst nur über die Berlin Capitals. Erst ab 2004 wurden die Kontakte intensiver. Meist traf ich Oli im Welli an und schon in den ersten Gesprächen merkte man, dass man mit ihm nur gut auskommen konnte. Er lobte auch unsere Arbeit bei Kufennews und als klar war das ich dort aufhöre meinte er ich könnte sofort bei Hockeyweb anfangen. Es wurde aber Radio Eiskalt, die Kontakte blieben jedoch. Und wann immer wir uns trafen, wurde viel über Eishockey gesprochen. Ende 2008 gab es dann eine Art Ritterschlag von ihm, er fragte mich, ob ich ihn bei einigen Spielen bei den Eisbären vertreten würde. Ein Zeichen also, dass er meine Arbeit mitverfolgte und auch gut fand. Und so machte ich dann für einige Spiele die Arena unsicher. Klagen gab es aber keine und sein Danke war mit Sicherheit ehrlich gemeint. Denn Oli war eine ehrliche Haut. Auch eine Einladung zu einer Hochzeitfeier bekommt man nicht ohne Grund, 2011 heiratete Oli und ich durfte mit zahlreichen weiteren Freunden an seiner Hochzeitsfeier teilnehmen. Die Kontakte wurden durch den Umzug der Eisbären in die Arena zwar etwas weniger, waren aber immer herzlich. Beide haben wir uns über jedes Treffen gefreut. Und natürlich über Eishockey gequatscht. Auch zwischendurch gab es immer wieder gewisse Andeutungen, dass er Leute für gewisse Bereiche suche. Und sicherlich sagte er das nicht ohne Grund. Anfang 2015 gab es die Vorpremiere zum Film Red Army und auch da gehörte ich zu den geladenen Gästen. Es war ein sehr schöner Abend, denn auch da wurde mir verschiedenen Leuten über unser aller Lieblingsthema gesprochen. Das letzte Treffen mit einem kleinen Ritterschlag gab es anlässlich des Länderspiels Deutschland gegen Slowenien 2015 im Welli. Wäre es nach Oli gegangen, wären meine Berichte zum internationalen Fraueneishockey bei Hockeyweb gelandet, seine Anfrage an seinen Chef blieb aber unbeantwortet. Dennoch hat mich das natürlich gefreut, es war ja wieder eine Bestätigung meiner Arbeit. So blieb es bei der üblichen Wiedersehensfreude und den üblichen Gesprächen. Oli liebte diesen Sport und investierte viel Zeit in diesen. Aber das dürfte allgemein bekannt sein. Und so machten Gespräche mit ihm auch immer Spaß.

Als ich von Olis Ableben erfuhr, war ich sehr geschockt, es kam wirklich unerwartet. Und so bleiben uns nur die Erinnerungen an einen tollen Menschen, dem der Eishockeysport viel zu verdanken hat.

Olis Abschiedslied

Danke an Matthias Eckart für das Foto