wm 2022Sechs Spiele gab es am 3 Tag dieser WM. Kanada eröffnete den Spieltag der Gruppe A mit einem Sieg gegen Kanada. Frankreich gewann knapp gegen Kasachstan. Die Schweiz ließ am Abend Dänemark keine Chance. Die Gruppe B startete mit dem ersten Penaltyschießen der WM, Norwegen gewann gegen Großbritannien. Österreich überrascht mit Punktgewinn gegen die USA. Schweden gewann das Duell gegen Tschechien.

Gruppe A:

Italien – Kanada 1:6 (1:1/0:3/0:2)

Wie erwartet bestimmte Kanada von Beginn an das Spielgeschehen, aber Italien verteidigte wieder gut und sie ließen insgesamt auch nicht sehr viele Schüsse zu. Es kam sogar noch besser, denn Phil Pietroniro konnte nach einem Break das 1:0 erzielen. Kanada konnte im 1. Drittel durch Travis Sanheim nach 16 Minuten ausgleichen.

Drei Tore konnte Kanada im 2. Drittel erzielen. Josh Anderson brachte Kanada nach 29 Minuten in Führung. Nicolas Roy (36.) und zwei Minuten später Kent Johnson sorgten für einen 1:4-Zwischenstand.

Im letzten Drittel konnte Dysin Mayo mit einem Schlagschuss auf 1:5 erhöhen (43.). Fünf Minuten vor dem Ende ließ Noah Gregor Italiens Torhüter bei einem Alleingang keine Chance und so endete das Spiel standesgemäß mit 1:6.

Kanada hat damit die erwarteten zwei Siege geholt, Italiens Niederlagen waren auch keine Überraschung.

Schiedsrichter: P. Dehaen (FRA), R. S. Hansen (NOR) – D. Beresford (GBR), D. Zunde (LAT)
Zuschauer: 2616
Strafen: ITA 2 (0/2/0), CAN 8 (0/2/6)
Tore:
1:0 (12:57) P. Pietroniro (B. McNally, L. Frigo); 1:1 (15:50) T. Sanheim (D. Severson, J. Anderson);
1:2 (28:15) J. Anderson (D. Mayo, A. Lowry); 1:3 (37:30) K. Johnson (T. Chabot, M. Bazal);
1:4 (42:40) D. Mayo (M. Comtois, S. Mercer); 1:6 (54:54) N. Gregor (D. Mercer) SH1;

Frankreich – Kasachstan 2:1 (0:1/2:0/0:0)

Frankreich hat im 1. Spiel durchaus überzeugen können, die Slowaken mussten einiges investieren, um gegen sie zu gewinnen. Kasachstan wurde von Dänemark überrollt und so galt es durch eine bessere Leistung in das Turnier zu kommen.

Den Kasachen gelang es auch sich gleich erste Chancen zu erspielen und welche der Franzosen zu verhindern. Nach sechs Minuten musste der Videobeweis helfen. Kasachstan konnte nach einem Konter einen Treffer erzielen und ein Blick auf die Bilder zeigte das dieser korrekt war. Valeri Orekhov war der Torschütze für die Kasachen. Es blieb der einzige Treffer in einem sehr ausgeglichenen Drittel.

Frankreich versuchte im 2. Drittel mehr Druck aufzubauen, aber die Kasachen waren diesmal präsent und sie ließen nicht viel zu. So war es ein insgesamt ausgeglichenes Drittel, in dem Frankreich nach 33 Minuten doch noch zum Ausgleich kam. Alexandre Texier sorgte für etwas Beruhigung auf der französischen Bank. 34 Sekunden vor der Pause kassierte Kasachstan eine Strafe und neun Sekunden später war das Spiel gedreht. Denn Florian Chakiachvili traf mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:1.

Das letzte Drittel verlief ebenfalls recht ausgeglichen, viele richtig gute Torchancen hatten beide Teams nicht. 65 Sekunden vor dem Ende nahmen die Kasachen ihren Torhüter vom Eis, aber Frankreich verteidigte den knappen Vorsprung und holt sich den ersten Sieg bei dieser WM.

Die Defensive beider Teams war gut, beide Teams ließen nur wenige Torchancen zu. Kasachstan zeigte sich von der hohen Auftaktniederlage gut erholt und könnte mit einer solchen Leistung auch noch zu Punkten kommen.

Schiedsrichter: R. Sir (CZE), P. Stano (SVK) – T. Niittyla (FIN), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 1801
Strafen: FRA 2 (2/0/0), KAZ4 (0/4/0)
Tore:
0:1 (05:08) V. Orekhov (N. Mikhailis, J. Blacker);
1:1 (32:31) A. Texier (H. Gallet); 2:1 (39:35) F. Chakiachvili (A. Texier, T. Bozon) PP1;

Dänemark – Schweiz 0:6 (0:1/0:4/0:1)

Beide konnten im ersten WM-Spiel überzeugen und diese siegreich gestalten. Vor allem Dänemark zeigte beim 9:1 gegen Kasachstan eine starke Leistung. Einen klaren Favoriten gab es so in dieser Partie nicht.

Eine frühe Strafe gegen die Schweiz brachte Dänemark in der Anfangsphase Vorteile. Im Anschluss ging es ausgeglichen zu, kein Team konnte sich Vorteile verschaffen. Es waren die Schweizer, die für den ersten Torjubel sorgten. Fabrice Herzog konnte die Eidgenossen nach neun Minuten mit einem verdeckten Schuss in Führung bringen. Die Schweiz kam im Laufe des Drittels zwar auch ei Chancen, zwei weitere Strafen brachten aber den Dänen Vorteile. Weitere Tore fielen im 1. Drittel aber nicht.

Im 2. Drittel gab es einen schnellen Treffer. Nach 54 Sekunden kassierte Dänemark eine Strafe, neun Sekunden später hatte Timo Meier den Puck vom Bullykreis hoch ins lange Eck geschossen. Nun lief es bei den Schweizern und nach 26 Minuten kamen sie zum 0:3. Nach Videobeweis wurde der Treffer von Pius Suter anerkannt. Die Schweizer kontrollierten das Spiel weiter und sie konnten durch Janis Moser nach 33 Minuten relativ einfach zum 0:4. Keiner griff den Torschützen wirklich an und so konnte er ungehindert den Puck unter die Latte schießen. Eine Strafe gegen Dänemark brachte den Schweizer den 2. Powerplaytreffer und somit das 0:5. Philipp Kurashev verwandelte zwei Minuten vor der Pause nach schöner Vorarbeit. Die Dänen dürften froh über den Pausenpfiff geblieben sein, der beim Stand von 5:0 erfolgte.

Dänemark wechselte zum letzten Drittel den Torhüter, für den an den Toren schuldlose Frederik Dichow kam Sebastian Dahm. Die Schweizer mussten nicht mehr viel tun, sie hatten aber trotzdem die besseren Chancen. Und nach drei Vorlagen im 2. Drittel machte es Denis Malgin selbst, er traf in der 47. Minute bei Überzahl der Dänen zum 0:6. Die Schweizer kontrollierten den Rest der Spielzeit und verhalfen Torhüter Leonardo Genoni zu einem Shutout.

Es war eine starke Vorstellung der Schweizer, die Dänemark nicht den Hauch einer Chance ließen. Mit sechs Punkte spielen die Schweizer oben mit, Dänemark hat aber durchaus gute Chancen weiter um den 4. Platz mitzuspielen.

Schiedsrichter: L. Öhlund (SWE), J. Rekucki (USA) – J. Davis (USA), H. Sormunen (FIN)
Zuschauer: 2645
Strafen: DEN 8 (0/6/2), SUI 12 (6/2/4)
Tore:
0:1 (08:58) F. Herzog (A. Glauser, E. Corvi);
0:2 (21:03) T. Meier (J. Moser, D. Malgin) PP1; 0:3 (25:01) P. Suter (D. Malgin); 0:4 (32:39) J. Moser (D. Malgin, P. Suter); 0:5 (37:3)P. Kurashev (N. Hischier, E. Corvi) PP1;
0:6 (46:39) D. Malgin (T. Meier, J. Moser);

Gruppe B:

Norwegen – Großbritannien 4:3 (1:0/2:0/0:3) n.P.

Für beide war es ein durchaus wichtiges Spiel, Punkte aus dieser Partie würden beim Klassenerhalt helfen. Norwegen war leichter Favorit, den Briten war aber alles zuzutrauen.

Den Zuschauern wurde in diesem Spiel einiges geboten. Im 1. Drittel bestimmte Norwegen das Spielgeschehen und konnte durch Andreas Klavestad drei Minuten vor der Pause in Führung gehen.

Im 2. Drittel spielten die Briten mit, die Tore aber erzielte Norwegen. Mathis Olimb konnte jeweils in Überzahl nach 27 und 36 Minuten das Ergebnis auf 3:0 schrauben und so sah Norwegen schon wie der Sieger aus.

Doch die Briten kamen zurück. Innerhalb von vier Minuten sorgten Robert Dowd (53.), Brett Perlini (54.) und Mark Richardson (57.) für den 3:3-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis endete die reguläre Spielzeit und so gab es die erste Verflängerung.

Diese brachte keinen Treffer und so gab es ein Penaltyschießen. Hier konnten Mathias Trettenes und Michael Haga für Norwegen treffen, bei den Briten konnte nur Scott Conway seinen Penalty verwandeln.

Norwegen holt zwei wichtige Punkte, für die Briten könnte dieser eine Punkt noch sehr wichtig werden.

Schiedsrichter: M. Frandsen (DEN), F. Lawrence (CAN) – A. W: Kroyer (DEN), D. Obwegeser (SUI)
Zuschauer: 4651
Strafen: NOR 4 (0/4/0), GBR10 (2/8/0)
Tore:
1:0 (16:13) A. Klavestad (N. Trettenes, L. Hoff);
2:0 (26:35) M. Olimb (K. A. Olimb, J. Johannesen) PP1; 3:0 (35:19) M. Olimb (K. A. Olimb, M. Rosseli Olsen) PP1;
3:1 (52:51) R. Dowd (B. Lake, J. Batch); 3:2 (53:29) B Perlini (E. Mosey, S. Conway); 3:3 (56:09) M. Richardson (B. Perlini, J. Tetlow);
4:3 (65:00)M. Haga PS;

Österreich – USA 2:3 (1:0/1:1/0:1) n.V.

Die Favoritenrolle war hier klar verteilt, ein deutlicher Sieg der US-Boys wurde erwartet. Für Österreich ging es sicherlich nur darum sich gut zu verkaufen. Gegen Schweden gelang das trotz einer knappen Niederlage sehr gut.

Der Außenseiter begann wieder sehr gut und sie konnten in der Anfangsphase Chancen der USA verhindern. Und so hatten die USA in diesem Spiel mehr Probleme, denn im Gegensatz zu Lettland waren die Österreicher gleich präsent. Die USA kamen nicht richtig ins Spiel und die erste Strafe des Spiels sorgte für einen Rückstand. Benjamin Nisser konnte eine schöne Vorarbeit nach 15 Minuten zum 1:0 verwerten. Österreich spielte sehr gute 20 Minuten und führte durchaus verdient mit 1:0.

Österreich konnte auch im 2. Drittel viele Angriffe der USA früh stören so gab es weiterhin kaum gute Chancen der USA. Einige gute Angriffe sorgten außerdem für Gefahr vor dem Tor der USA. Der Druck wurde zwar immer größer, aber Österreich kam dennoch zum 2:0. Paul Huber wurde gut angespielt und er ließ den Torhüter aussteigen. Nach 35 Minuten führte Österreich überraschend mit 2:0. Doch die USA konnten schnell antworten. Kieffer Bellows traf aus spitzem Winkel 17 Sekunden nach dem 2:0 zum 2:1. Österreich blieb aber stabil und verteidigte diesen knappen Vorsprung bis zur Pausensirene.

Die USA kamen einfach nicht richtig ins Spiel, auch wenn sie immer mehr Angriffe durchbrachten. Österreich verteidigte weiterhin gut, es half aber nichts. Eine Strafe brachte den USA ein Powerplay und 20 Sekunden dauerte es, bis Adam Gaudette vom Bullykreis hoch ins lange Eck traf und nach 49 Minuten stand es 2:2. Es gab weiter viel Druck der Amerikaner, aber Österreich kam immer wieder zu gefährlichen kontern. Zum Ende des Drittels konnte Österreich sich noch in Überzahl versuchen, es blieb aber beim 2:2 und somit holt sich Österreich überraschend mindestens einen Punkt.

Das Restpowerplay konnte Österreich nicht treffen und nach 63 Minuten scheiterten sie am Metall des US-Tores. Im Gegenzug brachte ein Puckgewinn Luke Hughes an den Puck und er ließ bei seinem Alleingang Österreichs Torhüter keine Chance. So holten sich die USA den zweiten Punkt.

Österreich hat sich sehr gut verkauft und verdient einen Punkt geholt Die USA hat sich enorm schwer getan und am Ende doch recht glücklich gewonnen.

Schiedsrichter: M. Nord (SWE), M. Stolc (SUI) – M. Chaput (CAN), N. von Oosten (CAN)
Zuschauer: 4228
Strafen: AUT 8 (2/2/4), USA 6 (4/0/2)
Tore:
1:0 (14:25) B. Nisser (M. Kasper)PP1;
2:0 (34:26) P. Huber (A. Wukovits, L. Haudum); 2:1 (34:43) K. Bellows (B. Meyers);
2:2 (48:43) A. Gaudette (A. Galchenyuk, S. Jones) PP1;
2:3 (63:07) L. Hughes (S. Farrell);

Tschechien – Schweden 3:5 (1:1/1:3/1:1)

So richtig überzeugen konnten beide im ersten WM-Auftritt noch nicht, Tschechien hatte Probleme gegen Großbritannien zu gewinnen und Schweden quälte sich gegen Österreich zu einem Sieg. So war ein Sieg in diesem Spitzenspiel für beide wichtig.

Tschechien kam etwas besser in die Partie und es gab gute Chancen. Die Schweden spielten zunächst mehr auf Konter, die auch gefährlich waren. Nach sieben Minuten konnte Tschechien in Führung gehen. Nach einem Puckgewinn im Drittel der Schweden kam David Krejci an den Puck und gegen seinen Hammer war Schwedens Goalie machtlos. Tschechien ließ weiter nicht viel zu, erst zum Ende des 1. Drittels wurde es bei einem ersten Powerplay der Schweden gefährlicher. Und in Überzahl gelang ihnen der Ausgleich. Rasmus Asplund sorgte36 Sekunden vor der Pause für Jubel bei den Schweden.

Zwei Strafen zu Beginn des Mittelabschnitts brachten Schweden ein doppeltes Überzahlspiel und diese Chance ließen sie sich nicht entgehen. Vom Bullykreis konnte Emil Bemström abziehen und es stand 1:2. Tschechien machte auf und Schweden nutzte das zum 1:3. Mathias Brome konnte nach einem Puckgewinn in der neutralen Zone den drittel schwedischen Treffer erzielen. Bei den Tschechen lief nun nicht mehr viel. Ein Powerplay ließen sie liegen und kassierten wenig später das 1:4. Rasmus Asplund traf nach einem Konter und sorgte für einen Torhüterwechsel bei den Tschechen. Für Karel Vejmalka kam Marek Langhamer. Schweden blieb zwar überlegen, musste aber in Unterzahl den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Tomas Kundratek gestaltete das Ergebnis nach 38 Minuten etwas freundlicher. Starke Schweden gingen dennoch mit einer guten 2:4-Führung in die 2. Pause.

Eine frühe Strafe gegen Schweden gab Tschechien die Chance das Spiel wieder richtig spannend zu machen. Das gelang jedoch nicht, dafür fiel nach 45 Minuten die Entscheidung in diesem Spiel Anton Bengtsson gelang nach einem Break der fünfte Treffer für die Schweden. Doch 29 Sekunden später weckte Matej Blumel neue Hoffnungen, er traf nach einem Querpass zum 3:5. Die Tschechen stürmten weiter, aber Schweden stand nun sehr gut und so gab es nicht viele Torchancen. Ein Wechselfehler stoppte die Angriffsversuche und Schweden konnte Zeit von der Uhr nehmen. Zwar versuchte die Tschechen es direkt nach der Strafe noch ohne Torhüter, es blieb aber beim verdienten 3:5.

Schweden siegte verdient, es war eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Spiel erkennbar. Tschechien bleibt bei drei Punkten und muss sich weiter steigern, um bei der WM eine gute Rolle zu spielen.

Schiedsrichter: J. Ingram (CAN), S. MacFarlane (USA) – N. Briganti (USA), S. Synek (SVK)
Zuschauer: 6089
Strafen: CZE 12 (4/6/2), SWE 8 (2/4/2)
Tore:
1:0 (06:03) D. Krejci (R. Cervenka); 1:1 (19:242) R. Asplund (J. Nordström, E. Bemström) PP1;
1:2 (22:47) E. Bemström (L. Wallmark, E. Gustafsson) PP2; 1:3 (25:50) M. Brome; 1:4 (28:52) R. Asplund (E. Gustafsson); 2:4 (37:36) T. Kundratek (R. Cervenka, D. Jiricek) PP1;
2:5 (44:50) A. Bengtsson (M. Brome); 3:5 (45:19) M. Blumel (R. Cervenka, E. Simek);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

2

11:2

9

6

2

Kanada

2

11:4

7

6

3

Dänemark

2

9:7

2

3

4

Slowakei

2

5:4

1

3

5

Deutschland

2

5:6

-1

3

6

Frankreich

2

4:5

-1

3

7

Italien

2

3:11

-8

0

8

Kasachstan

2

2:11

-9

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

2

7:1

6

6

2

Schweden

2

8:4

4

6

3

USA

2

7:3

4

5

4

Tschechien

2

8:6

2

3

5

Norwegen

2

4:8

-4

2

6

Österreich

2

3:6

-3

1

7

Großbritannien

2

4:9

-5

1

8

Lettland

2

2:6

-4

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm