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Kanada gewinnt sicher gegen Deutschland

Keine Chance ließ Kanada dem deutschen Team beim Spiel um den 5. Platz. Deutschland kämpfte zwar, unterlag am Ende aber trotzdem klar.

12:00 Uhr Deutschland – Kanada 1:5 (0:1/1:2/0:1)

Kanada versuchte gleich Druck aufzubauen und nutzte die erste kleine Unaufmerksamkeit aus. Kristin O’Neill stand nach drei Minuten völlig alleine vor Franziska Albl im deutschen Tor und ließ ihr keine Chance. Deutschlands Torhüterin wurde bis zur Pause gut beschäftigt, sie und ihre Vorderleute kämpften aber sehr gut und so blieb es der einzige Treffer der Kanadierinnen im Angriffsdrittel. Deutschland kam auch zu einigen Angriffen, ein Treffer gelang dabei aber nicht.

Und auch im 2. Drittel griff Kanada weiter an. Was allerdings noch schlimmer war aus deutscher Sicht, sie nutzten ihre Torchancen. Brooke Stacey nach 64 Sekunden und Amy Potomak nach 23 Minuten sorgten früh für eine Vorentscheidung. Deutschland fing sich aber und konnte weitere Gegentore verhindern. Es gab auch gute Angriffe des Teams, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. Dann aber doch noch Jubel auf der deutschen Bank, 28 Sekunden vor der Pause erkämpft sich Deutschland eine Chance und die nutzte Julia Zorn zum Anschlusstreffer. Allerdings schlug Kanada gleich zurück, Amy Potomak erzielte mit ihrem zweiten Treffer in diesem Spiel 18 Sekunden vor der Pause das 1:4.

Die Abwehr von Deutschland und Goalie Franziska Albl kämpften im letzten Drittel weiter. Trotzdem gab es einige gute Chancen für Kanada und bei den wenigen Angriffen von Deutschland auch für das Team von Trainer Benjamin Hinterstocker. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Kanada doch noch ein Tor, Loren Gabel ging alleine durch und ließ Deutschlands Torfrau keine Chance. Kanada gewann am Ende verdient, auch wenn das deutsche Team sich diesmal gut verkaufte.

Es war nicht ganz das Turnier für Deutschland, sie können mehr als sie zeigten. So blieb am Ende „nur“ der 6. Platz und die Erkenntnis, dass weiterhin viel gearbeitet werden muss.

Strafen: GER 6 (2/2/2), CAN 6 (2/2/2)
Tore:
0:1 (02:21) K. O’Neill (L. Agnew);
0:2 (21:04) B. Stacey (H. Miller, E. Shelton); 0:3 (22:27) A. Potomak, 1:3 (39:32) J. Zorn, (K. Spielberger, F. Feldmeier); 1:4 (39:42) A. Potomak (A. Bell);
1:5 (54:29) L. Gabel;

Krimi geht an Finnland

Ein tolles Spiel zeigten die Schweiz und Finnland den Zuschauern. Nach spannendem Spielverlauf gewann Finnland nach Verlängerung.

15:30 Uhr Schweiz - Finnland 3:4 (1:2/1:0/1:1) n.V:

Finnland übernahm sofort das Kommando und setzte die Schweiz gleich unter Druck. Diese konnten sich nur selten befreien, standen dafür aber hinten recht gut. Und den Rest erledigte Florence Schelling im Tor der Eidgenossinnen. Nach elf Minuten war aber auch diese machtlos, Emma Nuutinen traf per Nachschuss zum 0:1. Doch die Schweizerinnen blieben dran und kamen bei einem ihrer Angriffe zum 1:1. Ewelina Raselli traf nach 15 Minuten. 34 Sekunden später jubelten erneut die Skandinavierinnen, denn Ronja Savolainen brachte Finnland erneut in Führung. Mehr passierte in diesem rasanten Anfangsdrittel zwar nicht, es machte aber Spaß auf mehr.

Mit viel Druck von Finnland ging es im 2. Drittel weiter. Die Schweiz stand aber hinten sehr gut und ließ nicht viele klare Chancen zu. Und die Breaks der Schweizerinnen waren stets gefährlich. Einer davon brachte den Ausgleich, Ewelina Raselli wurde auf die Reise geschickt und traf nach 29 Minuten zum 2:2. Es ging nicht mehr ganz so stürmisch zu wie noch in den ersten 20 Minuten, dennoch war es weiterhin ein schönes Spiel.

Es blieb auch im Schlussabschnitt ein gutes und schnelles Spiel. Beide standen hinten sehr gut und nahmen den Goalies viel Arbeit ab. Dann die letzten fünf Minuten. Phoepe Staenz zog von der Seite ab und der Puck schlug im langen Eck ein. Finnland versuchte recht früh alles und nahm 136 Sekunden vor dem Ende den Goalie vom Eis. 86 Sekunden vor dem Ende brachte dass Erfolg, Sabina Tapani erzielte den Ausgleich. Es blieb bei diesem Ergebnis und es kam zur Verlängerung.

Die dauerte 139 Sekunden, dann erzielte erneut Sabina Tapani den Siegtreffer für Finnland. Finnland belegt damit den 3. Platz, die Schweiz wird Vierter.

Strafen: SUI 4 (0/4/0/0), FIN 2 (0/2/0/0)
Tore:
0:1 (10:22) E. Nuutinen (R. Lindstedt); 1:1 (14:24) E. Raselli (N. Bullo, P. Staenz); 1:2 (14:58) R. Savolainen (V. Hovi);
2:2 (28:34) E. Raselli (S. Zollinger);
3:2 (55:08) P. Staenz (L. Altmann); 3:3 (58:34) S. Tapani (R. Välilä, J. Hiirikoski);
3:4 (62:19) S. Tapani (R. Välilä, J. Hiirikoski);

Russland gewinnt Nations-Cup

Russland gewinnt ein kampfbetontes Finale des Nations-Cup und wird Nachfolger von Finnland.

19:00 Uhr Schweden - Russland 1:4 (0:1/0:0/1:3)

Schweden hatte den etwas besseren Start und durch zwei Strafen gegen Russland sogar die Möglichkeit, früh in Führung zu gehen. Sie nutzten das aber nicht aus, was die Russinnen bestraften, denn Valeriya Pavlova nutzte nach fünf Minuten ein Break zum 0:1. Es blieb der einzige Höhepunkt im 1. Drittel. Der Rest war ein intensiv geführtes Drittel. Beide Teams gingen gut zur Sache.

Das 2. Drittel hatte an Höhepunkten nicht viel zu bieten. Russland verteidigte sehr gut und notfalls sogar mit Körpereinsatz. Schweden kam so kaum durch. Das ging den Russinnen nach vorne hin allerdings auch nicht anders, denn auch die Schweden standen hinten ebenfalls gut.

Was immer die Schwedinnen auch versuchten, Russland ließ einfach keine Torchancen zu. Und sie beschäftigten zwischendurch auch die Abwehr der Schwedinnen. Die Vorentscheidung fiel dann nach 51 Minuten. Elena Dergachyova traf im Anschluss an ein Powerplay zum 0:2 und eine Minute später machte Valeriya Pavlova mit dem 0:3 den Sack zu. Sie traf nach einem Break. Schweden versuchte es aber dennoch ohne Goalie, ein Fehler im eigenen Drittel führte aber zum 0:4 durch Anna Shokhina (58.). Emma Nordin gelang immerhin noch der Ehrentreffer (59.).

Auch wenn das Finale nicht zu den besten Spielen des Turniers gehörte, hat Russland diese Auflage des Nations-Cup verdient gewonnen.

Strafen: SWE 6 (2/2/2), RUS 8 (6/2/0)
Tore:
0:1 (04:49) V. Pavlova (E. Lobova);
0:2 (50:26) E. Dergachyova (A. Chistyakova, A. Shokhina); 0:3 (51:47) V. Pavlova (O. Sosina, L. Belyakova); 0:4 (57:51) A. Shokhina (D. Kanaeva, A. Shtaryova) ENG; 1:4 (58:14) E. Nordin (J. Adolfsson, S. Hjalmarsson);

Die Platzierungen:

1. Platz: Russland

2. Platz: Schweden

3. Platz Finnland

4. Platz Schweiz

5. Platz Kanada

6. Platz Deutschland

erschienen bei Icehockeypage