U18WMDie vier Spiele des 2. Spieltags brachten in der Gruppe A Siege für die USA gegen Tschechien und Kanada gegen Deutschland. Die Spiele der Gruppe B gewannen Finnland gegen Lettland und Schweden gegen die Schweiz.

Gruppe A:

USA – Tschechien 6:2 (0:1/4:0/2:1)

Beide starteten mit einem Sieg in die WM und so konnte sich der Sieger dieser Partie große Hoffnungen auf den Gruppensieg machen. Den Tschechen gelang der erste Treffer des Spiels. Jiri Kulich traf nach 13 Minuten mit einem Penalty und erzielte damit seinen dritten Treffer bei dieser WM.

Bis zur 26. Minute hatte dieses Ergebnis bestand, kann gelang den USA in Überzahl der Ausgleich. Und wer auch sonst sollte diesen Treffer erzielen als Isaac Howard, der damit bereits auf fünf Treffer kommt. Und drei Minuten später führten die US-Boys, Jimmy Snuggerud war erfolgreich. 30 Sekunden später stand es 3:1, Ryan Leonard sorgte für den Doppelschlag. Weitere vier Minuten brauchten die USA, um eine Vorentscheidung zu erzielen. Rutger McGroarty konnte nach 33 Minuten auf 4:1 erhöhen.

Mit dem Pausenstand von 4:1 war schon eine Vorentscheidung gefallen und nach 49 Minuten beseitigte Logan Cooley weitere Zweifel an einem Sieg der USA. Denn er erhöhte in Überzahl auf 5:1. Lukas Plos konnte noch nach 53 Minuten auf 5:2 verkürzen, eine Minute später erzielte Rutger McGroarty seinen zweiten Treffer in diesem Spiel zum 6:2-Endstand.

Die USA haben damit aus zwei Spielen sechs Punkte geholt, die Tschechen bleiben bei drei Punkten.

Schiedsrichter: R. Magnusson (SWE), Z. Palkovi (HUN) – E. Cattaneo (SUI), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 1012
Strafen: USA 14 (4/0/10), CZE 8 (0/2/6)
Tore:
1:0 (12:01) J. Kulich PS;
1:1 (25:35) I. Howard (S. Casey, T. Muszelik) PP1; 2:1 (28:26) J. Snuggerud /L. Cooley, C. Gauthier); 3:1 (28:56) R. Leonard (L. Hutson); 4:1 (32:37) R. McGroarty (D. Kaplan);
5:1 (48:35) L. Cooley (C. Gauthier) PP1;

Deutschland – Kanada 3:8 (0:2/2:2/1:4)

Mit einigen Änderungen ging Deutschland in dieses zweite Spiel. Philipp Dietl begann im Tor, Leon Willerscheid war Ersatz. Dazu spielten Edwin Tropmann und Till Michel für Carl Konze und Nikita Krymskiy. Und das Spiel begann gar nicht gut, denn nach bereits neun Sekunden kassierte Moritz Elias nach einem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich eine Matchstrafe. Deutschland überstand dem kanadischen Druck schadlos und spielte dann auch gut mit. Nach acht Minuten geriet Deutschland aber doch in Rückstand. Grayden Siepmann mit einem Schuss von der blauen Linie und 24 Sekunden später David Goyette sorgten für ein 0:2 des Favoriten. Deutschland brach aber nicht auseinander und hielt dieses Ergebnis bis zur Pause.

Und auch im 2. Drittel musste das DEB-Team zwei Treffer innerhalb kurzer Zeit schlucken. Ein Powerplay der Kanadier wurde überstanden, dann aber konnten Connar Bedard in Überzahl mit einem Schuss in den Winkel und Brayden Schuurman mit einem Nachschuss innerhalb von einer Minute auf 0:4 erhöhen. Das DEB-Team kämpfte weiter und konnte sich nach 32 Minuten mit dem 1.4 belohnen. Julian Lutz ließ Kanadas Torhüter Nolan Lalonde mit einem Schuss vom Bullykreis keine Chance. Und es kam noch besser, denn in Überzahl konnte Roman Kechter auf 2:4 verkürzen. Nach einem zuvor starkem Powerplay traf er mit einem Nachschuss. 108 Sekunden vor der Pause war auch für Kanadas Spencer Sova die Partie vorzeitig beendet, er kassierte nach einem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich ebenfalls eine Matchstrafe. Wenig später folgte noch eine kleine Strafe gegen Kanada und somit ein doppeltes Powerplay für Deutschland. Nis zur Pause brachte das noch keinen Erfolg, aber es ging mit einem Überzahl ins letzte Drittel.

63 Sekunden doppelte Überzahl hatte Deutschland zu Beginn des Schlussabschnitts. 25 Sekunden reichten Deutschland, dann waren sie auf ein Tor heran. Julian Lutz mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel verkürzte auf 3:4. Und es blieben ja noch weitere 2:47 Powerplay. Allerdings verkürzte sich das Powerplay, denn auch Deutschland fing sich in der 43. Minute eine Strafe ein. Und kaum war Kanada komplett, konnte Connar Bedard das 3:5 erzielen (44.). Es kam noch schlimmer, denn wieder konnte Kanada schnell einen weiteren Treffer nachlegen. Torschütze war erneut Connar Bedard (45.). Deutschland jubelte wenig später, aber der Videobeweis zeigte klar, dass der Puck am Pfosten landete. Quasi im Gegenzug machte Matthew Wood mit dem 3:7 den Sack für Kanada zu (46.). Beide Teams hatten weitere Chancen und eine nutzte Kanadas Kalem Parker, um in Überzahl zwei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss von der blauen Linie das 3:8 zu erzielen. Mit diesem Ergebnis gewann Kanada am Ende dieses Spiel.

Wieder hat sich das Team gut verkauft, diesmal aber kassierten sie zu viele Treffer innerhalb kürzester Zeit und so wurde es am Ende doch eine deutliche Niederlage. Kanada hingegen konnte nach der klaren Auftaktniederlage nun einen Sieg einfahren.

Schiedsrichter: N. Lundsgaard (DEN), S. Suominen (FIN) – S. Bedynek (AUT), D. Rozitis (LAT)
Zuschauer: 2075
Strafen: GER 14 + Matchstrafe M. Elias (Check gegen den Kopf- und Nackenbereich) (25/4/10), CAN 6 + Matchstrafe S. Sova (Check gegen den Kopf- und Nackenbereich) ) (0/29/2)
Tore:
0:1 (07:16) G. Siepmann (R. Lorenz, N. Collins); 0:2 (07:40) D. Goyette (R. Lorenz, G. Siepmann);
0:3 (24:37) C. Bedard (A. Fantilli, S. Sova) PP1; 0:4 (25:22) B. Schuurman (D. Goyette); 1:4 (31:58) J. Lutz (31:58) J. Lutz (V. Oswald, R. Bettahar); 2:4 (34:25) R. Kechter (J. Lutz, V. Oswald);
3:4 (40:25) J. Lutz (V. Oswald, R. Bettahar) PP1; 3:5 (43:21); 3:6 (44:34) C. Bedard; 3:7 (45:39) M. Wood (J. Davis); 3:8 (57:28) K. Parker PP1;

Gruppe B:

Finnland – Lettland 4:1 (1:1/2:0/1:0)

Auch in diesem Spiel konnte es schon um den Gruppensieg gehen. Beide gewannen ihre Auftaktpartie, wobei die Letten ein wenig überraschten. Und wieder verteidigte Lettland gut, dennoch konnte Finnland nach 12 Minuten durch Kasper Halttunen in Führung. Doch Lettland kam noch im 1. Drittel zum Ausgleich. Bei eigener Unterzahl wurde ihnen ein Penalty zugesprochen und den verwandelte Dans Locmelis 101 Sekunden vor der Pause zum Ausgleich.

Im 2. Drittel lief es besser bei den Finnen. Jere Lassila (24.) und Elmeri Laakso (26.) sorgten für eine frühe 3:1-Führung und einem Torhüterwechsel bei Lettland. Für Deivs Rolovs kam Linards Feldbergs. Die Letten fingen sich wieder und sie konnten weitere Gegentore verhindern. Ein eigener Treffer gelang aber auch nicht.

Lettland ließ zu Beginn des letzten Drittels ein Powerplay ungenutzt und kassierte wenig später das 4.1. Kasper Halttunen traf nach 45 Minuten. Es blieb der letzte Treffer in diesem Spiel und so holte sich Finnland den zweiten Sieg in diesem Turnier.

Schiedsrichter: M. Langin (CAN), J. Sindel (CZE) – D. Kloucek (CZE), T. Wyonzek (CAN)
Zuschauer: 683
Strafen: FIN 4 (2/0/2), LAT 6 (2/0/4)
Tore:
1:0 (11:56) K. Halttunen (J. Nyman); 1:1 (18:19) D. Locmelis PS;
2:1 (23:41) J. Lassila (K. Kulonummi, A. Kiviharju); 3:1 (25:33) E. Laakso (O. Vuorio);
4:1 (44:33) K. Halttunen (A. Karki, T. Ronni);

Schweden – Schweiz 6:2 (0:0/1:2/5:0)

Torlos blieben die ersten 20 Minuten in diesem recht ausgeglichenen Spiel. Schweden hatte zwei Powerplaysituationen, die aber auch keinen Erfolg brachten. Nach 31 Minuten waren es die Schweizer, die in Überzahl den ersten Treffer des Spiels erzielten. Antoine Guinard sorgte für Jubel bei den Eisgenossen. Die Führung hielt aber nur zwei Minuten, dann wurde Leo Carlsson schön auf die Reise geschickt und er verwandelte sicher zum 1:1. Die Schweiz konnte aber erneut in Führung gehen, Gregory Weber traf 58 Sekunden vor der Pause.

Im letzten Drittel gelang es Schweden das Spiel zu drehen und sich abzusetzen. Jonathan Lekkerimäki (44.), Leo Carlsson (45.), in Überzahl Noah Östlund (47.) und Fabian Wagner (47.) drehten das Spiel innerhalb von vier Minuten. Jonathan Lekkerimäki sorgte mit einem weiteren Powerplaytreffer nach 52 Minuten für das 6:2. Die Schweizer versuchten zwar wieder ins Spiel zu kommen, es blieb aber am Ende beim deutlichen Erfolg der Schweden, die damit ihren ersten Sieg bei dieser WM geholt haben. Die Schweizer warten weiter auf den ersten Punkt.

Schiedsrichter: M. Iwert (GER), L. Kohlmüller (GER) – P. Laguzov (GER), T. Schwenk (GER)
Zuschauer: 946
Strafen: SWE 8 (0/6/2), SUI 10 (4/2/4)
Tore:
0:1 (30:56) G. Guinard (G. Weber, L. Füllemann) PP1; 1:1 (32:14) L. Carlsson (O. Pettersson); 1:2 (39:02) G. Weber (K. Fiebiger);
2:2 (43:04) J. Lekkerimäki (M. Havelid); 3:2 (44:46) L. Carlsson; 4:3 (46:34) N. Östlund (L. Öhgren, C. Odelius) PP1; 5:2 (47:18) F. Wagner (R. Rudslatt); 6:2 (51:13) J. Lekkerimäki (T. Almgren, N. Östlund) PP1;

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

2

14:5

9

6

2

Kanada

2

11:11

0

3

3

Tschechien

2

6:8

-2

3

4

Deutschland

2

5:12

-7

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

2

10:3

7

6

2

Lettland

2

4:6

-2

3

3

Schweden

2

8:5

3

3

4

Schweiz

2

4:12

-8

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm18/

erschienen bei Icehockeypage