wm 2022Dänemark quälte sich im ersten Spiel der Gruppe A gegen Italien zu einem Sieg. Die Schweiz gewann am Abend knapp gegen Kasachstan. Österreich konnte im 1. Spiel der Gruppe B gegen Tschechien wieder für eine Überraschung sorgen und zwei Punkte holen. Schweden ließ Dank eines starken 1. Drittels Großbritannien keine Chance.

Gruppe A:

Italien – Dänemark 1:2 (0:1/1:0/0:1)

Italien wartet noch auf einen Sieg bei dieser WM, Dänemark hat nach zwei Spielen eine ausgeglichene Bilanz. Die Dänen sind sicherlich favorisiert, aber Italien sollte nicht unterschätzt werden. Bisher haben sich die Italiener trotz zweier Niederlagen gut verkauft.

Italien stand wie erwartet sehr tief und sie ließen Dänemark kommen. Viele Chancen bekamen diese zunächst nicht, viele Angriffe konnten gestoppt. Dennoch hatte Dänemark klare Vorteile und nach 16 Minuten konnten sie das 0:1 erzielen. In Überzahl ging ein verdeckter Schuss von Nikolaj Ehlers ging durch und die Dänen konnten jubeln. Trotz klarer Überlegenheit der Dänen blieb es nach 20 Minuten bei diesem einen Treffer.

Italien kassierte zu Beginn des 2. Drittels zwei Strafen und die brachten Dänemark sogar 28 Sekunden doppeltes Powerplay. Italien verteidigte aber gut und konnte so ein Gegentor vermeiden. Italien kam erst nach 33 Minuten zur ersten Torchance. Die konnte zwar nicht genutzt werden, brachte aber zumindest ein Powerplay. Ein Treffer gelang aber nicht, das Powerplay brachte nur Entlastung. Doch das zweite Powerplay saß. Die Scheibe lief gut und ein Pass von hinter der Grundlinie konnte von Alex Petan 60 Sekunden vor der Pause zum 1:1 verwandeln.

Das Spiel war also wieder offen und nun musste Dänemark liefern, sollten hier keine Punkte verloren gehen. Und sie kamen auch gut ins Drittel, denn Mathias Bau konnte nach 106 Sekunden das 1:2 erzielen. Italien zeigte sich aber unbeeindruckt und sie kamen wenig später selbst zu einigen Großchancen. Und Italien wurde immer frecher. Fünf Minuten vor dem Ende hatte sie Pech, ein Schuss landete am Pfosten. Italien kämpfte bis zum Ende und es gab auch gute Chancen zum Ausgleich, Dänemark rettete den Sieg aber über die Zeit und hat nun sechs Punkte auf dem Konto. Italien muss weiter auf den ersten Punkt warten.

Schiedsrichter: P. Dehaen (FRA), R. Sir (CZE) – E. Seewald (AUT), J. Spur (CZE)
Zuschauer: 2557
Strafen: ITA 12 (4/6/2), DEN 6 (0/4/2)
Tore:
0:1 (15:54) N. Ehlers (J. Blichfeld, M. Bau) PP1;
1:1 (39:00) A. Petan (D. Hannoun, E. Miglioranzi) PP1;
1:2 (41:46) M. Bau (N. Meyer);

Schweiz – Kasachstan 3:2 (0:0/2:0/1:2)

Während die Schweizer mit zwei Siegen in die WM gestartet sind und dabei überzeugen konnten, warten die Kasachen nach zwei Spielen noch auf den ersten Punkt. So war die Favoritenrolle klar verteilt.

Schweden startete mit einem Pfostenschuss und einer Großchance in diese Partie und so wussten die Kasachen gleich was sie zu erwarten hatten. Und die Schweizer griffen weiter an, die Kasachen konnten sich kaum befreien. Allerdings standen sie sehr gut und so hatten die Schweizer nicht viele gute Torchancen. Viele Angriffe hatte Kasachstan nicht und somit auch nicht viele Torchancen. Die Schweizer schafften es nicht ihre spielerischen Vorteile in Tore umzumünzen und so blieb es nach 20 Minuten beim 0:0.

Im 2. Drittel kamen die Schweizer nach vier Minuten zur verdienten Führung. Ein Schuss von der blauen Linie wurde zu Denis Malgin abgefälscht und er konnte den Puck ins Tor lenken. Wenig später kassierte die Schweiz eine Strafe und statt Chancen für Kasachen gab es gleich mehrere der Schweizer. Zumindest im Anschluss an diese Chancen konnten auch die Kasachen für Gefahr vor dem Tor der Schweizer sorgen. Insgesamt hatte die Schweiz aber klare Vorteile, nur der zweite Treffer wollte einfach nicht gelingen. Immer wieder gelang es den Kasachen irgendwie zu retten. Nach 35 Minuten war aber auch der gute kasachische Torhüter machtlos, Dario Simion konnte ihn zum 2:0 überwinden. Auch wenn Kasachstan im 2. Drittel zu guten Angriffen kam, führten die Schweizer verdient, sie hatten die klar besseren Torchancen und nutzten zwei davon.

Es gab zwar weniger Chancen, aber auch im letzten Drittel hatte die Schweiz das Spiel unter Kontrolle. Dennoch kassierten sie den Anschlusstreffer und das ausgerechnet bei eigener Überzahl. Jesse Blacker konnte alleine durchgehen und nach 46 Minuten auf 2:1 verkürzen. Wenig später hatten die Kasachen einen Spieler mehr zur Verfügung und die Schweizer kamen zu einigen guten Chancen. Da konnten sich die Kasachen mal wieder bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie noch im Spiel waren. Kasachstan gab nicht auf, die Schweiz suchte die Entscheidung. Und so war es ein offenes Spiel, auch wenn die Eisgenossen weiter die besseren Chancen hatte. Und vier Minuten vor dem Ende konnten sie den 3. Treffer erzielen. Nachsetzen hinter dem Tor der Kasachen brachte den Puckgewinn und Fabrice Herzog wurde schön angespielt. Er hatte keine Mühe den Puck ins Tor zu schießen. Doch Kasachstan kam wieder heran. 128 Sekunden vor dem Ende konnte Valerie Orekhov einen Konter zum 3:2 abschließen und so wurde es wieder spannend. Es kam wie so oft, das im Rückstand liegende Team nahm den Torhüter vom Eis. Es blieb aber beim 3:2 und dieser Sieg war insgesamt verdient.

Die Schweizer liegen mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten auf dem 2. Platz, Kasachstan bleibt ohne Punkt auf dem 8. Platz.

Schiedsrichter: R. S. Hansen (NOR), P. Stano (SVK) – D. Beresford (GBR), D. Zunde (LAT)
Zuschauer: 5858
Strafen: SUI 4 (0/2/2), KAZ 4 (0/2/2)
Tore:
1:0 (23:58) D. Malgin (P. Kurashev, J. Siegenthaler); 2:0 (34:32) D. Simion;
2:1 (45:47) J. Blacker SH1; 3:1 (55:39) F. Herzog (A. Ambühl); 3:2 (57:52) V: Orekhov (N. Mikhailis, C. Valk);

Gruppe B:

Tschechien – Österreich 1:2 (1:0/0:0/0:1) n.P.

Tschechien hat einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto, Österreich konnte gegen die USA überraschend einen Punkt holen. Die Tschechen sollten also gewarnt sein, auch wenn sie klarer Favorit waren.

Österreich machte auch gegen die Tschechen zunächst ein gutes Spiel. Die Abwehr stand und sie griffen auch selbst mit an. Nach acht Minuten jubelten die Tschechen, doch der Treffer von Matej Stransky wurde nach Videobeweis nicht gegeben. Tschechien blieb überlegen, konnte aber auch in zwei Powerplays Toren machen. Sie kamen nicht mal zu vielen Torschüssen, denn diese wurde von den Österreichern unterbunden oder geblockt. 121 Sekunden vor Drittelende klingelte es doch noch im Kasten von Österreich. Im Anschluss an eine überstandene Strafe konnte Roman Cervenka frei vor dem Tor stehend angespielt und er hatte keine Mühe den Puck im Tor unterzubringen. Es blieb der einzige Treffer in diesem Anfangsdrittel.

Konnte Österreich das 1. Drittel noch recht ausgeglichen gestalten, legten die Tschechen im 2. Drittel zu. Sie konnten nun mehr Druck aufbauen, nur Tore fehlten weiter. Im Laufe des Drittels konnte Österreich sich ein wenig befreien und selbst Angriffe fahren. Am Ende war das Drittel nach Torschüssen recht ausgeglichen, einen weiteren Treffer gab es nicht.

Eine frühe Strafe gegen Tschechien brachte den Österreichern zu Beginn des letzten Drittels Vorteile. Und der Außenseiter griff auch danach weiter mit an, es galt ja nur einen Treffer aufzuholen. Viele Chancen ließen beide Teams nicht zu, aber das passte zum gesamten Spielverlauf. 62 Sekunden vor dem Ende nahm Österreich den Torhüter vom Eis und versuchte noch zum Ausgleich zu kommen. Und sie konnten diesen wirklich noch erzielen. 28 Sekunden vor der Sirene konnte Brian Lebler per Nachschuss erzielen. So ging Österreich zum zweiten Mal in die Verlängerung.

Bei 3:0 Torschüssen für Tschechien fiel hier keine Entscheidung und so folgte ein Penaltyschießen.

Tschechien Schützen konnten ihre Penaltys nicht verwandeln, für Österreich war Peter Schneider erfolgreich und so holte sich Österreich den zweiten Punkt.

Tschechien liegt nun mit vier Punkte auf dem 4. Platz und muss noch einiges tun, um das Viertelfinale zu erreichen. Österreich kann nun mit drei Punkten noch vom Viertelfinale träumen.

Schiedsrichter: M. Frandsen (DEN), M. Nord (SWE) – N. Constantineau (FRA), A. W. Kroyer (DEN)
Zuschauer: 3264
Strafen: CZE 4 (2/0/2), AUT 4 (4/0/0)
Tore:
1:0 (17:59) R. Cervenka (M. Blumel, T. Kundratek);
1:1 (59:22) B. Lebler (D. Heinrich, P. Schneider);

Schweden – Großbritannien 6:0 (5:0/0:0/1:0)

Schweden konnte ihre beiden Spiele gewinnen, allerdings wenig überzeugend. Großbritannien hat wieder durch viel Einsatz überzeugt und der brachte immerhin einen Punkt. In diesem Spiel waren sie Außenseiter, aber sicherlich nicht chancenlos.

Doch Schweden erwischte die Briten kalt. Nach 13 Sekunden konnte Rasmus Asplund mit einem Nachschuss den schnellsten Treffer dieser WM erzielen. Wenig überraschend hatte Schweden weiter Vorteile, die Briten beschränkten sich wieder auf Konter. Chancen ließen die Schweden aber nicht zu, sie nutzten dafür eine eigene. Nach acht Minuten konnte Joakim Nordström wieder mit einem Nachschuss auf 2:0 erhöhen. Etwas ungewöhnlicher war die Entstehung des 3. Treffers der Schweden, ein Konter brachte nach zehn das 3:0 von Anton Bengtsson. Es lief bei den Schweden und nach 14 Minuten folgte das 4:0, Rasmus Dahlin ließ Großbritanniens Torhüter keine Chance. Fünf Sekunden vor der Pause kam Rasmus Asplund zu seinem zweiten Treffer, in Überzahl traf er wieder per Nachschuss zum 5:0. Die Briten dürften froh gewesen sein die Pausensirene zu hören, denn erst diese stoppte den schwedischen Sturmlauf.

Mit Jackson Whistle für Ben Bowns im Tor gingen die Briten in den 2. Abschnitt. Auch er bekam reichlich zu tun, denn die Schweden bestimmten weiter das Spielgeschehen. Die Briten konnten sich in diesem Drittel vom Druck der Schweden befreien, die natürlich nicht mehr voll zur Sache gehen mussten. So kamen auch die Briten zu guten Torchancen. Einen Treffer konnten die Teams im 2. Drittel nicht erzielen.

Viel passierte im letzten Drittel nicht vor den Toren, beide kamen mit ihren Angriffen nicht mehr so gut durch. Nach 54 Minuten kassierten die Briten doch noch einen weiteren Treffer, Anton Bengtsson traf hoch ins lange Eck und kam so ebenfalls zu seinem zweiten Treffer in diesem Spiel. Es blieb am Ende beim souveränen 6:0-Erfolg und so konnte sich Schwedens Torhüter Magnus Hellberg über einen Shutout freuen.

Schweden übernimmt durch diesen Sieg die Tabellenführung der Gruppe B, Großbritannienliegt im Moment auf dem 8. Platz. Für beide kann sich da aber noch einiges ändern, es sind ja noch vier Spiele zu absolvieren.

Schiedsrichter: F. Lawrence (CAN), M. Rohatsch (GER) – J. Merten (GER), S. Synek (SVK)
Zuschauer: 3012
Strafen: SWE 4 (0/4/0), GBR 10 (2/2/6)
Tore:
1:0 (00:13) R. Asplund (J. Kellman, R. Dahlin); 2:0 (07:43) J. Nordström (A. Larsson, E, Bemström); 3:0 (10:24) A. Bengtsson (M. Brome); 4:0 (13:09) R. Dahlin (J. Pudas, A. Bengtsson); 5:0 (19:55) R. Asplund (J. Kellman, R. Dahlin) PP1;
6:0 (53:09) A. Bengtsson (O. Lang, H. Tommernes);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

3

16:5

11

9

2

Schweiz

2

11:2

9

6

3

Dänemark

3

11:8

3

6

4

Deutschland

3

8:8

0

6

5

Slowakei

3

6:9

-3

3

6

Frankreich

3

6:8

-2

3

7

Italien

2

3:11

-8

0

8

Kasachstan

2

2:11

-9

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

3

14:4

10

9

2

Finnland

3

11:2

9

9

3

USA

3

8:7

1

5

4

Tschechien

3

9:8

1

4

5

Lettland

3

5:8

-3

3

6

Österreich

3

5:7

-2

3

7

Norwegen

3

6:11

-5

2

8

Großbritannien

3

4:15

-11

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm