wwm 2021

Die Gruppe A startete mit einem Sieg der Schweiz über Belarus in den Tag, am Abend gewann Schweden gegen die Slowakei. Kanada gewann sein Spiel der Gruppe B klar gegen Italien, Finnland konnte sich gegen Lettland nach Verlängerung durchsetzen.

Gruppe A:

Belarus – Schweiz 0:6 (0:2/0:2/0:2)

Während die Schweiz einen Sieg benötigt, um das Viertelfinale abzusichern. Geht es für Belarus nur noch um die Abschlussplatzierung.

Die Schweizer erwischten einen Traumstart. Gleich mit dem ersten Angriff konnte Christoph Bertschy den weißrussischen Torhüter Konstantin Shostak nach 36 Sekunden mit einem Nachschuss zum 0:1 überwinden. Da Belarus versuchte mitzuspielen, gab es Angriffe beider Teams und auch einige Torchancen. Beide Teams hatten die Gelegenheit in Überzahl zum Erfolg zu kommen, beiden gelang das aber nicht. Dafür folgte noch ein später Treffer der Schweiz, Joel Vermin konnte 119 Sekunden vor der ersten Pause mit einem Nachschuss auf 0:2 erhöhen.

Frühe Tore lagen den Schweizern in diesem Spiel, denn Sven Andrighetto konnte nach 69 Sekunden das 0:3 erzielen. Belarus wechselte daraufhin den Torhüter, Alexei Kolosov ging in die Kiste. Die Eidgenossen blieben insgesamt das bessere Team und nach 33 Minuten konnten sie den vierten Treffer der Partie erzielen. Die Scheibe lief gut durch die Reihen und Gregory Hofmann nutzte das aus. Die Schweizer blieben bis zur Pause das bessere Team und sie gingen mit einer verdienten 0:4-Führung in die Kabine.

Ohne frühen Treffer der Schweizer startete der Schlussabschnitt, sie mussten aber auch nicht mehr viel tun. Sie waren das bessere Team und den Weißrussen gelang weiterhin vor dem Tor der Schweizer nicht viel. Ein Powerplay konnte die Schweiz nicht nutzen, nach 53 Minuten fiel aber doch das 0:5. Joel Vermin setzte sich durch und erzielte seinen zweiten Treffer in diesem Spiel. Zwei Minuten vor der Schlusssirene ging Fabrice Herzog in Unterzahl durch und konnte sogar das 0:6 erzielen.

Leonardo Genoni im Tor der Schweizer blieb ohne Gegentreffer, es war das insgesamt neunte Spiel, in dem sich darüber ein Torhüter freuen konnte. In der Gruppe bleiben die Schweizer oben dran. Belarus bleibt auf dem 8. Platz.

Schiedsrichter: T. Bjork (SWE), M. Nord (SWE) – A. Kroyer (DEN), E. Yletyinen (SWE)
Strafen: BLR 8 + 10 N. Komarov (Bandencheck) (2/14/2), SUI 8  + 10 P. Kurashev (Check von hinten) (2/14/2)
Tore:
0:1 (00:36) Ch. Bertschy (F. Herzog, T. Scherwey); 0:2 (18:01) J. Vermin (T. Meier);
0:3 (21:09) S. Andrighetto (J. Vermin); 0:4 (32:15) G. Hofmann (E. Corvi);
0:5 (52:03) J. Vermin (T. Meier): 0:6 (57:43) F. Herzog (N. Hischier) SH1;

Schweden – Slowakei 3:1 (0:1/1:0/2:0)

Schweden musste hier schon gewinnen, sonst könnte es ganz eng mit einer Viertelfinalteilnahme werden. Die Slowaken konnten den ersten Tabellenplatz verteidigen.

Beide Teams griffen gleich an und so wurden die Torhüter Adam Reideborn auf schwedischer Seite und Adam Huska bei den Slowaken gleich beschäftigt. Ein Powerplay brachten den Slowaken nach Sechs Minuten Vorteile und Chancen bekamen sie auch. Es blieb aber beim 0:0. Die Slowaken hatte weiter leichte Vorteile und zwei Minuten vor der Pause belohnten sie sich mit dem 0:1. Ein von der Seite abgegebener Schuss von Peter Cehlarik fand irgendwie den Weg ins Tor.

Die Slowaken hatten auch im 2. Drittel etwas mehr vom Spiel, die Schweden taten sich schwer gute Angriffe vorzutragen. Zumal die Abwehr der Slowaken einen guten Job machte und es so dem eigenen Torhüter erleichterte seinen Job zu machen. Ein Powerplay Mitte des Drittels brachte den Skandinaviern einige gute Chancen und direkt im Anschluss den Ausgleich. Es war ein Flippertor, dass nach Videobeweis gegeben wurde und so stand es nach 31 Minuten 1:1. Torschütze war Marcus Sörensen. Nun konnten die Schweden das Spiel ausgeglichener gestalten, es blieb aber nach 40 Minuten beim 1.1.

Schweden musste dieses Spiel unbedingt gewinnen und entsprechend versuchten sie im letzten Drittel Druck aufzubauen. Die Abwehr der Slowaken konnte aber immer wieder Angriffe des Gegners gut stören. Nach 51 Minuten hatte Schweden ein Powerplay und hier gelang die Führung. Victor Olofsson brachte Schweden acht Minuten vor dem Ende mit einem platzierten Schuss mit 2:1 in Führung. Nun versuchten die Slowaken es offensiver, aber die Schweden verteidigten sehr gut. Vier Minuten vor Spielende bekamen auch die Slowaken ein Powerplay, dass keinen Erfolg brachte. Aber die Schweden holten sich noch eine Strafe ab und so musste Schweden weiter zittern. Die Slowaken versuchten es ohne Torhüter, aber ein Puckverlust im eigenen Drittel brachte Schweden 13 Sekunden vor dem Ende den Treffer zum 3:1-Endstand. Torschütze war Isac Lundeström.

Die Slowaken bleiben damit bei 12 Punkten, was aber noch nicht unbedingt reichen muss. Schweden ist mit neun Punkten weiter mit im Rennen um einen Viertelfinalplatz.

Schiedsrichter: A. Schrader (GER), M. Tscherrig (SUI) – D. Obwegeser (SUI), E. Seewald (AUT)
Strafen: SWE 10 (2/4/4), SVK 6 (0/4/2)
Tore:
0:1 (19:07) P. Cehlarik;
1:1 (30:15) M. Sörensen (M. Friberg);
2:1 (51:38) V. Olofsson (H. Tommernes) PP1; 3:1 (59:47) I. Lundeström (F. Hallander) ENG

Gruppe B:

Italien – Kanada 1:7 (0:4/1:2/0:1)

Die Favoritenrolle ist hier klar verteilt, Kanada war klarer Favorit und sollte es hier keine drei Punkte geben, wäre das eine Sensation. Für Italien galt nach der Klatsche vom Vortag hier ein achtbares Ergebnis zu erzielen.

Während es für Italiens Torhüter Justin Fazio ein arbeitsreicher Nachmittag werden dürfte, konnte sich sein Gegenüber Adin Hill auf weniger Beschäftigung einstellen. Den ersten Schuss hatten zwar der Außenseiter, dann aber ging es ab in Richtung Tor der Italiener. Und nach drei Minuten war ihr Torhüter erstmals geschlagen, Cole Perfetti konnte einen Nachschuss im Tor unterbringen. Kanada war weiter überlegen und nach neun Minuten konnte Andrew Mangiapane mit einer schönen Einzelleistung das 0:2 erzielen. Ein Schuss unter die Latte, abgefeuert von Troy Stecher, sorgte nach 12 Minuten für das 0:3 und 52 Sekunden später traf Adam Henrique mit einem Rückhandschuss zum 0:4. Damit war der Einsatz von Justin Fazio beendet, Davide Fadani kam für ihn. Entlastung brachte den Italienern ein Powerplay und es gab auch zwei gute Chancen. Am 0:4 nach 20 Minuten änderte sich jedoch nichts.

Kanada beherrschte das Spielgeschehen weiter, sie ließen aber einige Chancen liegen. Und es schlichen sich immer wieder Fehler ein, die Italien Chancen ermöglichten. Und so kam Italien nach einem dieser Fehler eine Chance und Angelo Miceli traf mit einem Nachschuss zum 1:4. Der Treffer wurde überprüft und der Treffer zählte und so hatte Italien nach 31 Minuten zumindest den Ehrentreffer erzielt. So waren es dann doch die Kanadier, die den nächsten Treffer erzielten. Andrew Mangiapane kam nach 35 Minuten zu seinem zweiten Treffer in diesem Spiel. 38 Minuten später nutzte Kanada ein Überzahl aus, Maxime Comtois hämmerte den Puck ins Tor. Mit diesem Ergebnis ging es in die 2. Pause.

Das letzte Drittel brachte weiter viel Puckbesitz der Kanadier, die Chancenverwertung war aber weiterhin nicht gut. Italien kämpfte weiter und sie machten es dem Favoriten so schwer es eben ging. Bis zur 56. Minute hielt Italien, auch Dank des Torhüters, das Ergebnis. Dann traf Brandon Pirri zum 1:7.

Es war immer noch keine Glanzleistung der Kanadier, aber sie wahren die Chance auf eine Viertelfinalteilnahme. Zum Abschluss geht es allerdings gegen Finnland und der Titelverteidiger dürfte ein anderer Gegner werden. Die Italiener haben sich gut verkauft, eine Chance hatten sie aber nicht.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), K. Vikman (FIN) – D. Hynek (CZE), J. Ondracek (CZE)
Strafen: ITA 6 (0/6/0), CAN 6 (2/2/2)
Tore:
0:1 (02:33) C. Perfetti (B. Schneider, L. Foudy); 0:2 (08:04) A. Mangiapane (C. Brown, A. Henrique); 0:3 (11:23) T. Stecher (J. Anderson-Dolan); 0:4 (11:56) A. Henrique (A. Mangiapane);
1:4 (30:31) A. Miceli (S. Pitschieler); 1:5 (34:48) A. Mangiapane (C. Brown, M. Ferraro); 1:6 (37:28) M. Comtois (A. Mangiapane, C. Brown) PP1;
1:7 (55:54) B. Pirri (C. Brown, A. Henrique);

Finnland – Lettland 3:2 (1:1/1:0/0:1) n.V.

Finnland dürfte die Viertelfinalteilnahme nicht mehr zu nehmen sein, nun ging es um die Ausgangsposition. Lettland benötigt noch Punkte, um ins Viertelfinale einzuziehen. Und nach den bisherigen Leistungen waren sie nicht chancenlos.

Finnland hatte die ersten Angriffe und nach vier Minuten gelang ihnen das 1:0. Einen Schuss wehrt Lettlands Torhüter Janis Kalnins an Finnlands Saku Maenalanen und vom ihm sprang der Puck ins Tor. Finnland stand wie gewohnt hinten sicher und so gab es kaum lettische Torchancen. Finnland bekam Mitte des Drittels bei einem Powerplay gute Chancen, Lettlands Torhüter hielt aber alles und so blieb es beim 1:0. Im Anschluss durften sich die Letten mit einem Spieler mehr versuchen, doch auch ihnen gelang kein Treffer. Lettland kam nicht viele Chancen, dennoch gelang ihnen der Ausgleich. 81 Sekunden vor der Pause schlug ein verdeckter Schuss von Martins Dzierkals im Tor vom finnischen Torhüter Harri Säteri ein. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause.

Lettland kam besser aus der Kabine. Sie konnten Finnland in der Anfangsphase unter Druck setzen und hatten die ersten Torchancen des Drittels. Die Letten drückten weiter und die Finnen wirkten überrascht. Sie kamen kaum noch zu Angriffen, es ging zunächst darum, keinen Gegentreffer zu kassieren. Ab Mitte des Drittels gelang es den Finnen sich wieder zu befreien und nach 35 Minuten stand es 2:1. Iiro Pakarinen brachte den Weltmeister erneut in Führung. Finnland fand also zurück ins Spiel und führte nach dem 2. Drittel mit 2:1.

Lettland versuchte im letzten Drittel wieder zum Ausgleich zu kommen, schließlich würden Punkte aus diesem Spiel im Kampf um die Viertelfinalteilnahme helfen. Ein Powerplay nach sechs Minuten brachte eine gute Gelegenheit zum Ausgleich zu kommen, nur war das bisher nicht die Stärke des WM-Gastgebers und auch diese Chance blieb ungenutzt. Es ging weiter hin und her und sechs Minuten vor dem Ende gelang Lettland der Ausgleich. Martins Dzierkals fälschte einen Pass ab und es stand 2:2. Beide Teams hatten weiter gute Torchancen, es blieb aber beim 2:2. Mit diesem einen Punkt können beide sicherlich leben, aber es gab ja noch einen Punkt zu gewinnen.

Vier Sekunden fehlten bis zum Penaltyschießen. Beide Teams kamen in der Overtime zu guten Torchancen, dann ließ Anton Lundell den lettischen Torhüter umspielen und erzielte den Siegtreffer für Finnland.

Während die Finnen nun im letzten Spiel ihre Gruppenabschlussplatzierung ausspielen, geht es im Kampf um die anderen Viertelfinalteilnehmer dieser Gruppe extrem spannen.

Schiedsrichter: A. Bruggeman (USA), M. Frano (CZE) – D. McCrank (CAN), B. Oliver (USA)
Strafen: FIN 6 (4/0/2/0), LAT 4 (4/0/0/0)
Tore:
1:0 (03:06) S. Maenalanen (M. Anttila, P. Tiivola); 1:1 (18:39) M. Dzierkals;
2:1 (35:40) I. Pakarinen (V. Pokka, J. Innala); 2:2 (53:45) M. Dzierkals (L. Darzins, K. Sontnieks);
3:2 (64:56) A. Lundell (O. Maata);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

6

21:14

7

12

2

Russland

5

19:8

11

12

3

Slowakei

6

14:15

-1

12

4

Schweden

6

19:11

8

9

5

Tschechien

5

18:14

4

8

6

Dänemark

6

12:13

-1

8

7

Großbritannien

6

10:25

-15

4

8

Belarus

6

10:23

-13

4

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

6

16:8

8

15

2

USA

5

15:6

9

12

3

Kasachstan

6

21:15

6

10

4

Deutschland

5

20:11

9

9

5

Lettland

6

14:14

0

9

6

Kanada

6

17:15

2

9

7

Norwegen

6

14:20

-6

5

8

Italien

6

9:37

-28

0

Ausführliche Statistiken zur WM gibt es HIER

erschienen bei Icehockeypage