logo landesligaSchwer tat sich der ERSC Berliner Bären gegen den ASC Spandau. Erst in den letzten sieben Minuten konnten sich die Bären absetzen und gewannen am Ende mit 10:5 (1:2/3:0/6:3).

Hatten die Bären schon am Samstag einige Personalprobleme, kam es am Sonntag noch schlimmer. Denn einige weitere Spieler blieben da, wo sie schon am Vortag hingehört hatten, im Bett. So blieben für Sonntag zwei Reihen übrig. Da ein Regionalligaspiel abgesagt wurde, konnte das Spiel kurzfristig in die Haupthalle verlegt werden, was der Gesundheit der verbliebenen Spielern entgegen kam. Auch für den ASC war es das zweite Spiel an diesem Wochenende, sie hatten aber einen Ruhetag zwischen den Spielen.

Und der Favorit tat sich gegen einen gut aufgelegten ASC schwer. Es gab zwar einige gute Chancen, den ersten Treffer aber erzielten die Gäste. Marco Jagnow traf nach zehn Minuten zum 0:1. Diese Führung hielt bis zur 16. Minute dann ging Jan Schertz durch und erzielte den Ausgleich. Doch davon zeigten sich die Gäste unbeeindruckt und Peer Borck gelang 68 Sekunden vor der Pause die erneute Führung für die Askanier.

Das 2. Drittel gehörte dem ERSC, der nun kaum noch Gegenangriffe zuließ und selbst immer wieder zu guten Torchancen kamen. So war das 2:2 durch Harald Kott eine logische Folge der Überlegenheit. Dennoch lief es immer noch nicht richtig rund beim Titelaspiranten. Auch das 3:2 durch einen schön herausgespielten Überzahltreffer von Dennis Melchior nach 29 Minuten brachte den ASC nicht ins Wanken. Sie kämpften weiter, dennoch musste Goalie Sebastian Grunwald das 4:2 durch Maksim Cepik hinnehmen (31.). Weitere Tore gelangen den Teams im Mittelabschnitt nicht.

Es wurde im letzten Drittel noch einmal spannend, denn nach 19 Sekunden nutzte Marco Jagnow ein Geschenk der Bären zum 4:3. Der ERSC griff aber weiter an und Maksim Cepik traf zwei Minuten später zum 5:3. Doch Spandau gab nicht auf und 25 Sekunden später überwand wiederum Marco Jagnow ERSC-Goalie Martin Hummel zum 5:4. Es klingelte weiter in den Toren, denn Heiko Schulze traf drei Minuten später zum 6:4. Ein weiteres Geschenk der Bären nahm Marco Jagnow an und kam so zu seinen insgesamt vierten Treffer in diesem Spiel, drei davon im letzten Abschnitt (47.). Nun war Schluss mit Geschenken, es trafen nur noch die Bären. Das aber auch erst sechs Minuten später. Uwe Hirscherg (53.) und Danny Melzer (54.) sorgten für die Vorentscheidung. Dennis Melchior erhöhte 99 Sekunden vor dem Ende auf 9:5 und 18 Sekunden vor dem Ende machte es Maksim Cepik zweistellig.

Der ASC verkaufte sich wieder gut, am Ende war der Sieg des ERSC aber verdient. Insgesamt war es ein sehr faires Spiel, mit dem die Schiedsrichter nie Probleme hatten. Um den Rechenschieber nicht beanspruchen zu müssen, fehlt dem ERSC noch ein Punkt, um das große Ziel zu erreichen. Die letzten beiden Gegner sind die 1b-Teams der Berlin Blues und des ESC 07 Berlin. Schwere Aufgaben also, allerdings bietet der Spielplan noch viele Paarungen der Top-Teams untereinander. Für Spannung ist auf den vorderen Plätzen also weiterhin gesorgt.

Schiedsrichter: M.-A. Niedermeier, J. Sauerzapfe
Strafen: ERSC 2 (2/0/0), ASC 4 (0/4/0)
Tore:
0:1 (09:30) M. Jagnow (D. Droese); 1:1 (15:06) J. Schertz (B. Teichert); 1:2 (18:52) P. Borck (L. Patz);
2:2 (25:55) H. Kott (D. Melchior, M. Cepik); 3:2 (28:11) D. Melchior (M. Cepik); 4:2 (30:18) M. Cepik (D. Melchior, M. Storbeck);
4:3 (40:19) M. Jagnow; 5:3 (42:26) M. Cepik (J. Schertz, H. Kott); 5:4 (42:51) M. Jagnow (A. Schaidulin); 6:4 (45:39) H. Schulze (D. Melzer, U. Hirschberg); 6:5 (46:49) M. Jagnow; 7:5 (52:36) U. Hirschberg (T. Augustin); 8:5 (53:52) D. Melzer (U. Hirschberg, D. Melchior); 9:5 (58:21) D. Melchior (M. Cepik); 10:5 (59:42) M. Cepik (D. Melchior, D. Melzer)

erschienen bei Icehockeypage