wm 2022

Die Gruppe A startete mit dem Endspiel um den Klassenerhalt in den Tag. Kasachstan gewann gegen Italien und bleibt damit in der Top-Division. Dänemark gewann das Abendspiel gegen Kanada. Tschechien zieht durch einen Erfolg gegen die USA ins Viertelfinale ein. Das Spiel um den Klassenerhalt gewann Österreich gegen Großbritannien.

Gruppe A:

Kasachstan – Italien 5:2 (2:1/2:1/1:0)

Es war für beide das Endspiel um den Verbleib in der Top-Division. Zwei Punkte würden beiden aus diesem Spiel reichen, um dieses Ziel zu erreichen.

Nur verteidigen würde in diesem Spiel nicht helfen, es mussten auch Angriffe gefahren werden. Das taten beide Teams auch, ohne aber zunächst zu große Torchancen zu kommen. Die erste Strafe des Spiels kassierte Italien und diese führte zum ersten Tor des Spiels. Curtis Valk konnte Kasachstan nach 12. Minuten in Führung bringen. Doch auch Italien kann Powerplay, das bewiesen sie nach 15 Minuten. Brandon McNally fälschte einen Schuss ab und es stand 1:1. Allerdings nur 62 Sekunden, dann traf Valeri Orekhov zum 2:1-Pausenstand.

Beide Teams spielten weiter offensiv und so war in beiden Verteidigungsdritteln einiges los. Die Chancenverwertung würde also sehr wichtig werden und hier konnte Kasachstan nachlegen. Alikhan Asetov konnte einen Nachschuss ins Tor schieben. Doch diesmal konnten die Italiener schnell antworten. 57 Sekunden später konnte Diego Kostner traf ebenfalls per Nachschuss und Italien war wieder dran. Kasachstan hatte etwas mehr vom Spiel, Italien kam seltener zu Abschlüssen und sie hatten Pech bei einem Pfostenschuss. 78 Sekunden vor der 2. Pause startete für Kasachstan ein Powerplay von fünf Minuten, Dylan di Perna musste nach einem Check mit dem Knie vorzeitig in die Kabine. Dis zur Sirene änderte sich am Spielstand aber nichts.

Die Kasachen hatten also noch ein langes Powerplay vor sich und somit die Gelegenheit für eine Vorentscheidung zu sorgen. Nach 44 Minuten gelang auch der Treffer zum 4:2, Roman Starchenko traf mit einem verdeckten Schuss aus dem Bullykreis. Italien musste kommen und nach 47 Minuten wurde die Aufgabe noch schwieriger. Nikita Mikhailis verwertete nach einem Konter einen Querpass und nun sah es für die Kasachen nach Klassenerhalt aus. Italiens Torhüter Andreas Bernard hatte nun genug, für ihn kam Justin Fazio. Statt sich hinten reinzustellen griffen die Kasachen weiter an und sie hielten so die Italiener aus dem eigenen Drittel fern. Italien setzte zum Ende alles auf eine Karte, 142 Sekunden versuchten sie es ohne Torhüter. Doch drei Tore aufholen gegen einen gut verteidigenden Gegner war schon eine Aufgabe. Kasachstan ließ keinen weiteren Gegentreffer zu, es blieb am Ende beim 5:2.

Kasachstan war in diesem Spiel insgesamt das bessere Team und sie sicherten sich verdient den Verbleib in der Top-Division. Italien muss sich im kommenden Jahr in der Division 1a versuchen.

Schiedsrichter: J. Rekucki (USA), P. Stano (SVK)H. Sormunen (FIN), J. Spur (CZE)
Zuschauer: 1983
Strafen: KAZ 4 (2/0/2), ITA 7 + Spieldauerdisziplinarstrafe D. di Perna (Check mit dem Knie) (2/25/0)
Tore:
1:0 (11:22) C. Valk (D. Dietz, R. Starchenko); 1:1 (14:57) B. McNally (E. Miglioranzi, P. Pietroniro); 2:1 (15:59) V. Orekhov (N. Mikhailis, M. Rakhmanov);
3:1 (24:29) A. Asetov (Y. Petukhov, J. Blacker); 3:2 (25:26) D. Kostner (D. di Perna, D. Hannoun);
4:2 (43:29) R. Starchenko (D. Dietz, J. Blacker) PP1; 5:2 (46:072) N. Mikhailis (V. Orekhov, P. Akolzin);

Kanada – Dänemark 2:3 (0:2/1:0/1:1

Kanada würde mit einem Sieg im Rennen um den Gruppensieg bleiben, Dänemark würde die Kanadier vom 3. Platz verdrängen. Die Kanadier waren Favorit, chancenlos waren die Dänen aber nicht.

Dänemark versteckte sich keinesfalls und so kamen beide Teams gleich zu guten Angriffen. Beide Torhüter mussten in der Anfangsphase mehrfach klären, was auch gelang. Und die Angriffe der Dänen hatten es in sich. Einen Schuss konnte ein kanadischer Verteidiger gerade noch an die Latte abfälschen. Nach zehn Minuten kam Dänemark zu einem Konter und den konnte Markus Lauridsen erfolgreich abschließen. Zwei Minuten später landete ein weiterer Schuss der Dänen an der Latte. Besser machten es die Dänen nach 15 Minuten. Mit einem Spieler weniger auf dem Eis erkämpften sie sich in der neutralen Zone den Puck und Peter Regin konnte eine Vorlage von Fredrik Storm zum 2:0 verwandeln. Kanada hatte optische Vorteile, Dänemark machte die Tore und sie führten nach dem 1. Drittel nicht unverdient mit 0:2.

Im 2. Drittel lief es für die Kanadier besser. Nach einem Bullygewinn zog Maxime Comtois aus dem Bullykreis ab und nach 153 Sekunden verkürzte Kanada auf 1:2. Kanada drückte weiter und es gab einige gute Schüsse, einer davon landete am Pfosten. Kanada drückte weiter, Dänemark konterte. Neun Minuten später war das Spiel für den Torschützen beendet, nach einem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich kassierte er eine Matchstrafe. Bedeutete also fünf Minuten Powerplay für Dänemark. Die Chance den knappen Vorsprung auszubauen ließen die Dänen liegen. Auch ein weiteres Powerplay sorgte nur dafür das Kanada nicht angreifen konnte und so blieb es nach dem 2. Drittel beim 1:2.

Kanada versuchte weiter zu drücken und nach 43 Minuten scheiterten sie an der Latte. Da beide Teams gute Angriffe hatten, gab es vor den Toren viele Aktionen. Acht Minuten vor dem Ende kam Dänemark zum 1:3. In Überzahl vollendete Mathias Bau einen schönen Spielzug der Dänen und sie führten wieder mit zwei Toren. Kanada kämpfte weiter und sie konnten drei Minuten vor dem Ende verkürzen, Ryan Graves hämmerte den Puck ins Tor. Wenige Sekunden später landete wieder einmal ein Schuss am Pfosten des dänischen Tores. 146 Sekunden vor dem Ende nahm Kanada den Torhüter vom Eis und sie drängten weiter. Die Dänen verteidigten den Vorsprung und sie gewannen damit erstmals bei einer WM gegen Kanada.

Der letzte Spieltag in dieser Gruppe hat es in sich, hier wird schon der Rechenschieber gestartet…

Schiedsrichter: R. Sir (CZE), M. Stolc (SUI) – D. Beresford (GBR), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 4005
Strafen: CAN 8 + Matchstrafe M. Comtois (Check gegen den Kopf- und Nackenbereich) (2/27/4), DEN 8 (2/2/4)
Tore:
0:1 (09:31) M. Lauridsen (M. Asperup, M. Poulsen); 0:2 (14:54) P. Regin (F. Storm) SH1;
1:2 (22:33) M. Comtois (A. Lowry);
1:3 (52:11) M. Bau (N. Ehlers, F. Storm) PP1; 2:3 (56:09) B. Graves (S. Severson, P.-L. Dubios);

Gruppe B:

USA – Tschechien 0:1 (0:1/0:0/0:0)

Mit zehn Punkte aus fünf Spielen haben beide den Platz im Viertelfinale noch nicht gesichert. Der Sieger wäre mit dabei, der Verlierer müsste weiter zittern. Da beide gegen Lettland gewonnen haben, würden beiden ein Punkt zum Erreichen des Viertelfinals reichen.

Nach einem ruhigen Beginn brachte eine Strafe gegen Tschechien den USA erste gute Torschüsse. Den ersten Treffer gab es nach acht Minuten und der ging an die Tschechen. Nach einem Puckverlust im Drittel der Tschechen wurde Matej Blumel auf die Reise geschickt und er lies dem US-Torhüter keine Chance. Der Treffer hinterließ Wirkung, die USA kamen nun nicht mehr so richtig ins Spiel. Tschechien hatte bis zur Pause die besseren Angriffe, es blieb aber beim 0:1.

Im 2. Drittel konnten sich die USA zunächst Vorteile verschaffen, was auch an einem Powerplay lag. Aber die Tschechen verteidigten gut und sie konnten sich auch immer wieder befreien. Tschechien hatte während eines Powerplays seine besten Chancen, es blieb nach 40 Minuten jedoch beim 0:1.

Im letzten Drittel holte sich Kieffer Bellows nach einem Ellenbogencheck eine Strafe von fünf Minuten ab, und so kam Tschechien nach 43 Minuten zu einem langen Powerplay. Die USA verteidigten aber sehr gut und sie ließen keinen Gegentreffer zu. Tschechien verteidigte aber auch gut und so blieb es bei beiden Teams zwar bei guten Angriffen, aber wenig wirklich gute Torchancen. 151 Sekunden vor dem Ende nahmen die USA den Torhüter vom Eis, ein Treffer würde schließlich den Platz im Viertelfinale sichern. Es blieb aber bei einem Treffer in diesem Spiel und somit einem Sieg der Tschechen.

Das Viertelfinale haben die Tschechen erreicht und Torhüter Karel Vejmelka konnte sich außerdem über einen Shutout freuen. 16 Schüsse der USA kamen auf sein Tor und die wurden alle abgewehrt. Die USA sind noch nicht ganz durch, die Chancen den 4. Platz in dieser Gruppe zu erreichen, sind aber gut.

Schiedsrichter: L. Heikkinen (FIN), F. Ingram (CAN) – M. Chaput (CAN), N. van Oosten (CAN)
Zuschauer: 5270
Strafen: USA 7 (0/2/5), CZE 6 (2/2/2)
Tore:
0:1 (07:53) M. Blumel (H. Zohorna);

Österreich – Großbritannien 5:3 (0:1/0:1/5:1)

Für Österreichs Teamchef Roger Bader war es das 100. Länderspiel an der Bande der Österreicher und jedem war klar, was sein Team ihm gerne schenken würde. Einen Punkt benötigte Österreich aus diesem Spiel, dann wäre der Verbleib in der Top-Division gesichert. Nur würden die Briten sicherlich nicht freiwillig Punkte abgeben. Sie benötigten alle drei, sonst wäre das Abenteuer Top-Division für sie beendet.

Großbritannien hatte in der Anfangsphase Vorteile, ohne dabei zu großen Chancen zu kommen. Sie hatten im 1. Drittel klare Vorteile, was auch an einem Powerplay lag. Österreich beschränkte sich auf einige Konter. Erst in der zweiten Hälfte des Drittels konnten sich die Österreicher befreien und sich selbst Chancen erspielen. Das zweite Powerplay nutzten die Briten zur Führung. Matthew Meyers sorgte 60 Sekunden vor Drittelende für erste Sorgenfalten bei den Österreichern. Ein Nachschuss brachte den Briten die Führung nach dem 1. Drittel.

Die Briten waren auch im 2. Drittel vor dem Tor gefährlicher. Nach 117 Sekunden war der Puck auch im Tor der Österreicher. Vom Fuß von Robert Dowd ging der Puck ins Tor und nach Videobeweis gaben die Schiedsrichter diesen Treffer. Nun also war die Aufgabe für Österreich noch schwerer. Sie kamen zwar, aber die Briten verteidigten hart und gut. Konter der Briten sorgten zudem immer wieder für Gefahr. Es blieb in diesem Drittel bei Torchancen, weitere Tore kamen nicht auf die Anzeigetafel.

Für ein Team würden es die letzten 20 Minuten in der Top Division werden und es sah für Österreich nicht gut aus. Nach 45 Minuten gab es ein erstes Powerplay für die Österreicher und das brachte sie heran. Ali Wukovits traf mit einem Hammer zum Anschlusstreffer. Doch zwei Minuten später lagen sie wieder mit zwei Toren zurück. Cade Neilson kam an der blauen Linie der Österreicher an den Puck und gegen seinen Alleingang war Österreichs Torhüter machtlos. Wieder eine Minute später waren die Österreicher wieder auf ein Tor heran. Dominique Heinrich nachte es seinem Mannschaftskameraden nach und hämmerte den Puck ins Tor. Österreich musste im Anschluss eine Strafe überstehen und das gelang auch. Die 52. Minuten brachte erneut Jubel bei den Österreichern, denn Benjamin Nissner erzielte den Ausgleich. Hinter dem Tor der Briten konnte sich Österreich den Puck erkämpfen und der Torschütze überlistete den Torhüter der Briten. Nun mussten die Briten wieder kommen, sie mussten dieses Spiel schließlich nach regulärer Spielzeit gewinnen. Österreich ließ aber nicht viel zu, sie konnten Angriffe der Briten immer wieder stoppen. 66 Sekunden vor dem Ende hatte Österreich das Spiel richtig gedreht, er traf für Österreich zum 4:3. Nach einem geblocktem Schuss kam er an die Scheibe und brachte Österreich den Klassenerhalt einen ganz großen Schritt näher. Die Briten mussten natürlich alles riskieren und so ging 51 Sekunden vor dem Ende der Torhüter vom Eis. Sieben Sekunden später war die Partie endgültig entscheiden, denn Peter Schneider schoss den Puck ins leere Tor.

Wieder verspielten die Briten einen Vorsprung, Österreich rettete sich im Endspurt und sorgte für ein positives Jubiläum des Trainers.

Schiedsrichter: M. Frandsen (DEN), M. Nord (SWE) – J. Merten (GER), D. Obwegeser (SUI)
Zuschauer: 3321
Strafen: AUT 6 (4/0/2), GBR 2 (0/0/2)
Tore:
0:1 (19:00) M. Meyers (B. Perlini, C. Neilson) PP1;
0:2 (21:57) R. Dowd (C. Neilson);
1:2 (44:51) A. Wukovits (P. Schneider, T. Raffl) PP1; 1:3 (46:19) C. Neilson; 2:3 (47:28) D. Heinrich (L. Haudum, M. Kasper); 3:3 (51:26) B, Nissner (T. Raffl); 4:3 (58:54) T. Raffl (P. Schneider, B. Nissner); 5:3 (59:16) P. Schneider (D. Heinrich, B. Nissner) ENG;

Ein weitere Viertelfinalteilnehmer ist damit Tschechien, die letzten Plätze werden am Dienstag vergeben.

Aus der Top-Division verabschieden müssen sich Italien und Großbritannien.

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

6

30:12

18

18

2

Deutschland

6

23:16

7

15

3

Dänemark

6

17:11

6

12

4

Kanada

6

27:17

10

12

5

Slowakei

6

16:18

-2

9

6

Frankreich

6

10:17

-7

5

7

Kasachstan

7

19:31

-12

3

8

Italien

7

12:32

-20

1

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

6

22:5

17

16

2

Schweden

6

26:10

16

15

3

Tschechien

6

19:10

9

13

4

USA

6

14:10

4

10

5

Lettland

6

14:19

-5

8

6

Österreich

7

16:22

-6

7

7

Norwegen

6

13:25

-12

5

8

Großbritannien

7

10:33

-23

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm