wm 2022Deutschland gewann das erste Spiel der Gruppe A gegen Italien klar. Die Slowakei erkämpfte sich gegen Kasachstan einen knappen Sieg. Finnland ließ Großbritannien im Auftaktspiel der Gruppe B keine Chance. Lettland gewinnt nach Penaltyschießen gegen Österreich.

Gruppe A:

Deutschland – Italien 9:4 (4:0/2:1/3:3)

Mit einem Sieg würde Deutschland dem Viertelfinale einen großen Schritt näherkommen. Italien benötigt noch Punkte, um die Top-Division zu halten. Das DEB-Team war Favorit, aber die Italiener sind unbequem zu spielen. Es gab beim DEB-Team einige Änderungen. Philipp Grubauer, Korbinian Holzer und Leonard Pföderl pausierten, Tim Stützle fehlte weiter. Leon Gawanke und Lukas Reichel absolvierten ihr erstes Spiel, im Tor begann Mathias Niederberger.

Nach einer ersten Chance für Italien legte Deutschland los und die 6. Minute brachte das erhoffte schnelle Tor. Ein Drehschuss von Alexander Karachun rutschte durch und so kam der Schwenninger zu seinem ersten WM-Tor. Das nächste Debüt folgte eine Minute später, Kai Wissmann setzte sich schön durch und erzielte mit seinem ersten Treffer im Nationalteam das 2:0. Nach 14 Minuten kam ein Jubiläum, ein Fernschuss von Yasin Ehliz landete zum 3:0 im Tor und das war der 25. Länderspieltreffer des Stürmers. Nun wechselte Italien den Torhüter, für Davide Fadani kam Justin Fazio. Es lief beim DEB-Team und das auch in Überzahl. Auch Italiens gutes Unterzahl konnte Deutschland nicht stoppen, Daniel Fischbuch konnte 122 Sekunden vor der Sirene auf 4:0 erhöhen. Wenige Sekunden später kam Leon Gawanke nach einer schönen Kombination zum Schuss, aber dieser landete am Pfosten. Nach einem starken Auftritt ging Deutschland mit dieser 4:0-Führung in die Pause.

Deutschland überließ den Italienern auch im 2. Drittel die erste Torchance, dann ging es wieder in >Richtung italienisches Gehäuse. Die 25. Minute brachte das zweite Powerplay und wieder klingelte es. Lukas Reichel konnte einen Querpass sicher zum 5:0 verwandeln. 27 Sekunden dauerte dieses gut aufgezogene Powerplay. 36 Sekunden später kam Italien zum ersten Treffer. Ein verdeckter Schuss wurde zusätzlich auch noch von Tommaso Traversa abgefälscht und Mathias Niederberger war machtlos. Deutschland machte aber weiter Druck und das mit Erfolg. Daniel Fischbuch stand vor dem Tor und er verwandelte einen von hinter dem Tor kommenden Pass mach 35 Minuten sicher zum 6:1. Der nächste Angriff endete mit einem Metalltreffer von Jonas Müller. Das DEB-Team zeigte weiter eine starke Leistung und sie führten nach dem 2. Drittel verdient mit 6:1.

Im letzten Drittel kam Deutschland gleich zu einer Chance und nach 84 Sekunden zum 7. Treffer in diesem Spiel. Yasin Ehliz wurde schön angespielt und er verwandelte sicher zum 7:1. Die nächste Traumkombination folgte eine Minute später und diese wurde von Alexander Karachun abgeschlossen. Damit hatte auch er seinen zweiten Treffer in diesem Spiel erzielt. Italiens Coach nahm eine Auszeit und er versuchte seine Jungs zu wecken. Es half ein wenig, denn Italien kam nach 48 Minuten zum zweiten Treffer. Einen Konter konnte Luca Frigo erfolgreich abschließen. Beim ersten Powerplay des Spiels konnte Italien das 8:3 erzielen, Daniel Mantenuto fälschte nach 50 Minuten einen Schuss unhaltbar ins Tor ab. 68 Sekunden später war der Puck erneut im Tor der Deutschen, aber nach einer Coach´s Challange wurde der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Auch Italiens Coach nahm zwei Minuten vor dem Ende seine Challange, allerdings erfolglos. Samuel Soramies hatte den Puck ins Tor geschossen und er musste noch etwas warten, bis er seinen ersten Länderspieltreffer endgültig bejubeln konnte. Den Abschluss konnten wieder die Italiener setzen, in Unterzahl konnte Alex Petan 19 Sekunden vor dem Ende für den 9:4-Endstand sorgen. Mit diesem Ergebnis endete im übrigen auch die WM-Partie des letzten Jahres.

Auch wenn bei den Italienern diesmal nicht viel lief, es war über weite Strecke eine starke Leistung des DEB-Teams. Mit nun 12 Punkten rückt das Viertelfinale immer näher, Italien kämpft weiter um den Klassenerhalt.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), L. Öhlund (SWE) – D. Beresford (GBR), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 3311
Strafen: GER 4 (0/0/4), ITA 8 (2/2/4)
Tore:
1:0 (A. Karachun (J. Müller, S. Loibl); 2:0 (06:17) K. Wissmann (M. Kastner); 3:0 (13:14) Y. Ehliz (D. Bittner, M. Michaelis); 4:0 (17:58) D. Fischbuch (K. Wissmann, L. Reichel) PP1;
5:0 (25:01) L. Reichel (M. Noebels, M. Michaelis) PP1; 5:1 (25:37) T. Traversa (E. Miglioranzi, P. Pietroniro); 6:1 (34:55) D. Fischbuch (L. Reichel, K. Wissmann);
7:1 (41:24) Y. Ehliz (M. Michaelis, D. Schmölz); 8:1 (42:45) A. Karachun (D. Schmölz, S. Loibl); 8:2 (47:26) L. Frigo (A. Petan); 8:3 (49:50) D. Mantenuto (A. Trivellato, S. Kostner) PP1; 9:0 (57:04) S. Soramies (K. Wissmann, M. Kastner); 9:4 (59:41) A. Petan (D. Hannoun, D. Glira) SH1;

Kasachstan – Slowakei 4:3 (2:1/0:3/1:0)

Für beide war ein Sieg in diesem Spiel wichtig. Die Slowaken hätten dann den Klassenerhalt so gut wie geschafft und man bliebe im Kampf um den 4. Platz. Für die Kasachen ging es um den Klassenerhalt. Die Slowaken waren Favorit, auch wenn den Kasachen hier etwas zuzutrauen war.

Wenig überraschend hatten die Slowaken gleich mehr vom Spiel. Sie kamen zu guten Chancen und nach vier Minuten landete ein Schuss am Pfosten.  13 Minuten anrennen brachten doch noch den ersten Treffer der Slowaken. Andrej Kollar würde von der kasachischen Abwehr alleine vor dem Tor gelassen und so konnte er einen Querpass ungehindert einschießen. Die erste Strafe gegen die Slowakei brachte Kasachstan den Ausgleich. Einen Schuss von Jesse Blacker konnte der slowakische Torhüter noch abwehren, gegen den Nachschuss von Kirill Panyukov aber war er machtlos und so stand es nach 16 Minuten 1:1. Und es kam noch besser für den Außenseiter, denn auch das zweite Powerplay nach 18 Minuten wurde genutzt. Dmitri Shevchenko stand am langen Eck und konnte einen Pass mit der Rückhand zur Führung ins Tor schießen. Das Spiel war gedreht, denn mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Weitere Angriffe der Slowaken folgten im 2. Drittel, aber die Kasachen arbeiteten hinten sehr gut. Eine Strafe von fünf Minuten gegen Kasachstan sorgte für noch mehr Druck der Slowaken. 46 Sekunden Powerplay brachten den Slowaken den Ausgleich, gegen einen Schuss von Martin Fehervary war Kasachstans Torhüter chancenlos. Den Slowaken gelang nach 34 Minuten noch das 2:3, Adam Liska konnte einen Alleingang verwerten. Kaum komplett, mussten die Kasachen den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ein Angriff der Slowaken wurde unsanft gestoppt und es gab einen Penalty. Diesen verwandelte Juraj Slafkovsky nach 35 Minuten zum 2:4. Weiter dominierende Slowaken führten nach dem 2. Drittel verdient mit 2:4.

Kasachstan gab sich noch nicht geschlagen und nach 44 Minuten waren sie wieder dran. Kirill Panyukov lenkte einen Pass hoch ins lange Eck und es stand nur noch 3:4. Beide Teams erspielten sich weitere Chancen, von der Überlegenheit der Slowaken war nichts mehr übrig. 90 Sekunden vor dem Ende nahmen die Kasachen den Torhüter vom Eis, vielleicht konnte ja noch ein Punkt geholt werden. Doch die Slowaken verteidigten den knappen Vorsprung über die Zeit und holen die drei Punkte.

Mit nun sechs Punkten bleiben die Slowaken im Rennen um einen Viertelfinalplatz, die Kasachen müssen weiter um den Verbleib in der Top-Division zittern.

Schiedsrichter: R. S. Hansen (NOR), R. Sir (CZE) – J. Davis (USA), D. Zunde (LAT)
Zuschauer: 3068
Strafen: KAZ 5 (0/5/0), SVK 6 (4/2/0)
Tore:
0:1 (12:12) A. Kollar (S. Takac); 1:1 (15:17) K. Panyukov (J. Blacker, V. Orekhov) PP1; 2:1 (17:52) D. Shevchenko (R. Starchenko, C. Valk) PP1; 2:2 (29:47) M. Fehervary (A. Liska, J. Slafkovsky) PP1; 2:3 (33:18) A. Liska (M. Kristof) PP1; 2:4 (34:26) J. Slafkovsky PS;
3:4 (43:32) K. Panyukov (V. Orekhov);

Gruppe B:

Großbritannien – Finnland 0:6 (0:2/0:2/0:2)

Ein Sieg der Finnen wurde erwartet, schließlich sind hier die Ansprüche höher. Für die Briten geht es um den Klassenerhalt, aber im Normalfall würde es hier keine hilfreichen Punkte geben.

Nur kurz konnte Großbritannien die Finnen vom Tor fernhalten, dann wuchs der Druck der Finnen. Die 6. Minuten brachte ihnen die Führung, Niklas Friman schoss einen Briten an und von ihm prallte der Puck ins Tor ab. Der Keeper der Briten stand weiter unter Druck und er musste nach 12 Minuten den zweiten Treffer hinnehmen. Juuso Hietanen hämmerte den Puck von der blauen Linie ins Tor. Die Finnen blieben nun überlegen, von den Briten kamen kaum noch Angriffe. Weitere Tore konnten die Finnen aber nicht erzielen, denn der britische Torhüter verhinderte mit guten Paraden einen noch höheren Rückstand.

Finnland blieb das dominierende Team, die Briten kämpften weiter gut. Dennoch kam Finnland nach 27 Minuten zum 3. Treffer, Valtteri Filppula versenkte einen Pass zum 0:3. Und zwei Minuten später konnte Joel Armia alleine durchgehen und auf 0:4 erhöhen. Trotz weiterer klarer Überlegenheit gelang es den Finnen nicht weitere Tore zu erzielen und so blieb es nach 40 Minuten beim 0:4. Denn von den Briten kamen kaum Angriffe und somit auch kaum Torchancen.

Die Überlegenheit der Finnen hielt auch im letzten Drittel an, selbst ein Powerplay der Briten änderte daran nicht viel. Nach 50 Minuten konnte Finnland den 5. Treffer erzielen. Saku Maenalanen fälschte einen Schuss ins Tor ab. Vier Minuten vor dem Ende machte Toni Rajala das halbe Dutzend voll, in Überzahl traf er mit einem Schuss aus dem Bullykreis. Es blieb der letzte Treffer des Spiels, denn die Finnen ließen viele gute Chancen liegen. Die Briten hatten erst gar nichts, was liegengelassen werden könnte.

Nur zehn Schüsse musste Jussi Olkinuora abwehren, dann konnte sich der finnische Torhüter über einen Shutout freuen. Zusammen mit seinem Team hat er nun 13 Punkte gesammelt und dürften das Viertelfinale erreicht haben. Großbritannien bleibt mit einem Punkt auf dem 8. Platz.

Schiedsrichter: P. Dehaen (FRA), M. Frandsen (DEN) – N. Briganti (USA), E. Seewald (AUT)
Zuschauer: 11502
Strafen: GBR 4 (0/2/2), FIN 2 (0/0/2)
Tore:  
0:1 (06:48) N. Friman (S. Vatanen, J. Lammikko); 0:2 (11:38) J. Hietanen (S. Manninen, M. Lehtonen);
0:3 (26:40) V. Filppula (M. Granlund, T. Hartikainen); 0:4 (28:37) J. Armia (N. Friman, H. Pesonen);
0:5 (49:01) S. Maenalanen (E. Lindell, A. Ohtamaa); 0:6 (55:42) T. Rajala (M. Heiskanen, H. Pesonen);

Lettland – Österreich 4:3 (0:0/3:2/0:1) n.P.

Mit einem Erfolg hätten beide den Klassenerhalt fast geschafft und beide hätten noch Chancen auf einen Viertelfinalplatz. Sicherlich waren die Letten leicht favorisiert, aber Österreich spielt bisher eine gute WM und so waren sie hier nicht chancenlos.

Zunächst war es ein ausgeglichenes Spiel, viele Torchancen ließen beide nicht zu. Lettland ließ Österreich kommen und setzte aus Konter. So hatte Österreich leichte Vorteile, einen Treffer sahen die Zuschauer im 1. Drittel jedoch nicht.

Im 2. Drittel nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Die Österreicher konnten nach 70 Sekunden des Mittelabschnitts in Führung gehen. Benjamin Nissner traf mit einem Schuss hoch ins lange Eck und nun mussten die Letten etwas aufmachen. Vier Minuten hielt die Führung, dann konnte Lettland nach einer kleinen Druckphase durch Rudolfs Balcers den Ausgleich erzielen. Zwei Powerplays brachte den Letten Vorteile und nach 30 Minuten das 2:1. Richards Bukarts fälschte einen Schuss von Karlis Cukste unhaltbar ins Tor ab. 27 Sekunden später holten sich die Letten zwei Strafen ab und Österreich kam zu einem doppelten Überzahl. 67 Sekunden brauchten die Österreicher, dann hatte Dominique Heinrich mit einem Schuss von der blauen Linie den Ausgleich erzielt. Doch nach 35 Minuten konnten die Letten erneut in Führung gehen. Rudolfs Balcers traf nach einem Konter zum 3:2. Ein aufregendes Drittel endete mit diesen fünf Toren, hier konnte aber noch einiges erwartet werden.

Entschieden war noch nichts und so ging es auch im letzten Drittel vor beiden Toren hoch her. Die ersten Angriffe und Schüssen hatte Lettland. Dann kam Österreich und sie waren erfolgreicher.  Denn ein Schuss von Kilian Zündel wurde von Thomas Raffl abgefälscht und nach 47 Minuten hatte Österreich die Partie ausgeglichen. Österreich blieb in der Folge überlegen, die Letten kamen kaum noch zu Angriffen. Erst in der zweiten Hälfte des Schlussabschnitts kamen sie wieder gefährlicher in das Drittel der Österreicher. Ein weiterer Treffer gelang den Teams aber in der regulären Spielzeit nicht und so gab es eine Verlängerung.

Chancen gab es hier auf beiden Seiten, so landete ein Schuss der Letten an der Latte. Ein Treffer gab es nicht und so folgte ein Penaltyschießen.

Hier traf Dominique Heinrich für Österreich, für Lettland trafen Nikolajs Jelisejevs und Roberts Bukarts. Die Letten bekommen also den 2. Punkt und haben nun fünf Punkte auf dem Konto. Österreich steht nun bei vier Punkten. Für beide waren die Punkte wichtig, denn nun hat Großbritannien drei Punkte Rückstand auf Österreich.

Schiedsrichter: M. Nord (SWE), M. Stolc (SUI) - M. Chaput (CAN), S. Synek (SVK)
Zuschauer: 8516
Strafen: LAT 10 (6/4/0/0), AUT 10 (4/6/0/0)
Tore:
0:1 (21:10) B. Nissner (A. Wukovits, T. Raffl); 1:1 (25:36) R. Balcers (J. Jaks, E. Abols); 2:1 (29:50) R. Bukarts (K. Cukste, M. Dzierkals) PP1; 2:2 (31:24) D. Heinrich (31:24) P. Schneider, L. Haudum) PP2; 3:2 (35:40) R. Balcers (R. Bukarts);
3:3 (46:21) T. Raffl (K. Zündel,, B. Nissner);

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

4

22:8

14

12

2

Schweiz

4

19:7

12

12

3

Deutschland

5

18:12

6

12

4

Dänemark

4

11:9

2

6

5

Slowakei

5

13:17

-4

6

6

Frankreich

4

8:9

-1

5

7

Italien

5

9:24

-15

1

8

Kasachstan

5

10:24

-14

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

5

19:5

14

13

2

Schweden

4

17:6

11

11

3

USA

4

11:7

4

8

4

Tschechien

4

14:9

5

7

5

Lettland

5

10:16

-6

5

6

Norwegen

4

11:14

-3

5

7

Österreich

5

11:16

-5

4

8

Großbritannien

5

4:24

-20

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm

erschienen bei Icehockeypage