wm 2022Mit einem Erfolg der Slowakei gegen Frankreich wurde die Gruppe A der WM in Finnland eröffnet. Am Abend gewann Kanada gegen Deutschland. Die USA gewannen das erste Spiel der Gruppe B gegen Lettland. Finnland gewann das erste skandinavische Duell gegen Norwegen.

Gruppe A:

Frankreich – Slowakei 2:4 (0:1/2:2/0:1)

Die Slowaken waren favorisiert und sie hatten auch die besseren Chancen. So war die Führung nach elf Minuten durch Pavel Regenda verdient. Frankreich versuchte aber mitzuspielen und so gab es in beiden Dritteln einige gute Aktionen. Weitere Tore gab es aber in den ersten 20 Minuten nicht.

65 Sekunden nach Wiederbeginn holte sich Frankreich eine Strafe ab und das Powerplay nutzte die Slowakei zum 0:2. Tomas Tatar traf nach einem guten Powerplay der Slowaken. Frankreich spielte aber weiter mit und nach 27 Minuten kamen sie zum verdienten Anschlusstreffer. Anthony Rech setzte sich durch und traf zum 1:2. Die Franzosen blieben dran und ein schnell vorgetragener Angriff brachte ihnen den Ausgleich. Jordann Perret bekam nach 33 Minuten schön aufgelegt und er ließ dem slowakischen Torhüter keine Chance. Doch die Slowaken konnten in diesem weiter ausgeglichenen Spiel wieder in Führung gehen. Samuel Takac konnte nach 39 Minuten mit einem Abstauber das 2:3 erzielen. Mit diesem Spielstand endete der 2. Abschnitt.

Frankreich versuchte zwar im letzten Drittel wieder zum Ausgleich zu kommen, aber die Slowaken verteidigten gut. Also musste wieder der Versuch mit dem 6. Feldspieler her. 115 Sekunden vor dem Ende ging Frankreichs Keeper vom Eis. Doch die Franzosen kamen einfach nicht durch, immer wieder konnten sich die Slowaken befreien. Und acht Sekunden vor dem Ende konnte Pavel Regenda den Puck zum 2:4 ins leere französische Tor schießen.

Die Slowaken holen sich die ersten Punkte in dieser Gruppe, Frankreich hat sich aber gut verkauft und könnte mit einer solchen Leistung sicherlich manchen Gegner mehr ärgern.

Schiedsrichter: L. Heikkinen (FIN(, J. Rekucki (USA) – D. Beresford (GBR), E. Seewald (AUT)
Strafen: FRA 8 (2/4/2), SVK 4 (4/0/0)
Zuschauer: 3731
Tore:
0:1 (10:23) P. Regenda (M. Grman, M. Roman);
0:2 (21:54) T. Tatar (J. Slafkovsky, R. Lantosi) PP1; 1:2 (26:06) A. Rech (L. Boudon); 2:2 (32:49) J. Perret (V. Claireaux, Y. Auvitu); 2:3 (38:03) S. Takac (A. Liska);
2:4 (59:52) P- Regenda (J. Slafkovsky, P. Ceresnak) ENG;

Deutschland – Kanada 3:5 (0:2/1:3/2:0)

Leichte Aufgaben gibt es bei einer WM nur wenige, aber gleich gegen den Weltmeister starten muss auch nicht unbedingt sein, Deutschland wurde also gleich gefordert und Philipp Grubauer sollte im Tor Gegentore verhindern. Deutschland spielte auch gut mit und so wurde Kanadas Torhüter Logan Thompson auch gefordert. Auch Kanada kam zu guten Angriffen und nach nein Minuten konnte Cole Sillinger mit einem Schuss hoch ins Lange Eck das 0:1 erzielen. Deutschland blieb aber im Spiel, auch wenn Kanada viele Angriffsversuche des DEB-Teams stoppen konnte. Zwei Minuten vor der Pause schlug Kanada erneut zu, Pierre-Luc Dubios überwand Deutschlands Torhüter mit einem verdeckten Schuss in den Winkel.

Deutschland kämpfte weiter und konnte Chancen von Kanada gut verhindern. Sie kamen auch zu eigenen guten Angriffen und nach 28 Minuten konnte erstmals bei dieser WM gejubelt werden. Marc Michaelis verkürzte auch 1:2. Doch Kanada zeigte sich unbeeindruckt und konnte ab der 32. Minute das Spiel für sich entscheiden. Pierre-Luc Dubois (32,) und Kent Johnson (34.) trafen in Überzahl und zwei Minuten vor der Pause erhöhte Noah Gregor auf 1:5. Deutschland beendete das Drittel mit einer guten Torchance, am Spielstand konnte aber nichts mehr geändert werden.

Deutschland kam zu Beginn des letzten Drittels zu einem langen doppelten Überzahlspiel und sie nutzten dies zum 2:5. Matthias Plachta verkürzte nach 73 Sekunden auf 2:5. Das weitere Powerplay brachte eine Großchance, es blieb aber beim 2:5. Wenig später überstand Deutschland erstmals in diesem Spiel eine eigene Unterzahl und versuchte danach wieder selbst zu Torchancen zu kommen. Das gelang auch, denn Kanada holte sich weitere zwei Strafen ab und wieder konnte Deutschland mit zwei Feldspielern mehr agieren. Und wieder führte das zu einem Tor, Moritz Seider hämmerte den Puck zum 3:5 ins kanadische Tor. Deutschland forderte den Kanadiern nun alles ab. Schon 200 Sekunden vor dem Ende ging Torhüter Philipp Grubauer erstmals vom Eis und Deutschland versuchte mit sechs Feldspielern weiter ranzukommen. Kanada verteidigte aber den Vorsprung und gewann am Ende mit 3:5.

Deutschland hat sich gut verkauft, das Team wurde im Laufe des Spiels immer besser und hat Kanada gefordert.

Schiedsrichter: A. Ansons (AUT), R. Sir (CZE) – J. Davis (USA), J. Spur (CZE)
Zuschauer: 4632
Strafen: GER 6 (0/4/2), CAN 8 (0/0/8)
Tore:
0:1 (08:06) C Sillinger (J. Anderson, A. Lowry); 0:2 (17:22) P.-L. Dubois;
1:2 (27:24) M. Michaelis (M. Seider, L. Pföderl); 1:3 (31:37) P.-L. Dubios (N. Roy, D. Bartherson) PP1; 4:1 (33:39) K. Johnson (D. Mercer, T. Chabot) PP1; 1:5 (37:35) N. Gregor (M. Comtois, T. Sanheim);
2:5 (41:13) M. Plachta, (T. Stützle, M. Seider) PP2; 3:5 (52:35) M. Seider (T. Stützle, L. Pföderl) PP2

Gruppe B:

USA – Lettland 4:1 (3:0/1:0/0:0)

Die Letten wurden in diesem Eröffnungsspiel der Gruppe B kalt erwischt. Nach einigen guten Aktionen der Letten machten die USA vor, wie man Tore erzielt. Riley Barber fälschte nach acht Minuten einen Schuss unhaltbar ins Tor ab und sorgte so für den ersten Treffer dieser WM. In Überzahl legte Seth Jones nach elf Minuten das 2:0 nach und in Unterzahl konnte Thomas Bordeleau sogar auf 3:0 erhöhen. Lettland kämpfte zwar, aber nun hatten die USA das Spiel gut im Griff.

Die USA ließen auch nicht nach und sie kamen im 2. Drittel früh zum 4:0. Sam Lafferty ging alleine durch und traf nach 33 Sekunden mit einem Schuss in den Winkel zum 4:0. Die US-Boys hatten das Spiel weiter gut im Griff, Lettland fand einfach nicht ins Spiel. Sie hatten zwar im Laufe des Drittels einige gute Chancen, aber ein Treffer gelang nicht. Die USA beließen es aber auch bei einem Treffer und so ging es mit einem 4:0 in die 2. Pause.

Lettland ging in Überzahl in das letzte Drittel und wann, wenn nicht mit einem Spieler mehr sollte gegen starke US-Boys der erste Turniertreffer gelingen? Es klappte auch, Andris Dzerins konnte per Nachschuss nach 42 Minuten den Treffer zum 4:1 erzielen.

Torlos blieb das letzte Drittel. Die USA mussten ja nicht mehr viel investieren, den Letten gelang es nicht sich mit weiteren Toren zu belohnen.

Ein Sieg der USA war erwartet worden und sie haben schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Lettland muss sich noch steigern, wird dies aber sicherlich auch tun.

Schiedsrichter: M. Rohatsch (GER), K. Vikman (FIN) – J. Merten (GER), S. Synek (SVK)
Strafen: USA 8 (2/6/0), LAT 8 (6/2/0)
Zuschauer: 7938
Tore:
1:0 (07:11) R. Barber (K. Bellows, A. Peeke); 2:0 (10:18) S. Jones (N. Schmidt, A. Galchenyuk) PP1; 3:0 (11:36) T. Bordeleau (S. Jones) SH1;
4:0 (20:33) S. Lafferty (J. Megna);
4:1 (41:47) A. Dzerins (R. Bukarts, K. Cukste) PP1;

Finnland – Norwegen 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Nach einer tollen Eröffnungsshow startete das skandinavische Duell. Finnland war Favorit, aber als Gastgeber natürlich auch unter Druck.

Die Finnen konnten sich klare Vorteile erspielen, Norwegen stand aber gut und konnte viele Angriffe abwehren. Eigene Versuche zu Toren zu kommen, scheiterten im 1. Drittel an Finnlands bekannt starker Abwehr. 89 Sekunden vor der Pause konnte Finnland in Führung gehen. Harri Pesonen hatte sich schön hinter dem Tor versteckt und konnte eine schöne Vorlage zum 1:0 verwerten

Bis zur 32 Minute konnte Norwegen das Spiel offen gestalten, auch wenn Finnland weiter mehr Spielanteile hatte. Dann aber setzte sich Finnland ab. Toni Rajala (32.) und Hannes Björninen (37.) sorgten für eine 3:0-Führung des Vizeweltmeisters von 2021. Wie umkämpft das Spiel trotz der Führung war, zeigte sich kurz nach dem 3. finnischen Treffer. Eine Meinungsverschiedenheit sorgte für jeweils fünf Strafminuten.

Eine frühe Strafe brachte Finnland im letzten Drittel schnell ein Powerplay und das war nach 20 Sekunden wieder beendet. Denn Joel Armia hämmerte einen Querpass nach 96 Sekunden zum 4:0 ins Netz. Norwegen versuchte weiter sich Chancen zu erspielen und sie kamen auch zu guten Möglichkeiten. Insgesamt aber war Finnland das klar bessere Team.  Es ging auch weiter zur Sache und neun Minuten vor dem Ende gab es die ersten Spieldauerdisziplinarstrafen des Turniers. Saku Maenalanen (FIN) und Magnus Brekke (NOR) mussten nach einer weiteren Meinungsverschiedenheit vorzeitig zum duschen. Sportlich konnte Finnland noch einen Treffer setzen, Jere Sallinen traf zwei Minuten vor dem Ende mit einem platzierten Schuss. Finnland gewann am Ende verdient dieses Spiel, Norwegen muss sich noch in der Offensive steigern.

Finnlands Torhüter Jussi Olkinuora hielt seinen Kasten sauber und konnte sich als erster Torhüter dieser WM über einen Shutout freuen.

Schiedsrichter: F. Lawrence (CAN), M. Nord (SWE) – M. Chaput (CAN), N. Constantineau (FRA)
Zuschauer: 11413
Strafen: FIN 12 + Spieldauerdisziplinarstrafe S. Maenalanen (Fighting) (0/7/25), NOR 16 +  Spieldauerdisziplinarstrafe M. Brekke (Fighting) (0/7/29)
Tore:
1:0 (18:29) H. Pesonen (J. Armia, V. Filppula);
2:0 (31:37) T. Rajala; 3:0 (36:06) H. Björninen (M. Anttila, V. Pokka);
4:0 (41:36) J. Armia (S. Vatanen, T. Rajala) PP1; 5:0 (7:56) J. Sallinen (N. Friman, T. Rajala)

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

1

5:3

2

3

2

Slowakei

1

4:2

2

3

3

Dänemark

0

0:0

0

0

4

Kasachstan

0

0:0

0

0

5

Schweiz

0

0:0

0

0

6

Italien

0

0:0

0

0

7

Deutschland

1

3:5

-2

0

8

Frankreich

1

2:4

-2

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

1

5:0

5

3

2

USA

1

4:1

3

3

3

Schweden

0

0:0

0

0

4

Österreich

0

0:0

0

0

5

Tschechien

0

0:0

0

0

6

Großbritannien

0

0:0

0

0

7

Lettland

1

1:4

-3

0

8

Norwegen

1

0:5

-5

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm

erschienen bei Icehockeypage