wm logoUSA gewinnt gegen Großbritannien, Deutschland gewinnt in letzter Minute gegen WM-Gastgeber Slowakei. Schweiz und Russland mit lockeren Siegen gegen Norwegen beziehungsweise Italien.

Gruppe A:

16:15 Uhr USA – Großbritannien 6:3 (1:1/3:1/2:1)

Die Favoritenrolle war hier klar verteilt, alles andere als ein klarer Sieg der USA wäre eine Überraschung. Die Briten hatten also nichts zu verlieren. In den ersten Minuten konnten die Briten ein paar Angriffe fahren, insgesamt aber übernahmen die USA gleich das Kommando. Bis zur 13. Minute stand bei den Briten die Null, dann gelang den USA beim ersten Powerplay das 1:0. James Riemsdyk brachte den Favoriten per Nachschuss in Führung. Drei Minuten später belohnten sich die Briten für ihr bis dahin gutes Spiel. Mike Hammond traf zum 1:1 und dieser Treffer war schön herausgespielt. Es blieb bis zur Pause bei diesem Spielstand, denn der Aufsteiger verhinderte mit viel Einsatz weitere Gegentore, Aber sie vergaben auch ihre wenigen Torchancen.

Der Aufsteiger leistete weiter viel Widerstand und so hatten es die US-Boys schwer. Allerdings schienen sie auch etwas lockerer in diese Partie zu gehen. Nach 27 Minute landete der Puck zwar im Tor der Briten, aber nach Videobeweis fand der Treffer keine Anerkennung. Dann kassierten die Briten eine Strafe und das nutzten die USA aus. Clayton Keller traf nach 30 Minuten zum 2:1. Nun lief es etwas besser bei den USA und Chris Kreider konnte den Vorsprung nach 32 Minuten auf 3:1 erhöhen. Die Briten gaben aber nicht auf und kamen sogar zu einer sehr starken Druckphase mit mehreren guten Torschüssen. Zwei Minuten vor der 2. Pause fiel die Vorentscheidung in diesem Spiel. Alex DeBrincat schoss das 4:1. Doch der Aufsteiger ärgerte den Favoriten weiter, sechs Sekunden vor der 2. Pause verkürzte Brett Perlini auf 4:2.

Im letzten Drittel konnte Patrick Kane den Puck nach 60 Sekunden einen Nachschuss im Tor der Briten unterbringen und schon sah es wieder deutlicher aus. Der Druck der USA blieb groß, aber Ben Bowns im Tor der Briten zeigte einige Klasseparaden. Nach 50 Minuten war er aber erneut geschlagen, Derek Ryan erhöhte auf 6:2. Ein bisschen ärgern konnten die Briten den Favoriten noch, denn drei Minuten vor dem Ende erzielte Ben Davis nach einem Konter das 6:3. Bei diesem Ergebnis blieb es und insgesamt können die Briten mit diesem Ergebnis sicherlich gut leben.

Mit diesem Pflichtsieg haben die USA acht Punkte auf der Habenseite und bleiben im Rennen um das Viertelfinale. Großbritannien kämpfte gut, hatte aber insgesamt keine Chance hier zu punkten.

Schiedsrichter: T. Bjork, M. Nikolic – M. Lhotsky, A. Malmqvist
Strafen: USA 0 (0/0/0), GBR 10 (2/2/6)
Zuschauer: 5510
Tore:
1:0 (12:17) J. Riemsdyk (P. Kane, R. Suter) PP1; 1:1 (15:08) M. Hammond (D. Phillips);
2:1 (29:07) Y. Keller (Q. Hughes, T. Demko) PP1;  3:1 (31:20) C. Kreider (J. Eichel, R: Suter); 4:1 (37:54) A. DeBrincat (E. Ryan, P. Kane); 4:2 (39:54) B. Perlini;
5:2 (41:00) P. Kane (C. Kreider); 6:2 (49:10) D. Ryan (L. Glendening, N. Hanifin); 6:3 (56:28) B. Davis (R. Lachowicz);

20:15 Uhr Deutschland – Slowakei 3:2 (0:0/1:2/2:0)

Deutschland musste den Torhüter wechseln, für den angeschlagenen Philipp Grubauer stand Mathias Niederberger im Tor. Für beide war es wichtig dieses Spiel zu gewinnen, es ging um einen der ersten vier Plätze in dieser Gruppe. Beide Teams kamen auch gleich zu Torchancen, aber die Torhüter waren zur Stelle. Deutschland agierte etwas defensiver und versuchte Konter zu fahren. So hatten die Slowaken etwas mehr Spielanteile. Jeweils ein Powerplay hatten beide Teams, aber auch darauf konnte kein Treffer erzielt werden. So blieb das 1. Drittel torlos.

Mit Chancen auf beiden Seiten ging es im 2. Drittel weiter. Deutschland hielt weiter gut mit und machte es den Slowaken sehr schwer. Glück hatte das DEB-Team nach 23 Minuten, in einer Druckphase trafen die Slowaken mit einem Schuss nur den Pfosten. Quasi im Gegenzug gelang Deutschland das 1:0. Markus Eisenschmid passte auf Marc Michaelis und der ließ dem slowakischen Torhüter keine Chance. Nach 28 Minuten half wieder der Pfosten des Tores von Mathias Niederberger, an diesem landete ein Schuss der Slowaken. Dann wurde es brenzlig, denn die Slowaken konnten 95 Sekunden mit zwei Spielern mehr agieren. Das nutzten sie schnell aus und drehten mit zwei Toren das Spiel. Andrej Sekera (29.) und Libor Hudacek (30.) brachten die Slowaken in Führung. Deutschland bekam aber auch noch die Chance vier Minuten Powerplay zu spielen und es gab auch sehr gute Torchancen. Ein Treffer gelang aber nicht. Es gab bis zur Pause noch weitere gute Chancen auf beiden Seiten, es blieb aber beim knappen 1:2.

Die Slowaken hielten den Druck auf das DEB-Team hoch und so hatte es Deutschland schwer zu Angriffen zu kommen. Deutschland kämpfte weiter und es gab auch Torchancen, aber insgesamt hatte die Slowaken auch im letzten Drittel deutlich mehr vom Spiel. Nach einem harten Check gegen Moritz Seider, der verletzt in die Kabine musste, gab es sechs Minuten vor dem Ende nochmals die Möglichkeit in Überzahl zu Ausgleich zu kommen. Aber auch dieses Powerplay brachte keinen Treffer. Bereits 160 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Deutschland den Torhüter vom Eis, riskierte also alles. Denn ein weiterer Punkt würde das Viertelfinale noch näher bringen. Und der Mut wurde belohnt, Markus Eisenschmid hämmerte den Puck 112 Sekunden vor dem Ende vom Bullypunkt unter die Latte. Und 27 Sekunden vor dem Ende folgte ein Break, das Leon Draisaitl mit dem 3:2 abschloss. Nun versuchten es die Slowaken ohne Torhüter, aber Deutschland hielt den Vorsprung und holt damit die nächsten drei Punkte.

Diese Punkte bringen das DEB-Team dem Viertelfinale um einiges näher. Die Slowaken hingegen müssen nun zittern. Deutschland hat nun zwei Tage Pause, am Samstag geht es gegen Kanada weiter.

Schiedsrichter: M. Frano, M. Sidorenko – I. Ondracek, D. Shishlo
Strafen: GER 8 + 10 K. Holzer (unsportliches Verhalten) (2/14/2), SVK 8 + 10 L. Nagy (Bandencheck) (2/4/12)
Zuschauer: 7440
Tore:
1:0 (23:54) M. Michaelis (M. Eisenschmid); 1:1 (28:30) A. Sekera (E. Cernak, T. Tatar) PP2; 1:2 (29:55) L. Hudacek (R. Panik, T. Tatar) PP1;
2:2 (58:08) M. Eisenschmid (Y. Seidenberg, D. Kahun); 3:2 (59:33) L. Draisaitl (F. Tiffels):

Gruppe B:

16:15 Uhr Schweiz – Norwegen 4:1 (1:0/1:0/2:1)

Nach den bisherigen Ergebnissen stand Norwegen vor einer sehr schweren Aufgabe. Die Schweizer haben alle drei absolvierten Spiele gewonnen, Norwegen hat alle drei verloren und dabei im Schnitt sieben Tore kassiert. Es begann jedoch recht ausgeglichen, beide Teams erspielten sich Torchancen. Nach sechs Minuten gelang den Schweizern die Führung. Andres Ambühl wurde völlig freistehend angespielt und er ließ den Torhüter der Norweger klasse aussteigen. Es dauerte ein wenig, bis sich die Norweger von diesem Gegentor erholten, dann kamen sie aber auch wieder zu guten Chancen. Trotz Chancen auf beiden Seiten, bei einer wesentlich höheren Anzahl auf Schweizer Seite, blieb es bei diesem einen Treffer in den ersten 20 Minuten.

Besser begann das 2. Drittel für die Schweiz. Denn nach 34 Sekunden konnte Nico Hischier auf 2:0 erhöhen. Die Schweizer blieben das klar bessere Team, sie machten aber nichts aus ihren Vorteilen. Von Norwegen war weiterhin nicht viel zu sehen, sehr viele Torchancen hatten sie nicht. Auch im 2. Drittel gab es nur einen Treffer, denn alle anderen Chancen ließen die Teams liegen.

Es ging weiter mit Angriffen die Schweizer, die nach 43 Minuten Pech hatten, ein Schlenzer landete an der Latte. Ein Fehler der Norweger verhalf der Schweiz zum 3:0. Nutznießer war nach 50 Minuten Gregory Hofmann. Norwegen konnte an diesem Tag einfach nicht und die Schweizer machten es eher locker. Drei Minuten vor dem Ende machte Andrea Ambühl noch das 4:0. Norwegen kam 116 Sekunden vor dem Ende doch noch zum Ehrentreffer, Tobias Lindström traf zum 4:1-Endstand.

Die Schweizer haben mit diesem Sieg das Viertelfinale so gut wie sicher erreicht, Norwegen steckt mitten im Abstiegskampf. 

Schiedsrichter: B. Iverson, J. Tufts – A. Dalton, L. Nikulainen
Strafen: SUI 10 (4/4/2), NOR 8 + je 10 A. Martinsen, A. Bonsaksen (Bandencheck) (2/12/14)
Zuschauer: 4673
Tore:
1:0 (05:30) A. Ambühl (Ch. Bertschy, R. Loeffel);
2:0 (20:34) N. Hischier (K. Fiala);
3:0 (49:10) G. Hofmann (L. Martschini); 4:0 (56:02) A. Ambühl (J. Genazzi, S. Simon); 4:1 (58:04) T. Lindström (A. Reichenberg);

20:15 Uhr Russland – Italien 10:0 (4:0/4:0/2:0)

Russland war gegen den Aufsteiger natürlich klarer Favorit und nach 31 Sekunden traf Nikita Zaitsev zum 1:0. Italien konnte zwar ein paar Angriffe fahren, Russland blieb aber überlegen. Nach neun Minuten klingelte es erneut bei den Italienern, Dinar Khafizullin ließ Italiens Torhüter keine Chance. Russland spielte locker weiter und nach 14 Minuten konnte Yevgeni Kuznetsov auf 3:0 erhöhen. Drei Minuten später am auch Alexander Ovechkin zu seinem ersten WM-Treffer. Mit diesem Ergebnis wurden erstmals die Seiten gewechselt.

Auch das 2. Drittel begann mit einem schnellen Treffer und nun mussten die Italiener schlimmstes befürchten. Denn nach 18 Sekunden sorgte Yevgeni Kuznetsov für das 5:0 und einem Torhüterwechsel bei den Italienern. Das Spiel fand weiter fast nur im Drittel von Italien statt und so konnte Ilya Kovalchuk auf 6:0 erhöhen. Die Russe hatten noch nicht genug und so traf Yevgeni Dadonov nach 34 Minuten zum 7:0. Das 8:0 fiel sogar in Unterzahl der Russen, Mikhail Grigorenko war nach 37 Minuten der Torschütze.

Nikita Kucherov eröffnete im letzten Drittel den Torreigen. Nach 45 Minuten erzielte er das 9:0. Eine Minuten später war das erste zweistellige Ergebnis dieser WM Perfekt, Torschütze war Yevgeni Dadonov. Bei diesem Ergebnis beließen es die Russen, die den Italienern nicht den Hauch einer Chance ließen.

Russland hat diese Pflichtaufgabe souverän erledigt, Italien wartet immer noch auf den ersten Treffer bei dieser WM.

Schiedsrichter: M. Kaukokari, A: Rantala – R. Jensen, S. McCrank
Strafen: RUS 4 (2/2/0), ITA 8 (2/4/2)
Zuschauer: 7535
Tore:
1:0 (00:31) N. Zaitsev (N Gusev, N. Kucherov); 2:0 (08:30) D. Khafizullin (N. Gusev, N. Kucherov); 3:0 (13:15) Y. Kuznetsov (A. Barabanov); 4:0 (16:14) A. Ovechkin (Y. Kuznetsov);
5:0 (20:18) Y. Kuznetsov (A. Ovechkin. D. Orlov); 6:0 (26:03) I. Kovalchuk (Y. Kuznetsov); 7:0 (33:41) Y. Dadonov (N. Kucherov, N. Gusev); 8:0 (36:25) M. Grigorenko (A. Barabanov) SH1;
9:0 (44:52) N. Kucherov (D. Khafizullin, N. Zaitsev); 10:0 (45:27) Y. Dadonov (I. Kovalchuk);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Deutschland

4

12:5

7

12

2

USA

4

17:10

7

8

3

Finnland

3

9:6

3

7

4

Dänemark

3

15:6

9

5

5

Kanada

3

15:8

7

3

6

Slowakei

4

13:14

-1

3

7

Frankreich

3

6:16

-10

1

8

Großbritannien

4

4:26

-22

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Russland

4

23:2

21

12

2

Schweiz

4

20:2

18

12

3

Schweden

3

19:6

13

6

4

Tschechien

3

12:7

5

6

5

Lettland

3

9:5

4

6

6

Österreich

3

2:14

-12

0

7

Norwegen

4

6:25

-19

0

8

Italien

4

0:30

-30

0

Ausführliche Statistiken gibt es HIER