U18WMMit Siegen von Tschechien gegen Deutschland und Finnland gegen die Schweiz startete die U18-WM in Landshut und Kaufbeuren. Am Abend gewannen die USA und Lettland.

Gruppe A:

Tschechien – Deutschland 4:2 (1:1/3:1/0:0)

Deutschland kam gut in dieses Spiel und nach sieben Minuten sorgte Mannschaftskapitän Roman Kechter für Jubel auf den Rängen. Er überwand Tschechiens Torhüter Jan Spunar zum 0:1. Nach einem Bully kam Julian Lutz zum Schuss und diesen konnte Tschechiens Torhüter nicht festhalten. Im Nachsetzen landete der Puck dann im Tor. Tschechien startete einen Sturmlauf und der brachte 80 Sekunden vor der Pause den Ausgleich. Frantisek Nemec überwand im Tor Simon Wolf des DEB-Teams. So jedenfalls dachtes es sich die Tschechen, da der Treffer aber mit der Hand erzielt wurde, zählte der Treffer nicht. 35 Sekunden vor der Sirene fiel aber doch noch der Ausgleich, Simon Slavicek traf nach einem Alleingang für Tschechien. Bei einem Schussverhältnis von 32:1 für Tschechien blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

17 Sekunden nach Wiederbeginn gab es die erste Strafe des Spiel, Deutschland durfte sich in Überzahl versuchen. Es blieb zunächst beim Versuch, wenig später fiel der dritte Treffer des Spiels. Uns wieder konnte Deutschland in Führung gehen, Luca Hauf traf nach 25 Minuten. Doch acht Minuten später kam Tschechien wieder zum Ausgleich. Die erste Strafe gegen das DEB-Team nutzte Jiri Kulich mit einem Hammer zum 2:2 nach 32 Minuten. Deutschland kassierte noch zwei Strafzeiten und die zweite führte zur erstmaligen Führung der Tschechen. Adam Bares konnte drei Minuten vor dem Seitenwechsel das 3:2 erzielen. Strafen kosteten Deutschland am Ende dieses Drittel, denn 30 Sekunden vor der Pause kam Tschechien durch Jiri Kulich zum 3. Powerplaytreffer in Folge und es stand 4:2. 51:7 lautete übrigens die Schussstatistik nach dem 2. Drittel…

Deutschland stand auch im letzten Drittel gut, kassierte aber wieder zwei Strafen. Die Tschechen mussten aber auch eine Unterzahlsituation überstehen. In den letzten 38 Sekunden versuchte es Deutschland ohne Torhüter, es blieb aber beim 4:2 für Tschechien.

Das DEB-Team hat sich hervorragend verkauft, musste aber dennoch eine Niederlage hinnehmen. Bei einem Schussverhältnis von 62:15 für Tschechien war es jedoch ein gutes Ergebnis.

Schiedsrichter: C. Borga (SUI), N. Lundsgaard (DEN) – S. Bedynek (AUT), E. Cattaneo (SUI)
Zuschauer: 2910
Strafen: CZE 0 (0/2/0), GER 0 (0/8/0)
Tore:
0:1 (06:42) R. Kechter (J. Lutz); 1:1 (19:25) S. Slavicek (T. Hamara, M. Prcik);
1:2 (24:44) L. Hauf (R. Bettahar, P. Krening); 2:2 (31:01) J. Kulich (M. Prcik, E. Sale) PP1; 3:2 (36:45) A. Bares (E. Sale, D. Petr) PP1; 4:2 (39:30) J. Kulich (E. Sale, D. Petr) PP1;

Kanada – USA 3:8 (0:2/3:4/0:2)

Das Nordamerikanische Derby nahm gleich Fahrt auf. Beide mit einem Spieler weniger auf dem Eis und diesen platz nutzte Isaac Howard, um die USA nach fünf Minuten in Führung zu bringen. Beide hatten eine weitere Powerplaysituation, die aber nicht genutzt werden konnte. 68 Sekunden vor der Pause konnten die US-Boys eine weitere Chance nutzen, Isaac Howard kam mit einem Nachschuss zu seinem zweiten Treffer in diesem Drittel.

Von den Kanadiern musste mehr kommen, wollten sie dieses Spiel noch drehen. Sie kamen auch, mussten aber auf einen Fehler der USA warten, ehe sie zum Anschlusstreffer kamen. Connor Bedard konnte hinter dem Tor der USA dem Gegner den Puck abnehmen und seine Vorlage verwandelte Matthew Wood nach 25 Minuten zum 1:2. Eine Minute später gab es den ersten Penalty der WM und den verwandelte Mathew Ward für Kanada zum 2:2. Die USA blieb aber im Spiel und sie konnten erneut in Führung gehen. Logan Cooley und Cutter Gauthier ließen Kanadas Torhüter Reid Dyck mit einem Doppelpass aussteigen und Cooley traf nach 30 Minuten zum 2:3. 39 Sekunden später waren die USA wieder zwei vorne, Cruz Lucius brachte sein Team zum Jubeln. Doch auch Kanada war nun im Spiel und kam schnell zum 3:4. Connar Bedard überraschte Kenneth Augustine III eine Minute später mit einem Schuss aus spitzem Winkel und Kanada war wieder dran. Das war aber noch längst nicht alles in diesem Drittel. Denn mit viel Einsatz gelang es Ryan Chesley nach 35 Minuten das 3:5 zu erzielen. Isaac Howard reichten seine zwei bisher erzielten Tore nicht aus, er erhöhte 83 Sekunden vor der Pause auf 3:6. Bei diesen sieben Tore beließen es die beiden Teams im 2. Drittel.

Der Titelverteidiger musste sich in allen Bereichen steigern, um hier noch eine Chance auf Punkte zu haben. Die USA spielten aber weiter mit und sie ließen nicht viele Chancen zu. Und als Kanada zu einer kleinen Druckphase kam, kassierten sie nach einem Konter das 3:7. Cole Spicer ging durch und sorgte nach 50 Minuten mit dem 3:7 für die Entscheidung in diesem Spiel. Eine Minute später waren auch letzte Zweifel beseitigt, denn Isaac Howard machte seinen vierten Treffer und es stand 3:8. Kanada kam in der Schlussphase zwar noch zu guten Chancen, es blieb am Ende aber beim doch rechtklaren 3:8 für die USA.

Schiedsrichter: R. Magnusson (SWE), S. Suominen – O. Hautamaki (FIN), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 2512
Strafen: CAN 8 (4/0/4), USA 10 (4/2/4)
Tore:
0:1 (04:20) I. Howard (L. Hutson); 0:2 (18:52) I. Howard (G. Brindley, F. Nazar III);
1:2 (24:42) M. Wood (C. Bedard); 2:2 (25:55) M. Ward PS; 2:3 (29:21) L. Cooley (C. Gauthier); 2:4 (30:10) C. Lucius (R. Chesley, Ch. Stramel); 3:4 (31:43) C. Bedard /N. Moldenhauer, O. Pickering); 3:5 (34:33) R. Chesley; 3:6 (38:37) I. Howard (F. Nazar III, H. Brzustewicz);
3:7 (49:15) C. Spicer (D. Kaplan); 3:8 (50:21) I. Howard (L. Cooley, S. Powell);

Gruppe B:

Finnland – Schweiz 6:2 (1:1/3:1/2:0)

Ganze 16 Sekunden dauerte es, dann fiel der erste Treffer dieser WM. Jere Lassila überwand den Schweizer Torhüter Alessio Beglieri. Finnland hatte in der Folge durch zwei Powerplays die Chance den Vorsprung auszubauen, was jedoch nicht gelang. Dafür kamen die Schweizer zum Ausgleich. Gregory Weber konnte nach 18 Minuten mit dem ersten Überzahltreffer der WM das 1:1 erzielen.

Das 2. Drittel begann mit einer Strafe gegen die Schweiz und die nutzte Finnland, um ebenfalls einen Powerplaytreffer zu erzielen, Joakim Kemell traf nach 24 Minuten. Wenig später folgte die nächste Strafe gegen die Eidgenossen und diese führte zum 3:1 durch Jani Nyman (26.). eine weitere Strafe überstanden die Schweizer zwar, dennoch gerieten sie mit 4:1 in Rückstand, Lenni Hämeenaho traf nach 31 Minuten. Neun Sekunden nach diesem Treffer kassierte Finnlands Otto Hokkanen nach einem Check von Hinten eine Matchstrafe. Damit hatten die Schweizer die Chance bei fünf Minuten Überzahl das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Ein Treffer gelang den Schweizern auch, allerdings nicht während des Powerplays. Dieses verstrich ohne Tor, drei Minuten vor der Pause konnte aber Thierry Schild Finnlands Torhüter Niklas Kokko zum 4:2 überwinden. Mit diesem Ergebnis ging es in die 2. Pause.

Das letzte Drittel brachte neben kleinen Strafen kurz vor dem Ende den ersten Empty Net Treffer des Turniers. Topi Ronni traf 88 Sekunden vor dem Ende, als es die Schweizer ohne Torhüter versuchten. Und 34 Sekunden vor der Schlusssirene konnte Tuomas Uronen noch das 6:2 erzielen.

Es wurde am Ende ein klarer Erfolg der Finnen, die ab dem 2. Drittel ihre Chancen nutzen konnten.

Schiedsrichter: M. Iwert (GER), P. Schlittenhardt (USA) – P. Laguzov (GER),J. Waleski (USA)
Zuschauer: 692
Strafen: FIN 8 + Matchstrafe O. Hokkanen (Check von Hinten) (6/25/2), SUI 14 (6/6/2)
Tore:
1:0 (00:16) J. Lassila (J. Kemell, K. Kulonummi); 1:1 (17:15) G. Weber (F. Naber) PP1;
2:1 (23:52) J. Kemell (K. Kulonummi) PP1; 3:1 (26:13) J. Nyman (A. Kiviharju, K. Halttunen) PP1; 4:1 (30:58) L. Hämeenaho; 4:2 (37:00) T. Schild (S. Terraneo);
5:2 (58:32) T. Ronni ENG; 6:2 (59:26) T. Uronen;

Lettland – Schweden 3:2 (1:0/2:2/0:0)

Die erste Strafe dieses Spiels brachte auch gleich den ersten Treffer. Schweden in Unterzahl und das nutzt Rainers Darzins nach zehn Minuten zur Führung. Beide Teams kamen im 1. Drittel noch jeweils zu zwei Powerplays, die aber keinen Erfolg brachten. So blieb es nach 20 Minuten beim 1:0.

Schweden versuchte zwar im 2. Drittel Druck aufzubauen, aber die Letten ließen nicht viele Chancen zu. In Überzahl gelang dann aber doch der Ausgleich, Noah Östlund verwandelte eine schöne Vorlage von Liam Öhgren. Doch die Freude über den Ausgleich hielt nicht lange, denn 70 Sekunden später konnte Erasts Nazarenko ebenfalls nach schöner Vorarbeit das 2:1 erzielen. Schweden musste also wieder kommen und sie konnten in Überzahl antworten. Mit einem Schuss vom Bullykreis erzielte Filip Bystedt nach 34 Minuten den Ausgleich. Nun waren wieder die Letten dran und sie antworteten auch. Wieder half eine Strafe, in Überzahl traf Eriks Mateiko 71 Sekunden vor der Pause von der blauen Linie.

Mit der Führung im Rücken baute Lettland im letzten Abschnitt wieder sein Abwehrbollwerk auf. Schweden hatte so zwar mehr vom Spiel, aber vor dem Tor war Feierabend. Lettland griff aber auch an, sofern dies möglich war und so musste Schweden hinten aufpassen. Denn einen vierten Treffer der Letten galt es unbedingt zu vermeiden. 92 Sekunden vor dem Ende nahm Schweden Torhüter Hugo Havelid vom Eis, doch sein Gegenüber Devis Rolovs hielt den etwas überraschenden Sieg der Letten Fest.

Schiedsrichter: L. Kohlmüller (GER), M. Langin (CAN) – D. Kloucek (CZE), T. Wyonzek (CAN)
Zuschauer: 854
Strafen: LAT 0 (4/2/0), SWE 0 (6/2/0)
Tore:
1:0 (09:47) R: Darzins (S. Vilmannis, P. Bulans) PP1;
1:1 (26:14) N. Östlund (L. Öhgren, C. Odelius) PP1; 2:1 (27:24) E. Nazarenko (M. Kruklitis, K. Urbanovics); 2:2 (33:55) F. Bystedt (M. Havelid, F. Wagner) PP1; 3:2 (38:49) E. Mateiko (R. Bukarts, R. Rullers) PP1;

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Tschechien

1

4:2

2

3

2

USA

1

8:3

5

3

3

Kanada

1

3:8

-5

0

4

Deutschland

1

2:4

-2

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

1

6:2

4

3

2

Lettland

1

3:2

1

3

3

Schweden

1

2:3

-1

0

4

Schweiz

1

2:6

-4

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm18/

erschienen bei Icehockeypage