logo vb nordWährend die erste Mannschaft des F.A.S.S. e. V. Berlin es sich mittlerweile im oberen Bereich der Regionalliga Ost gemütlich gemacht hat und Siege schon fast zur Normalität gehören, strapaziert das zweite Team der Akademiker, das ja in der Verbandsliga Nord antritt, durch schwankende Leistungen ein wenig die Nerven seiner Fans.

Den beiden heftigen Auftaktniederlagen zu Hause gegen Bremerhaven und in Harsefeld folgte ein überzeugender Heimsieg gegen die Rostocker Freibeuter. Dann gab es eine knappe Heimniederlage nach Verlängerung gegen die Scorpions aus der Wedemark. Das folgende Spiel bei den Sande Jadehaien wurde dann abgesagt und daraufhin gab es wieder einen deutlichen Sieg beim HSV, dem sich anschließend eine ebenso deutliche Niederlage beim derzeitigen Tabellenführer Bremerhaven anschloss.

Nun steht ja das Jahresende mit all seinen Feierlichkeiten vor der Tür und die 1b musste zum letzten Mal in diesem Jahr auch nochmal ran. Es ging zur Ostsee und da zu den Freibeutern aus Rostock, die man ja Mitte November durchaus überzeugend geschlagen hatte. Aber mittlerweile hat sich das Team von der Ostsee nach oben gearbeitet und liegt mit 13 Punkten aus sieben Spielen aus dem dritten Platz. Die Akademiker hingegen lagen mit sieben Punkten auf dem sechsten Platz. Da war sie wieder, die Gretchenfrage: Was bringt uns diese Auswärtsfahrt? Es wurde ein Abbild der bisherigen Saison, nämlich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aber dieses Mal ging, um es vorwegzunehmen, der Krimi gut aus.

Auf 11 Feldspieler und einen Torwart konnte Trainer Michael Reinhardt zurückgreifen, aber einige wichtige Spieler blieben aus unterschiedlichen Gründen in Berlin. Die Rostocker boten einen Torwart und einen Feldspieler mehr auf, so dass personaltechnisch ein fast ausgeglichenes Kräfteverhältnis herrschte. Es war von Beginn an ein „unruhiges“ Spiel, bei dem die Freibeuter schon im ersten Drittel eine Vielzahl von Möglichkeiten hatten, aber Sebastian Becker konnte seinen Kasten zunächst sauber halten und stärkte damit seiner Mannschaft den Rücken, so dass diese auch immer besser ins Spiel kam und sogar in der 17. Minute durch Walto Hendriks in Führung gehen konnte. Das war es aber auch schon in diesem Abschnitt, die knappe Führung begleitete die Akademiker in die erste Drittelpause.

Auch im zweiten Abschnitt blieb es ein zerfahrenes Spiel; Chancen gab es auf zwar auf beiden Seiten zu Hauf, genutzt wurden sie aber nur von den Freibeutern. Erst erzielte Verteidiger Mario Hähnel in Unterzahl den Ausgleich (29.) und gut zwei Minuten vor der Pause gelang Peter Sponholz in Überzahl sogar die Führung (38.). Das war zu diesem Zeitpunkt verdient, denn die Akademiker hatten schon nach dem Ausgleich ein Stück weit ihre Linie verloren, spielten kein einfaches Eishockey mehr und konnten froh sein, dass man nur ein Tor zurück lag, die Drittelpause kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

Auch im Schlussabschnitt blieb es wie gehabt. Ein zerfahrenes Spiel, das Team von Michael Reinhardt war um Kontrolle bemüht. Das gelang auch, denn man konnte die Freibeuter zumindest besser vom eigenen Gehäuse fernhalten. Aber auch die Angriffsbemühungen hatten endlich mal wieder Erfolg. Erneut Walto Hendriks war es, der in der 46. Minute den Ausgleich markierte und 134 Sekunden später schoss Dennis Wegener die 1b in Führung (48.). Die Rostocker wollten ihr Jahr natürlich nicht mit einer Niederlage ausklingen lassen und so rollten die Angriffe auf das Gehäuse von Sebastian Becker. Der aber verhinderte alles, was zu verhindern war. Die Akademiker mussten aber in den letzten Minuten auf David Levin verzichten, der sich bei einer Strafe zu sehr und auch zu ausführlich gegenüber den Schiedsrichter ausließ und sechs Minuten vor dem Ende mit zwei „10ern“ im Gepäck schon die Kabine aufschließen durfte (54.). Trotzdem lief die Zeit den Gastgebern weg, also griffen sie schon über vier Minuten vor dem Ende zum letzten Mittel und nahmen ihren Torwart vom Eis. Das war dann doch ein Mann zu viel für die Akademiker und so mussten sie 128 Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich durch Mario Hähnel hinnehmen, wobei es auch bis zum Ende der regulären Spielzeit blieb.

Also sollte die Verlängerung über den Zusatzpunkt entscheiden, das Hin und Her und Auf und Ab erfuhr weitere fünf Minuten. Aber hier fielen keine Tore mehr, so dass allen das volle Programm geboten wurde; es ging ins Penaltyschießen.

Während den Freibeutern kein Treffer gelang, war es auf Berliner Seite Sebastian Reinhardt (ja, richtig gelesen, ist der ältere Bruder vom Trainer) der für die 1b den versöhnlichen Jahresabschluss sicherte.

Das Verbandsliga-Team des F.A.S.S e. V. Berlin wünscht allen Mitgliedern, ihren Familienmitgliedern sowie allen Fans und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie im neuen Jahr am 13. Januar um 19:00 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion gegen den TuS Harsefeld begrüßen dürfen. Es ist übrigens wieder ein langer FASS-Tag, denn bereits um 14:30 spielt unsere Regionalliga-Mannschaft gegen den ELV Niesky.

Bis dahin

Ihre Verbandsliga

Rostocker Freibeuter vs. F.A.S.S. Berlin 3:4 n. P. (0:1 2:0 1:2 - 0:1)
Tore:
0:1 (16:18) Hendriks (Schindler)
1:1 (28:52) Hähnel (Labuhn) UZ1, 2:1 (37:53) P. Sponholz (W. Sponholz,
Bergemann) PP1
2:2 (45:35) Hendriks (Levin, F. Müller), 2:3 (47:49) Wegener (Schindler), 3:3 (57:52)
Hähnel (Scheltz)
3:4 (65:00) S. Reinhardt GWS
Strafen:
Freibeuter 4 (2/2/-) FASS 12 + Disz + Disz (Levin/Reklamieren) (2/6/34)

Matze für FASS Berlin 1b