u16 2022Mit einem Sieg von Österreich gegen Deutschland wurde in Budapest der Europa-Cup der U16-Frauen eröffnet.Ungarn konnte sich im 2. Gruppenspiel nach Penaltyschießen gegen Finnland durchsetzen. Im ersten Spiel der Gruppen B gewann die Schweiz gegen Norwegen. Tschechien gewann die zweite Partie dieser Gruppe gegen Frankreich.

Gr. A: Deutschland – Österreich 0:1 (0:1/0:0/0:0)

Österreich kam als erstes zu guten Angriffen und nach drei Minuten konnten sie den ersten Treffer des Turniers erzielen. Gloria Henek überwand Deutschlands Torhüterin Miriam Siebert mit einem Schuss von der blauen Linie. Deutschland versuchte zwar zu antworten, die Angriffe von Österreich sorgten aber für mehr Torgefahr. Und Österreichs U16 hatte auch mehr vom Spiel. Weitere Tore gelangen aber nicht und so ging es mit einer verdienten Führung in die erste Pause.

Im 2. Drittel kam Deutschland besser ins Spiel und es gab nun auch gute Torchancen. Die erste Strafe des Turniers gegen Österreich brachte den Deutschen zwar einige gute Chancen, aber Österreichs Torhüterin Karla Kronberger hielt die Führung fest. So blieb es nach 30 Minuten beim Stand vom 0:1.

Mit Chancen auf beiden Seiten ging es im Schlussabschnitt weiter. Dann kassierte auch Deutschland nach 33 Minuten die erste Strafe und Österreich kam zu Vorteilen. Kaum komplett spielte Deutschland wieder mit, es gelang aber nicht hier einen Treffer zu erzielen. Österreich gewann am Ende nicht unverdient mit 0:1.

Schiedsrichter: B. Mahr-Stumpf – Z. Gottlibet, L. Juhasz-Berencsi
Strafen: GER 2 (0/0/2), AUT 2 (0/2/0)
Zuschauer: 30
Tore:
0:1 (02:56) G. Henek (S. Unger, E. M. Kohler);
Beste Spielerinnen: Hanna Weichenhain (GER), Zoey Hobitsch (AUT)

Gr. B: Schweiz – Norwegen 2:0 (1:0/0:0/1:0)

Im Eröffnungsspiel der Gruppe B bekamen beide Torhüterinnen gleich viel zu tun. Denn beide Teams kamen zu sehr guten Angriffen und entsprechenden Abschlüssen. Eine Strafzeit gegen Norwegen konnte die Schweiz zur Führung nutzen. Gegen einen Schuss von Ivana Wey war Norwegens Torhüterin chancenlos und so stand es nach zehn Minuten 1:0. Bis zur Pausensirene hatte die Schweiz Vorteile, es blieb aber beim 1:0.

Will die Schweizerinnen ein wenig zu spät aus der Kabine kamen, mussten sie das 2. Drittel in Unterzahl beginnen. Es gelang Norwegen aber nicht den Ausgleich zu erzielen und auch danach taten sie sich schwer zu klaren Chancen zu kommen. Zu gut standen die Schweizerinnen, die auch selbst angriffen, wenn sich die Möglichkeit ergab. Am Ende des Drittels hatte die Schweizerinnen insgesamt wieder mehr Torchancen, ein Treffer wollte aber nicht gelingen und so blieb es beim 1:0.

43 Sekunden nach Wiederbeginn gelang den Schweizerinnen eine Vorentscheidung, Leonie Balzer konnte einen Konter mit dem 2:0 abschließen. Angriffsversuche der Norwegerinnen scheiterten im letzten Drittel meist früh in der Abwehr der Schweiz und so hatten die Schweizerinnen auch im letzten Drittel einen Chancenvorteil. Am Ende blieb es beim 2:0 und so konnte Talina Benderer im Tor der Schweiz als zweite Torhüterin einen Shutout feiern.

Schiedsrichter: B. Mahr-Stumpf – L. Varju-Bartal, D. Bereczki
Strafen: SUI 2 (0/2/0), NOR 2 (2/0/0)
Zuschauer: 63
Tore:
1:0 (09:24) I. Wey (S. Inkamp) PP1;
2:0 (30:43) L. Balzer (I. Wey);
Beste Spielerinnen: Ivana Wey (SUI), Thea Rustbakken (NOR)

Gr. B: Frankreich – Tschechien 1:5 (0:1/0:2/1:2)

Tschechien versuchte von Beginn an Druck aufzubauen, Frankreich versuchte es mit Konter. Doch auch ein erstes Powerplay brachte den Tschechinnen nur wenige gute Torchancen. Abwehr und Torhüterin der Französinnen standen sehr gut und einige Schussversuche konnten geblockt werden. Auch ein zweites Powerplay ließen die Tschechinnen liegen, 24 Sekunden vor der Sirene gelang aber doch noch die verdiente Führung. Viktorie Jilkova konnte einen Querpass von Adele Sapovalivova zum 0:1 ins Tor schießen.

Besser lief es für Tschechien im 2. Drittel. Denn nach 18 Minuten landete ein verdeckter Schuss von Tina Rarivozanany zum 0:2 im Netz des französischen Tores. Auch eine erste Strafe konnte Tschechien nicht stoppen, Barbora Proskova ging nach 21 Minuten durch und erhöhte auf 0:3. Frankreich hatte einige gute Breaks, spätestens vor dem Tor wurden diese aber meistens gestoppt. Die Französinnen konnten sich nach 30 Minuten bei ihrer guten Torhüterin bedanken, dass es nur 0:3 stand.

Kleine Strafen zu Beginn des letzten Drittels sorgten für mehr Platz auf dem Eis und den nutzte Frankreich zum 1:3. Anais Peyne Dingival setzte sich schön durch und konnte nach 33 Minuten den ersten Turniertreffer der Französinnen erzielen. Beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt eine Spielerin auf der Strafbank. Frankreich kam zu weiteren Überzahlsituationen, die aber nicht genutzt werden konnten. Dafür nutzte Tschechien nach 42 Minuten Platz auf dem Eis aus, ebenfalls mit jeweils einer Spielerin weniger auf dem Eis konnte Adela Pankova das 1:4 erzielen. Und zwei Minuten später konnte Linda Vocetkova in Überzahl mit einem Nachschuss sogar auf 1:5 erhöhen.

Es war ein auch in der Höhe verdienter Erfolg für Tschechien, Frankreich hat in der Offensive einfach zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht.  

Schiedsrichter: K. Dosa – Z. Gottlibet, C. Peter
Zuschauer: 37
Strafen: FRA 16 (4/4/8), CZE 16 (0/4/12)
Tore:
0:1 (14:36) V. Jilkova (A. Sapovalivova);
0:2 (17:02) T. Rarivozanany; 0:3 (20:30) B. Proskova (K. Pietraszova, M. Chladova) SH1;
1:3 (32:40) A. Peyne Dingival (A. Avenel); 1:4 (41:23) A. Pankova (A. Sapovalivova); 1:5 (43:16) L. Vocetkova (Z. Mazancova, V. Jilkova) PP1;
Beste Spielerinnen: Anais Peyne Dingival (FRA), Aneta Senkova (CZE)

Gr. A: Ungarn – Finnland 2:1 (0:0/1:0/0:1) n.P.

Finnland kam gleich zu guten Angriffen, von Ungarn kamen nur einige Konter. Beide Teams konnten ihre Chancen im 1. Drittel aber nicht nutzen, es blieben 15 torlose Minuten.

Mit der Schlusssirene kassierte Finnland eine Strafzeit und so konnte Ungarn das 2. Drittel mit einem Powerplay beginnen. Und die Turniergastgeberinnen nutzten diese Chance. Blanka Bereczki überwand Finnlands Torhüterin nach 17 Minuten zum 1:0. Es gab in diesem Drittel einige Torchancen, zumal es einige Strafen gab. Doch beiden Teams gelang es nicht, eine der Chancen zu verwerten und so blieb es beim 1:0.

Finnland versuchte im letzten Drittel den Druck weiter zu erhöhen, aber die Ungarinnen verteidigten auch in Unterzahl sehr gut. Nach 40 Minuten klingelte es doch im Tor der Ungarinnen. Nachsetzten verhalf Finnland zum Ausgleich, Torschützin war Julia Kuusisto. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten blieb es beim 1:1 und so ging es in ein Penaltyschießen.

Dieses ging mit 2:1 an Ungarn, die sich damit zwei Punkte holten. Finnland bekommt einen Punkt gutgeschrieben.

Schiedsrichter: G. Gebei - Z. Gottlibet, C. Peter
Zuschauer: 60
Strafen: HUN 8 (2/4/2), FIN 6 (2/4/0)
Tore:
1:0 (16:48) B. Bereczki (K. Karpati, B. Mozolai) PP1;
1:1 (39:15) J. Kuusisto;
2:1 (45:00) A. Torontali PS;
Beste Spielerinnen: Helga Milibak (HUN), Roosa Vuosalmi (FIN)

Zum Modus: Gespielt wird in zwei Gruppen mit vier Teams. Nach den Gruppenspielen folgen am Samstag die Finalspiele.

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Österreich

1

1:0

1

3

2

Ungarn

1

2:1

1

2

3

Finnland

1

1:2

-1

1

4

Deutschland

1

0:1

-1

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Tschechien

1

5:1

4

3

2

Schweiz

1

2:0

2

3

3

Norwegen

1

0:2

-2

0

4

Frankreich

1

1:5

-4

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://ewihc.eu/

erschienen bei Icehockeypage