wm 2022Die Gruppe A startete mit einem Sieg nach Verlängerung der Franzosen gegen Italien. Die Schweiz holte sich das Abendspiel gegen die Slowakei. Im ersten Spiel der Gruppe B gewann Norwegen knapp gegen Österreich. Im skandinavischen Spitzenduell gewann Schweden nach Penaltyschießen gegen Finnland.

Gruppe A:

Frankreich – Italien 2:1 (0:1/0:0/1:0) n.V.

Frankreich hat drei Punkte auf dem Konto und würde mit einem Sieg weiter Chancen haben, den 4. Platz zu erreichen. Für Italien wären Punkte wichtig im Kampf um den Klassenerhalt. Frankreich ging favorisiert in diese Partie, Italien könnte aber durchaus etwas erreichen, wenn es in der Offensive besser klappt. Denn hinten stehen sie recht gut, nur nach vorne passiert noch nicht viel.

Ein Offensivfeuerwerk konnte hier nicht erwartet werden, hinten gut stehen war bisher bei beiden angesagt. Und so gab es auch nicht viele Chancen, wobei die Italiener zunächst Vorteile hatten. Nach recht ausgeglichenem Spielverlauf konnte Italien fünf Minuten vor der Pause in Führung gehen. In Unterzahl erkämpfte sich Luca Frigo den Puck und er ließ Frankreichs Torhüter keine Chance. Und wenige Sekunden vor der Sirene hatte Italien noch eine Großchance, es blieb aber beim nicht unverdienten 0:1.

Italien kam gut aus der Pause und auch Dank eines Powerplays kamen sie zu einigen guten Schüssen. Frankreich tat sich schwer und selbst bei einem Powerplay hatten die Italiener die besseren Chancen. Erst zum Ende des Drittels kamen die Franzosen zu einigen sehr guten Torchancen. Italien verteidigte aber den knappen Spielstand auch bis zur 2. Pause.

Frankreich kam auch im letzten Drittel zunächst nicht zu sehr vielen Schüssen. Wie gewohnt kampfstark hielten die Italiener den Gegner vom Tor fern. Und sie hatten durchaus gefährliche Konter. Frankreich musste also alles riskieren und den Torhüter vom Eis nehmen und sie hatten damit Erfolg. 66 Sekunden vor dem Ende konnte Sacha Treille den Ausgleich erzielen. So sicherten sich die Franzosen zumindest einen Punkt, Italien feierte den ersten Punktgewinn der WM.

Es ging also in eine Verlängerung und diese dauerte gerade 64 Sekunden. Dann konnte Hugo Gallet den Siegtreffer erzielen und so holen die Franzosen zwei Punkte.

Frankreich liegt nun bei fünf Punkten und ist dem Klassenerhalt einen großen Schritt nähergekommen. Sie sind auch noch weiter im Rennen um den 4. Platz, Italien kann zumindest den ersten Punktegewinn der WM feiern.

Schiedsrichter: L. Heikkinen (FIN), L. Öhlund (SWE) – T. Niittyla (FIN), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 1543
Strafen: FRA 10 (2/4/4), ITA 6 (4/2/0)
Tore:
0:1 (14:42) L. Frigo SH1;
1:1 (58:54) S. Treille (D. Fleury, Y. Auvitu);
2:1 (61:04) H. Gallet (T. Bozon);

Schweiz – Slowakei 5:3 (1:1/2:1/2:1)

Die Schweizer sind optimal in das Turnier gestartet und haben nicht umsonst neun Punkte geholt Etwas unter Druck sind die Slowaken, nach drei Punkte aus drei Spielen ist der Weg ins Viertelfinale noch weit.

Das Spiel nahm gleich Fahrt auf. Nach 20 Sekunden kassierten die Schweizer eine Strafe, 32 Sekunden später führten sie durch einen Treffer von Denis Malgin mit 1:0. Er bekam in der neutralen Zone den Puck und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Der Treffer hinterließ etwas Wirkung, denn die Schweizer kamen zu weiteren guten Angriffen. Dennoch kamen die Slowaken nach 11 Minuten zum Ausgleich. Milos Roman konnte einen Nachschuss zum 1:1 verwandeln. Nun waren die Slowaken im Spiel und sie kamen zu weiteren Chancen. Mit Vorteilen für die Schweiz, aber beim Stand von 1:1 ging es in die 1. Pause.

Beide Teams konnten sich im 2. Drittel gleich Torchancen erarbeiten und die Schweizer konnten eine zum 2:1 nutzen. Christian Marti fälschte einen Schuss unhaltbar ins Tor ab und so führten die Eidgenossen nach 24 Minuten mit 2:1. Doch wieder konnten die Slowaken antworten. Juraj Slafkovsky konnte zwei Minuten später mit einem Schuss vom Bullypunkt das 2:2 erzielen. Einige kleine Strafen brachten beiden abwechselnd Powerplays, die für Platz auf dem Eis sorgten. Diesen nutzte Timo Meier. Er kam in der 33. Minute gerade von der Strafbank, da kam auch schon ein Pass und er konnte einen Alleingang starten. Dieser endete mit dem 3:2 für die Schweiz. Es gab weitere Strafen und die sorgten für ein doppeltes Überzahlspiel der Slowaken von 35 Sekunden. Die Schweizer verteidigten den knappen Vorsprung bis zur Pause.

Es blieb ein umkämpftes Spiel, in dem die Schweizer zunächst wieder eine Strafzeit überstehen mussten, um dann zum 4:2 zu treffen. Nico Hischier wurde schön freigespielt und er konnte diesen Platz ausnutzen um den Puck zum 4:2 ins Tor der Slowaken zu schießen. Doch fünf Minuten später waren die Slowaken wieder dran, denn Samuel Takac konnte den Puck aus spitzem Winkel zum 4:3 ins Tor schießen. Nun hatte die Verteidiger der Eisgenossen wieder noch mehr zu tun, denn die Slowaken setzten nach. Sechs Minuten vor dem Ende kassierte Michael Fora auch noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe und eine Minute später folgte eine kleine Strafe. Nun also hatten die Slowaken die große Chance den Ausgleich zu erzielen. Zusätzlich wurde auch noch der Torhüter vom Eis genommen, was den Druck weiter erhöhen sollte. Doch der Ausgleich wollte nicht gelingen, dafür konnte Fabrice Herzog 24 Sekunden vor dem Ende den Treffer zum 5:3-Endstand erzielen.

Mit 12 Punkten aus vier Spielen dürften die Schweizer das Viertelfinale erreicht haben. Drei Punkte auf dem Konto der Slowaken müssen noch deutlich erhöht werden, um noch den 4. Platz zu erreichen.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), J, Rekucki (USA) – J. Davis (USA), H. Sormunen (FIN)
Zuschauer: 2504
Strafen: SUI 21 + Spieldauerdisziplinarstrafe M. Fora (2/10/29), SVK 10 (2/6/2)
Tore:
1:0 (00:52) D. Malgin (P. Suter) SH1; 1:1 (10:33 (M. Roman (R. Lantosi, A. Liska);
2:1 (23:56) Ch. Marti (D. Egli, T. Scherwey); 2:2 (25:32) J. Slafkovsky (M. Kristof, T. Tatar); 3:2 (32:59) T. Meier (P. Suter);
4:2 (45:44) N. Hischier (Ch. Marti); 4:3 (49:07) S. Takac (A. Sykora, M. Grman); 5:3 (59:36) F. Herzog (D. Malgin, P. Suter) ENG;

Gruppe B:

Norwegen – Österreich 5:3 (1:1/2:1/2:1)

Norwegen steht mir zwei Punkten auf dem 7. Platz der Gruppe und benötigt Punkte, um zumindest den Klassenerhalt zu sichern. Österreich überraschte in den letzten beiden Partien und mit weiteren Punkten würde der Klassenerhalt Näherrücken.

Und Österreich machte weiter, wo sie aufgehört hatten, Auch gegen Norwegen wurde gut gespielt und die erste Strafe gegen Norwegen wurde zur Führung genutzt. Dominique Schneider zog von der blauen Linie ab und nach sieben Minuten führte Österreich. Die Norweger ließen die Szene überprüfen und da der Treffer zählte, folgte ein weiteres Powerplay für Österreich. Hier aber konnten die Norweger jubeln, Mats Rosseli Olsen traf nach einem Alleingang und so stand es nach sieben Minuten 1:1. Ausgeglichen war nach 20 Minuten nicht nur der Spielstand, sondern auch das Spiel.

Ein Rest von 56 Sekunden einer Strafe stand bei Österreich noch auf der Uhr und eine Sekunde vor Ablauf der Strafe konnte Andreas Martinsen mit einem Nachschuss das 2:1 erzielen. Doch auch Österreichnahm die Coach´s Challange und ließ diesen Treffer überprüfen. Der Treffer zählte und es gab eine Strafe gegen Österreich. Es blieb beim 2:1 und im Anschluss ging es wieder ausgeglichen zu. Aber nach 26 Minuten kassierte Norwegen eine Strafe und die brachte Österreich den Ausgleich. Gegen einen Schuss von Lukas Haudum war Norwegens Torhüter machtlos und so stand es nach 27 Minuten 2:2. Norwegen antwortete mit einer Druckphase und bei angezeigter Strafe gegen Österreich konnte Martin Roymark einen Schuss von der blauen Linie ins Tor abfälschen und nach 32 Minuten führte Norwegen wieder. Norwegen hatte bis zum Ende des Drittels die besseren Offensivaktionen, es blieb aber beim 3:2.

Für Österreich begann das letzten Drittel mit einer großen Strafe. Philipp Wimmer musste wegen eines Checks gegen Kopf- und Nackenbereich vorzeitig in die Kabine. Norwegens Powerplay wurde aber wegen einer kleinen Strafe vorzeitig gestoppt.  Wenig später waren die Norweger mit zwei Spielern mehr auf dem Eis und Mats Rosseli Olsen konnte nach einem Pass von hinter der Grundlinie aus spitzem Winkel in der 48. Minute das 4:2 erzielen. Österreich versuchte zwar wieder ins Spiel zu kommen und in Überzahl gelang es auch durch Peter Schneider drei Minuten vor dem Ende zum Anschlusstreffer. Österreich drückte weiter und nahm noch den Torhüter vom Eis, aber Norwegen verteidigte gut und drei Sekunden vor der Schlusssirene konnte Martin Ronnild den Puck ins verlassene Tor der Österreicher schieben.

Norwegen holt drei wichtige Punkte und schiebt sich in der Tabelle nicht nur an Österreichvorbei, sondern hat auch noch Chancen auf einen Platz im Viertelfinale. Österreich liegt weiter gut im Rennen, das Ziel Klassenerhalt ist immer noch aus eigener Kraft erreichbar.

Schiedsrichter: F. Lawrence (CAN), M. Stolc (SUI) – M. Chaput (CAN), D. Obwegeser (SUI)
Zuschauer: 6137
Strafen: NOR 14 (6/2/6), AUT 8 + Matchstrafe P. Wimmer (Check gegen Kopf- und Nackenbereich) (4/2/27)
Tore:
0:1 (06:48) D. Heinrich (A. Wukovits, P. Schneider) PP1; 1:1 (07:33) M. Rosseli Olsen (K. A: Olimb) SH1;
2:1 (20:55) A. Martinsen (J. Johannesen, M. Rosseli Olsen) PP1; 2:2 (26:54) L. Haudum (C. Unterweger, M. Ganahl) PP1; 3:2 (31:44) M. Roymark (M. Haga, M. Norstebo);
4:2 (47:32) M. Rosseli Olsen (A. Martinsen (K. A. Olimb) PP2; 4:3 (56:12) P. Schneider (A. Wukovits, D. Heinrich) PP1; 5:3 (59:47) M. Ronnild (K. Jakobsson) ENG;

Finnland – Schweden 2:3 (0:1/2:0/0:1) n.P.

Wenn Finnland und Schweden aufeinandertreffen verspricht das schon ein Spitzenspiel. Wenn dann auch noch beide Teams nach drei Spielen die volle Ausbeute auf dem Konto haben, verspricht das noch mehr Spannung.

Nach ausgeglichenem Beginn kam Finnland zu einem ersten Powerplay und konnte nun viel Druck aufbauen. Ein Treffer gelang ihnen aber nicht. Den machten dann die Schweden. Adam Larsson konnte mit einem Bauerntrick nach 12 Minuten das 0:1 erzielen. Vor beiden Toren war weiter einiges los, Finnland hatte aber durch Powerplays leichte Vorteile. Schweden verteidigte den knappen Vorsprung aber bis zur Pause.

Finnland tat sich im 2. Drittel zunächst schwer, Schweden hatte in der Anfangsphase bessere Chancen. So auch nach 22 Minuten ein Lattenschuss. Zwei Minuten später kam Finnland mit etwas Glück zum Ausgleich. Ein Schuss von Mikko Lehtonen rutschte Schwedens Torhüter durch und der Puck trudelte ins Tor. Zwei Minuten später hatte Finnland das Spiel gedreht, denn Sami Vatanen traf zum 2:1. Beide Abwehrreihen zeigten dann ihre Stärke und so blieb es nach 40 Minuten beim 2:1.

Mit guten Chancen des WM-Gastgebers begann der Schlussabschnitt. Schweden hatte einige Mühe sich zu befreien und gut in das Drittel der Finnen zu kommen. Und doch kamen sie nach 47 Minuten zum Ausgleich. Erik Gustafsson zog von der blauen Linie ab und Joel Kellman hielt seine Kelle in den Schuss. Finnlands Torhüter war hier chancenlos. Große Vorteile konnte sich im letzten Drittel kein Team erspielen, aber das war auch nicht erwartet worden. So blieb es am Ende beim 2:2 und es gab eine Verlängerung.

Diese brachte keine Entscheidung, es folgte also ein Penaltyschießen. Bei den Finnen konnte kein Schütze seinen Penalty verwandeln, für Schweden war Emil Bergström erfolgreich. So holten sich die Schweden den zweiten Punkt.

Beide dürften das Viertelfinale erreicht haben und beiden ist ein guter Verlauf bei dieser WM zuzutrauen.

Schiedsrichter: J. Ingram (CAN), S. MacFarlane (USA) – N. Briganti (USA), N. van Oosten (CAN)
Zuschauer: 11695
Strafen: FIN 6 (0/2/2/0), SWE 6 (4/0/2/0)
Tore:
0:1 (11:38) A. Larsson (J. Peterson, R. Dahlin);
1:1 (23:38) M. Lehtonen (H. Björninen, M. Anttila); 2:1 (25:39) S. Vatanen (M. Lehtonen, J. Armia);
2:2 (46:38) J. Kellman (E. Gustafsson, O. Ekman-Larsson);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

4

19:7

12

12

2

Kanada

3

16:5

11

9

3

Dänemark

3

11:8

3

6

4

Deutschland

3

8:8

0

6

5

Frankreich

4

8:9

-1

5

6

Slowakei

4

9:14

-5

3

7

Italien

4

5:15

-10

1

8

Kasachstan

3

4:14

-10

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

4

17:6

11

11

2

Finnland

4

13:5

8

10

3

USA

3

8:7

1

5

4

Norwegen

4

11:14

-3

5

5

Tschechien

3

9:8

1

4

6

Lettland

3

5:8

-3

3

7

Österreich

4

8:12

-4

3

8

Großbritannien

3

4:15

-11

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm