wm 2022Einige Spitzenspiele gab es am 4. Tag der WM. Kanada gewann zum Auftakt der Gruppe A gegen die Slowakei, Deutschland gewann am Abend knapp gegen Frankreich. Die Gruppe B startete mit einem knappen Erfolg gegen Norwegen, Finnland gewann das Spitzenspiel gegen die USA.

Gruppe A:

Slowakei – Kanada 1:5 (1:1/0:2/0:2)

Kanada konnte mit einem Sieg nach drei Spielen die weiße Weste behalten, die Slowaken haben eine ausgeglichene Bilanz aufgewiesen. Kanada ging favorisiert in dieses Spiel und nach elf Minuten konnten sie auch durch Asam Lowry in Führung gehen. Zwei Minuten später nutzte die Slowakei im ersten Powerplay den Ausgleich, sieben Sekunden genügten Samuel Takac, um den Ausgleich zu erzielen.

Im 2. Drittel konnte Pierre-Luc Dubios die Weichen auf Sieg stellen. Erst konnte er nach 27 Minuten in Überzahl das 1:2 erzielen, zwei Minuten vor der Pause traf er zum 1:3. Kanada war in diesem Drittel überlegen und führte verdient.

Die Kanadier ließen im letzten Drittel nichts mehr anbrennen, nutzten aber selbst noch zwei weitere Chancen aus. Cole Sillinger traf nach 42 Minuten zum 1:4 und Morgan Geekie sorgte acht Minuten vor dem Ende für den 1:5-Endstand.

Mit neun Punkten führt Kanada die Tabelle damit zunächst an, kann aber am Dienstag wieder von der Schweiz überholt werden. Die Slowaken müssen sich woanders weitere Punkte holen, um einen Viertelfinalplatz zu erreichen.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), L. Öhlund (SWE) – E. Seewald (AUT), A. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 3585
Strafen: SVK 6 (2/2/2), CAN 8 (4/2/2)
Tore:
0:1 (10:48) A. Lowry (D. Severson, J. Anderson); 1:1 (12:47) S. Takac (S. Nemec, P. Regenda);
1:2 (26:11) P.-L. Dubois (D. Cozens, N. Roy); 1:3 (,37:56) P.-L. Dubois (M. Geekie, R. Graves);
1:4 (41:08) C. Sillinger (A. Lowry, J. Anderson); 1:5 (51:18) M. Geekie (D. Cozens, N. Holden);

Frankreich – Deutschland 2:3 (1:2/1:0/0:1)

Deutschland liegt nach dem Sieg gegen die Slowaken gut im Rennen, Frankreich konnte ebenfalls einen Sieg aufweisen. Für beide ist ein Sieg in diesem Spiel wichtig, um im Rennen um einen Viertalfinalplatz keinen Boden zu verlieren.

Deutschland wechselte den Torhüter, diesmal begann Mathias Niederberger. Und er sah, wie Frankreich nach 89 Sekunden eine frühe Strafe zog. Und das wurde auch gleich zur Führung genutzt. Erst rette noch der Pfosten für die Franzosen, dann aber konnte Daniel Fischbuch das 0:1 erzielen. Er wurde gut angespielt und hatte viel Zeit sich eine Ecke auszusuchen. Und so führte Deutschland nach 124 Sekunden. Wenig später kamen auch die Franzosen zu einem Powerplay und das brachte Deutschland eine gute Breakchance, die aber nicht genutzt werden konnte. Nach diesem Powerplay ging es recht ausgeglichen zu. Frankreich schaffte es Deutschlands Angriffe gut zu stören. Die zweite Strafe gegen das DEB-Team konnte Frankreich zum Ausgleich nutzen. Gegen einen Schuss von Alexandre Texier war Deutschlands Torhüter machtlos und so stand es nach 15 Minuten 1:1. Doch Deutschland konnte erneut in Führung gehen. Alexander Ehl fälschte einen Schuss von Dominik Bittner unhaltbar ins Tor ab und nach 18 Minuten stand es 1:2. Mit leichten Vorteilen für Deutschland und einem Stand von 1:2 ging es in die Kabine.

Vor dem 1:1 von Frankreich musste Tim Stützle angeschlagen in die Kabine gehen und er fehlte auch weiterhin. Das Drittel begann nach einer Chance der Deutschen mit einem Videobeweis, aber der Puck hatte die Torlinie nicht überschritten. Deutschland blieb aber nun zunächst besser und das DEB-Team hatte eine gute Druckphase. Doch die Chancen konnten nicht genutzt werden und das machte Frankreich besser. Ein schöner Angriff wurde von Hugo Gallet nach 32 Minuten mit dem 2:2 abgeschlossen. Nun konnten sich die Franzosen eine Druckphase erarbeiten und Deutschlands Abwehr wurde beschäftigt. So hatte Deutschland zwar im 2. Drittel mehr Spielanteile, es stand aber nach 40 Minuten 2:2.

Es blieb auch im letzten Drittel ein umkämpftes Spiel, beide zeigten vollen Einsatz. Deutschland kam gleich wieder zu einer Druckphase, aber Frankreichs Abwehr ließ nicht viele Schüsse zu und den Rest erledigte Torhüter Sebastian Ylonen. Nach 46 Minuten war aber auch er machtlos. Wieder waren es die Berliner Marcel Noebels und Leonard Pföderl, die zeigten, wie gut sie zusammenspielen. Einen Pass von Noebels konnte Pföderl zum 2:3 ind Tor schießen. Deutschland blieb überlegen, Frankreich kam aber zwischendurch zu gefährlichen Konter. In den letzten Minuten versuchten die Franzosen den Druck zu erhöhen und so musste Deutschland hinten aufpassen. 149 Sekunden vor dem Ende nahm Frankreich den Torhüter vom Eis und so wurde der Druck noch größer. Deutschland kämpfte und verteidigte den Vorsprung und holte sich drei wichtige Punkte.

Frankreich war der erwartet unbequeme Gegner, der Sieg war am Ende aber nicht unverdient.

Es folgen nun zwei Tage Pause, am Donnerstag folgt um 15:20 Uhr das nächste Spiel. Gegner ist dann Dänemark und auch die Dänen sind ein unbequemer Gegner.

Schiedsrichter: R. S. Hansen (NOR), L. Heikkinen (FIN), J. Spur (CZUE), D. Zunde (LAT)
Zuschauer: 2652
Strafen: FRA 0 (2/2/2), GER 0 (4/2/0)
Tore:
0:1 (02:04) D. Fischbuch (L. Pföderl, M. Michaelis) PP1; 1:1 (14:48) A. Texier (T. Bozon, F. Chakiachvili) PP1; 1:2 (17:51) A. Ehl (B. Bittner, M. Kastner); 2:2 (31:18)H. Gallet (Ch. Bertrand, V. Claireaux);
2:3 (45:45) L. Pföderl (M. Noebels, M. Michaelis);

Gruppe B:

Lettland – Norwegen 3:2 (1:1/2:0/0:1)

Lettland wartet nach zwei Niederlagen noch auf den ersten WM-Punkt, Norwegen holte gegen Großbritannien zwei Punkte. Für beide War ein Sieg in diesem Spiel wichtig, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten und vor allem um noch Chancen auf den 4. Platz zu bewahren.

Beide Teams kamen im Laufe des Spiels zu Druckphasen. Lettland konnte im 1. Drittel nach 15 Minuten durch Rodrigo Abols in Führung gehen, Mats Rosseli Olsen traf 79 Sekunden vor der Pause zum Ausgleich. Lettland profitierte im 1. Drittel von einigen Strafen gegen Norwegen, es reichte aber nur zu diesem einen Treffer.

Auch im 2. Drittel wechselten sich beide Teams mit Druckphasen ab. Dann holte sich Norwegen zwei Strafen ab, darunter die erste Matchstrafe des Turniers. Ludvig Hoff musste das Spiel vorzeitig beenden. Das doppelte Powerplay nutzte Lettland zum 2:1 durch Nikolajs Jelisejevs nach 28 Minuten. Und nach 33 Minuten konnte Lettland noch das 3:1 nachlegen, Roberts Bukarts war der Torschütze.

Norwegen versuchte im letzten Drittel das Spiel zu drehen und Max Krogdahl sorgte mit dem 3:2 nach 48 Minuten auch für Hoffnung auf einen Punktgewinn. Doch auch ein Powerplay und die Herausnahme des Torhüters reichten nicht, Lettland gewann am Ende mit 3:2 und zieht damit in der Tabelle an Norwegen vorbei.

Schiedsrichter: M. Frandsen (DEN), K. Vikman (FIN) – N. Constantineau (FRA), A. W. Kroyer (DEN)
Zuschauer: 8351
Strafen: LAT 4 (0/0/4), NOR 10 + Matchstrafe L. Hoff (6/27/2)
Tore:
1:0 (14:04) R. Abols (R. Kenins, R. Balcers), 1:1 (18:41) M. Rosseli Olsen (D. Rokseth, L. Hoff);
2:1 (27:16) N. Jelisejevs (R. Balcers, J. Jaks) PP2; 3:1 (33:00) R. Bukarts (K. Sotnieks, S. Smons);
3:2 (47:12) M. Krogdahl (M. Nordsted, A. K. Olimb);

Finnland – USA (1:0/3:0/

Finnland startete mit zwei Siegen in diese WM. Die USA gaben gegen Österreich überraschend einen Punkt ab. Einen klaren Favoriten gab es nicht, es wurde ein enges Spiel erwartet.

Es ging intensiv zur Sache in dieser Partie, beide Teams gingen voll zur Sache, was sich auch bei den Strafen bemerkbar machte. So war es wenig verwunderlich, dass der erste Treffer des Spiels in Überzahl fiel. Mikael Granlund brachte den Vizeweltmeister nach 18 Minuten mit 1:0 in Führung. Nicht unverdient ging es mit diesem Ergebnis in die 1. Pause.

Es ging weiter hart zur Sache und so bekam das Schiedsrichtergespann einiges zu tun. Nach 63 Sekunden kassierte Austin Watson eine Matchstrafe und so musste die USA für den Rest der Partie auf ihn verzichten und fünf Minuten in Unterzahl spielen. Es dauerte zwar etwas, aber dann konnte Finnland doch das 2:0 erzielen. Valtteri Filppula konnte einen Querpass ins Tor lenken und so stand es nach 25 Minuten 2:0. 54 Sekunden später folgte ein weiterer Powerplaytreffer, wieder wurde ein Querpass verwandelt, diesmal von Sakari Manninen. Die Härte ließ einfach nicht nach und so gab es weitere kleine Strafen. Die Finnen ließen sich davon aber nicht abbringen noch einen weiteren Treffer zu erzielen. Miko Lehtonen zog von der blauen Linie ab und es stand nach 31 Minuten 4:0. Dieser Spielstand hatte trotz weiterer Überlegenheit der Finnen auch nach 40 Minuten bestand.

Zwar konnte die USA das letzte Drittel mit einem Powerplay beginnen, sie mussten aber weiter auf einen Treffer warten. Auch weiterer Druck brachte keinen Erfolg, Finnlands Abwehr stand gewohnt gut. 98 Sekunden vor dem Ende kamen die USA doch noch zum Ehrentreffer, Alex Galchenyuk konnte Finnlands Torhüter mit einem schönen Treffer den Shutout versauen.

Finnland gewann verdient und das vor allem wegen eines starken Powerplays. Drei der vier Tore erzielten die bei numerischer Überlegenheit. Die USA muss disziplinierter werden, sonst könnte es eng werden mit dem Viertelfinale.

Schiedsrichter: M. Nord (SWE), M. Rohatsch (GER) – J. Merten (GER), N. Van Oosten (CAN)
Zuschauer:
Strafen: FIN 14 (6/6/2), USA 16 + Matchstrafe A. Watson (Check gegen Kopf- und Nackenbereich) (6/33/2)
Tore: 11555
1:0 (17:20) M. Granlund (S. Manninen, M. Lehtonen) PP1;
2:0 (24:42) V. Filppula (J. Innala, S. Vatanen) PP1; 3:0 (25:36) S. Manninen (J. Sallinen, M. Granlund) PP1; 4:0 (30:50) M. Lehtonen (T. Hartikainen, S. Manninen);
4:1 (58:22) A. Galchenyuk (L. Hughes, S. Jones);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

3

16:5

11

9

2

Schweiz

2

11:2

9

6

3

Deutschland

3

8:8

0

6

4

Dänemark

2

9:7

2

3

5

Slowakei

3

6:9

-3

3

6

Frankreich

3

6:8

-2

3

7

Italien

2

3:11

-8

0

8

Kasachstan

2

2:11

-9

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

3

11:2

9

9

2

Schweden

2

8:4

4

6

3

USA

3

8:7

1

5

4

Tschechien

2

8:6

2

3

5

Lettland

3

5:8

-3

3

6

Norwegen

3

6:11

-5

2

7

Österreich

2

3:6

-3

1

8

Großbritannien

2

4:9

-5

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm