wm logoIn beiden Gruppen wurde der 2. Spieltag abgeschlossen. Die Sieger des Tages sind die USA, Deutschland, Kanada, Russland, Schweden und die Schweiz.

Gruppe A:

12:15 Uhr USA – Frankreich 7:1 (3:0/2:0/2:1)

Die US-Boys gingen als klarer Favorit in dieses Spiel und das bekamen die Franzosen früh zu spüren, denn nach sechs Minuten hatte es bereits drei Mal im Tor der Franzosen geklingelt. Alex DeBrincat in Überzahl (5.), Frank Vatrano (6.) und nach sieben Minuten erneut Alex DeBrincat sorgten früh für klare Verhältnisse. Frankreich fing sich aber und konnte im 2. Drittel weitere Gegentore verhindern.

Im 2. Drittel ließen es die US-Boys etwas ruhiger angehen und die Franzosen kamen auch zu Chancen. Pech hatten sie bei einem Pfostenschuss. Als die Amerikaner das Tempo ein wenig anzogen, klingelte es bei den Franzosen. Colin White nach 34 Minuten und zwei Minuten später Patrick Kane sorgten für den 5:0 Pausenstand.

55 Sekunden waren im letzten Abschnitt gespielt, da stand es 6:0. Diesmal durfte sich Chris Kreider in die Torschützenliste eintragen. Frankreich belohnte sich für den Einsatz mit dem 6:1, das nach Videobeweis gegeben wurde. Anthony Rech traf nach 47 Minuten. Die US-Boys bleiben aber das bessere Team und fünf Minuten vor dem Ende ließ Colin White mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel das 7:1 folgen. Bei diesem Ergebnis blieb es und somit feiern die US-Boys ihren ersten Sieg bei dieser WM.

Schiedsrichter: T. Bjork, M. Sidorenko – R. Jensen, L Nikulainen
Strafen: USA 6 (0/0/6), FRA 6 (2/0/4)
Zuschauer: 4960
Tore:
1:0 (04:05) A. DeBrincat (J. Riemsdyk, P. Kane) PP1; 2:0 (05:48)F. Vatrano (J. Eichel, AS. Martinez); 3:0 (06:04) A. DeBrincat;
4:0 (33:56) C. White (Q. Hughes, A. Martinez); 50 (35:52) P. Kane /D. Larkin, A. Fox);
6:0 (40:55) C. Kreider (D. Larkin); 6:1 (46:36) A: Rech (. Claireaux, C. Bertrand) PP1; 7:1 (54:21) C: White (F. Vatrano);

16:15 Uhr Dänemark – Deutschland 1:2 (0:0/0:2/1:0)

Im Tor begann wieder Mathias Niederberger, der gegen Großbritannien eine gute Leitung brachte. Auch im Feld gab es keine Änderung, Deutschland trat unverändert an. Das DEB-Team kam gut ins Spiel und setzte Dänemark gleich unter Druck. Stark war auch das erste Powerplay nach sieben Minuten, in dem auch ein Tor fiel, welches aber nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben wurde. Nach einer überstandenen Strafzeit hatte Deutschland bei einem Break wieder Pech, ein Schuss von Leon Draisaitl landete am Pfosten (12.). Deutschland hatte insgesamt etwas mehr Spielanteile, Dänemark hatte aber auch gute Chancen. Einen gültigen Treffer gab es in den ersten 20 Minuten nicht.

Im 2. Drittel konnten beide Teams gute Angriffe fahren, vor dem Tor war aber weiter Feierabend. Als dann viel Platz auf dem Eis war, konnte Deutschland den ersten Treffer der Partie erzielen. Bei vier gegen drei hämmerte Matthias Plachta den Puck ins Tor und diesmal war Sebastian Dahm im dänischen Tor geschlagen, denn dieser Treffer zählte. Beide Teams hatten weiter sehr gute Chancen, aber beide Torhüter zeigten eine gute Leistung. Elf Sekunden vor der 2. Pause konnte sich Frederik Tiffels durchsetzen und ließ auch Dänemarks Torhüter keine Chance.

Deutschland kam auch im letzten Drittel früh zu guten Chancen, ein Treffer gelang aber nicht.  Doch auch die Dänen tauchten danach gefährlich vor dem deutschen Tor auf. Es gelang ihnen auch zwischendurch Druckphasen aufzubauen, aber die Abwehr und ein guter Torhüter verteidigten den Vorsprung. Neun Minuten vor dem Ende wurde es doch noch richtig spannend, Mathias Bau konnte auf 1:2 verkürzen. Dänemark setzte nach und so blieb der Druck der Dänen bestehen. Deutschland stemmte sich mit viel Einsatz dagegen und so wurde es eine spannende Schlussphase. Die letzte Minute war das dänische Tor leer und sie versuchten es mit sechs Feldspielern. Es blieb aber beim knappen Ergebnis und somit startet Deutschland mit sechs Punkten in dieses Turnier.

Philipp Grubauer ist inzwischen in Kosice eingetroffen und könnte ab Dienstag das Tor hüten.

Schiedsrichter: M. Nikolic, Y. Romasko, D. McCrank, B. Oliver
Strafen: DEN 14 (6/6/2), GER 14 (4/6/4)
Zuschauer: 5605
Tore:
0:1 (30:27) M. Plachta (L. Draisaitl, M. Eisenschmid) PP1; 0:2 (39:49) F. Tiffels (D. Kahun, F. Mauer); 1:2 (50:19) M. Bau (N. Meyer, O. Larsen);

20:15 Uhr Großbritannien – Kanada 0:8 (0:2/0:5/0:1)

Kanada war gegen den Aufsteiger klarer Favorit und kam auch gut ins Spiel. Denn nach bereits drei Minuten konnte Mathieu Joseph den ersten Treffer für Kanada erzielen. Der britische Torhüter wurde auch danach viel beschäftigt, er machte seine Sache aber gut. Dennoch musste er hinter sich greifen. Anthony Mantha traf nach 13 Minuten zum 0:2. Die Briten versuchten durchaus eigene Chancen zu erarbeiten, was auch gelang. Bis zur ersten Pause fielen aber keine weiteren Tore.

Auch im 2. Drittel gelang Kanada ein frühes Tor. Kyle Turris mit einer schönen Einzelleistung ließ dem Torhüter der Brite keine Chance (23.). Fünf Minuten später staubte Jonathan Marchessault in Überzahl zum 0:4 ab. Bis 23 Sekunden vor Drittelende verteidigte Großbritannien dieses Ergebnis, dann hämmerte Dante Fabbro den Puck zum 0:5 ins Tor.

57 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels war es wieder Kyle Turris, dem ein früher Treffer gelang. Und nach 47 Minuten konnte Sean Couturier in Überzahl auf 0:7 erhöhen. Erlöst waren die Briten damit nicht, Anthony Mantha staubte nach 51 Minuten zum 0:8 ab. Nun wechselten die Briten den Torhüter, für Ben Bowns kam Jackson Whistle zu seinem ersten WM-Einsatz. Die Kanadier beließen es bei diesen acht Toren und kamen so ungefährdet zum ersten WM-Sieg. Großbritannien kämpfte, hatte aber insgesamt nicht den Hauch einer Chance.

Schiedsrichter: A. Rantala, J. Tufts – D. Golyak, G. Lazarev
Strafen: GBR 6 + 10 R. Lachowicz (Bandencheck) (2/12/2), CAN 4 (2/0/2)
Zuschauer: 4563
Tore:
0:1 (04:42) M Joseph (A. Henrique, D. Nurse); 0:2 (12:33) A. Mantha (J. McCann);
0:3 (22:35) K. Turris (A. Mantha); 0:4 (27:05) D. Strome (J. Marchessault, T. Chabot) PP1; 0:5 (39:37) D. Fabbro (T. Jost);
0:6 (40:57) K. Turris (A. Mantha); 0:7 (S. Couturier (A. Mantha, T. Chabot) PP1;  0:7 (50:27) A. Mantha (S. Theodore, T. Jose);

Gruppe B:

12:15 Uhr Russland – Österreich 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Russland war gleich klar überlegen, Österreich verteidigte aber gut. Nach vorne gab es auch ein paar gute Aktionen. Nach 13 Minuten nutzte Russland die erste Strafe des Spiels zum einzigen Treffer im Anfangsdrittel, Yevgeni Dadonov traf für den Favoriten.

Der Außenseiter hielt sich weiter gut und kam im Laufe des Spiels auch zu guten Torchancen. Als die Russen ein wenig zauberten, schlug es bei den Österreichern ein. Nikita Kucherov traf nach 35 Minuten nach einer schönen Kombination und 36 Sekunden später hielt Ivan Telegin den Schläger in einen Pass hinein und es stand 3:0.

Das letzte Drittel hatte kaum begonnen, da stand es 4:0. Vom Bully weg folgte ein Angriff von Russland, den Yevgeni Dadonov nach 15 Sekunden erfolgreich abschloss. Österreich wehrte sich weiter, hatte aber insgesamt keine Chance. Ilya Kovalchuk ließ nach 45 Minuten das 5.0 folgen und dabei beließen es die Russen trotz weiterer Überlegenheit. Österreich hatte insgesamt nur wenige Torchancen, konnte diese aber nicht nutzen.

Schiedsrichter: L. Ohlund, G. Schukies – J. Leermakers, N. Vanoosten
Strafen: RUS 2 (0/2/0), AUT 8 (2/4/2)
Zuschauer: 9033
Tore:
1:0 (12:15) Y. Dadonov (N. Gusev, N. Kucherov) PP1;
2:0 (34:23) N. Kucherov (N. Gusev); 3:0 (34:59) I. Telegin (I. Kovalchuk);
4:0 (40:15) Y. Dadonov (M. Sergachyov, Y. Malgin); 5:0 (44:06) I. Kovalchuk (D. Orlov, Y. Kuznetsov);

16:15 Uhr Italien – Schweden 0:8 (0:1/0:1/0:4)

Gegen den Vizeweltmeister setzte es für den Aufsteiger eine Klatsche, nun ging es gegen den Weltmeister. Für die Italiener stand also ein weiterer Brocken an. Es dauerte auch nicht lange, bis der erste Treffer fiel. Anton Lander brachte Schweden nach 130 Sekunden per Nachschuss in Führung. Schweden blieb überlegen, die Italiener kämpften aber gut und auch der Torhüter hielt was ging. Und das war bis zur Pause alles, denn es blieb beim 0:1 nach 20 Minuten.

Schweden kombinierte auch im 2. Drittel gut und nach 26 Minuten gelang in Überzahl das 0:2. Patric Hornqvist schloss einen schönen Spielzug erfolgreich ab. Es sollte trotz klarer Überlegenheit der einzige Treffer in diesem Drittel bleiben. Von Italien kam in diesem Drittel gar nichts, wie auch zwei Torschüsse belegen.

Das letzte Drittel begann mit einer Großchance für Italien, die aber nicht genutzt werden konnte. Wenige Sekunden später stand es 0:3, Oskar Lindblom machte es nach 117 Sekunden besser. 55 Sekunden später stand es 0:4, denn Marcus Krüger ließ Italiens Torhüter keine Chance. Das 0:5 nach 49 Minuten fiel sogar in Unterzahl, Anton Lander erzielte seinen zweiten Treffer in diesem Spiel. Erlöst waren die Italiener damit noch nicht, denn auch William Nylander wollte sich noch in die Scorerliste eintragen, sein Treffer acht Minuten vor dem Ende wurde nach einem Videobeweis gegeben. Anton Lander kam dann sogar noch zu einem Hattrick, denn vier Minuten vor dem Ende gelang ihm der siebente Treffer für die Schweden. 91 Sekunden vor dem Ende konnte Patric Hornqvist noch auf 0:8 erhöhen, bei diesem Ergebnis blieb es dann.

Schweden feiert damit seinen ersten Turniersieg, Italien wartet nicht nur auf den ersten Punkt des Turniers, sondern auch auf den ersten Treffer.

Schiedsrichter: S. Reneau, P. Stano – A. Dalton, D. Shishlo
Strafen: ITA 6 (2/2/2), SWE 4 (2/0/2)
Zuschauer: 6984
Tore:
0:1 (02:10) A. Lander (J. Bratt, L. Eriksson);
0:2 (25:25) P. Hornqvist (E. Pettersson, L. Eriksson) PP1;
0:3 (41:57) O. Lindbohm (A. Kempe, W. Nylander); 0:4 (42:52) M. Krüger (D. Rasmussen, M. Kempe); 0:5 (48:55) A. Lander (L. Eriksson) SH1; 0:6 (52:33) W. Nylander (P. Hornqvist); 0:7 (55:32) A: Lander (E. Lindholm); 0:8 (58:29) P. Hornqvist (A. Kempe);

20:15 Uhr Lettland – Schweiz 1:3 (0:0/1:1/0:2)

Lettland spielte wieder recht defensiv und so hatten die Schweizer mehr Spielanteile und auch mehr Torchancen. Es deutete sich aber an, dass es ein Geduldsspiel werden würde. Lettland war bei seinen wenigen Angriffen aber stets gefährlich. Einen Treffer sahen die Zuschauer in den ersten 20 Minuten aber nicht.

Zu Beginn des 2. Drittels durfte sich Lettland in Überzahl versuchen, sie waren aber zu harmlos, um zu einem Treffer zu kommen. Wenig später kamen die Schweizer zu ihrem zweiten Powerplay, aber auch sie kamen nicht zu einem Tor. Sie drückten aber weiter und nach 34 Minuten gelang die verdiente Führung. Die Scheibe lief gut und Gregory Hofmann konnte vollenden. Lettland antwortete aber schnell, in Überzahl gelang Miks Indrasis 31 Sekunden später der Ausgleich. Beide Teams schenkten sich nichts und kurz vor Ende des Drittels hatte die Schweiz die gute Möglichkeit bei einer doppelten Überzahl erneut in Führung zu gehen. Das gelang jedoch nicht, es blieb beim 1:1 nach 40 Minuten.

Die Schweizer hatten auch im letzten Drittel mehr vom Spiel, die Chancen konnten aber weiter nicht genutzt werden. Lettland hatte nur wenige Angriffe, die meiste Gefahr gab es bei Überzahlspielen. Doch auch ihnen wollte einfach kein Treffer gelingen. Drei Minuten vor dem Ende jubelten die Schweizer, Nico Hischier traf zum 1:2. Er musste aber ein wenig auf Bestätigung warten, denn wieder gab es einen Videobeweis. Nun musste Lettland etwas riskieren und das taten sie auch. 102 Sekunden vor dem Ende nahmen sie den Torhüter vom Eis, verloren aber den Puck im Schweizer Drittel. Und diese Chance ließ sich Simon Moser nicht entgehen und machte 41 Sekunde vor dem Ende den Sack zu.

Auch die Schweiz ist somit mit zwei Siegen in die WM gestartet und führt die Tabelle der Gruppe B an.

Schiedsrichter: B. Iverson, M. Kaukokari – B. Hancook, M. Lhotsky
Strafen: LAT 10 (2/8/0), SUI 12 (0/6/6)
Zuschauer: 7773
Tore:
0:1 (33:44) G. Hofmann (P. Kurashev, L- Martschini); 1:1 (34:15) M. Indrasis (R. Balcers) PP1;
1:2 (56:21) N. Hischier (V. Praplan, R. Josi);

 

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

2

7:3

4

6

2

Deutschland

2

5:2

3

6

3

Kanada

2

9:3

6

3

4

USA

2

8:5

3

3

5

Slowakei

2

6:5

1

3

6

Dänemark

2

6:6

0

2

7

Frankreich

2

5:12

-7

1

8

Großbritannien

2

1:11

-10

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

2

12:1

11

6

2

Tschechien

2

12:4

8

6

3

Russland

2

10:2

8

6

4

Schweden

2

10:5

5

3

5

Lettland

2

6:5

1

3

6

Österreich

2

2:10

-8

0

7

Norwegen

2

4:12

-8

0

8

Italien

2

0:17

-17

0

Ausführliche Statistiken gibt es HIER