wm u20Kanada gewann sein Auftaktspiel der Gruppe A gegen Lettland wie erwartet. Schweden setzte sich im ersten Spiel der Gruppe B knapp gegen die Schweiz durch, Deutschland holt gegen Österreich den ersten Sieg bei dieser WM.

Gruppe A:

Lettland – Kanada 2:5 (1:1/0:3/1:1)

Etwas unerwartet schwer tat sich Kanada bei seinem ersten WM-Auftritt. Zwar konnte Connar Bedard nach acht Minuten mit einem verdeckten Schuss das 0:1 erzielen, doch Rainers Darzins konnte in der 19. Minute nach einem Konter den Ausgleich erzielen.

Das 2. Drittel brachte eine Vorentscheidung. Nach 32 Minuten konnte Lukas Cormier in Überzahl mit einem Schuss vom Bullykreis das 1:2 erzielen und fünf Minuten später folgte ein weiterer Überzahltreffer, diesmal durch Olen Zellweger, der von der blauen Linie abzog und traf. Eine Minute später konnte Ridly Greig mit einer schönen Einzelleistung auf 1:4 erhöhen.

Bogdans Hodass konnte für Lettland nach 45 Minuten mit einem Powerplaytreffer auf 2:4 verkürzen, auch er traf mit einem Weitschuss. Doch Kanada ließ sich das Spiel nicht mehr nehmen, William Dufour traf fünf Minuten später mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:5-Endstand.

Kanada wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Lettland hat sich gut verkauft, bleibt aber auch nach zwei Spielen ohne Punkte.

Schiedsrichter: R. Brandner (FIN), K. Kowalski (CAN) – K. Briganti (USA), A. Hofer (GER)
Strafen: LAT 8 (0/6/2), CAN 10 (0/0/10)
Tore:
0:1 (07:31) C. Bedard (D. Sebrango, M. McTavish); 1:1 (18:06) R. Darzins;
1:2 (31:23) L. Cormier (J. Roy, J. Thompson) PP1; 1:3 (36:17) O. Zellweger (C. Bedard, M. McTavish) PP1; 1:4 (37:16) R. Greig (W. Dufour);
2:4 (44:56) B. Hodass (G. Silkalns, K. Veinbergs) PP1; 2:5 (54:44) W. Dufour (R. Greig, Z. Ostapchuk);

Gruppe B:

Schweden – Schweiz 3:2 (0:0/1:0/2:2)

Schweden ging zwar favorisiert in diese Partie, aber die Schweizer sollten nie unterschätzt werden. Und sie konnten das Spiel im 1. Drittel zunächst ausgeglichen gestalten. Drei Strafzeiten gegen Schweden brachten der Schweiz im Laufe des Drittels Vorteile, aber ein Treffer wollte nicht gelingen. So blieb es ein torloses Anfangsdrittel.

Viele Torchancen gab es im 2. Drittel nicht, beide Teams standen gut und ließen kaum Schüsse zu. Und zwei gut aufgelegte Torhüter waren auf den Posten, wenn es erforderlich war. Schweden kam im Laufe des Drittels zu Vorteilen, die sich aber nach einer weiteren Strafe wieder aufhoben. Drei Minuten vor dem 2. Seitenwechsel fiel dann doch der erste Treffer des Spiels. Daniel Torgersson kam vor dem Tor an den Puck und konnte diesem im Tor unterbringen. Am Ende des Drittels führte Schweden nicht unverdient, entschieden war aber noch nichts.

Eine Vorentscheidung gelang den Schweden 24 Sekunden nach Wiederbeginn, Daniel Torgersson erzielte mit einem Schuss aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer. Vom Bully weg folgte ein weiterer Angriff der Schweden und zehn Sekunden nach dem 2:0 stand es 3:0. Diesmal traf Isak Rosen mit einem Schuss ins kurze Eck. Nach einer überstandenen ersten Strafzeit kamen die Schweizer zu ihrem ersten Treffer bei dieser WM. Attilio Biasca setzte sich durch und konnte verkürzen. Genau 60 Sekunden später waren die Schweizer wieder dran, Dario Allenspach schürte neue Hoffnung auf einen eventuellen Punktgewinn. Knapp sieben Minuten vor dem Ende kassierte Schwedens Theodor Niederbach nach einem Bandencheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe und so bekamen die Schweizer die große Chance in einem langen Powerplay das Spiel zumindest auszugleichen. Es konnte auch viel Druck ausgeübt werden und Schwedens Torhüter musste einige starke Paraden zeigen. Eine Strafzeit beendete das Powerplay vorzeitig und sorgte nach einem vier gegen vier sogar für ein kurzes Powerplay der Skandinavier. 37 Sekunden vor dem Ende konnten die Schweizer den Torhüter vom Eis nehmen, doch Schweden verteidigte den knappen Vorsprung und holt sich im ersten WM-Spiel einen Sieg.

Es war ein hartes Stück Arbeit für die Schweden, die Schweiz hat sich gut verkauft.

Schiedsrichter: S. Fernandez (USA), R. Hennessy (USA) – C. Huseby (CAN), J. Rey (USA)
Strafen: SWE 13 + Spieldauerdisziplinarstrafe T. Niederbach (Bandencheck) (6/2/25), SUI 4 (0/0/4)
Tore:
1:0 (36:55) D. Torgersson (S. Edvinsson, H. Grans);
2:0 (40:24) D. Torgersson (T. Niederbach); 3:0 (40:34) I. Rosen (D. Ljungman, F. Lysell);  3:1 (48:47) A. Biasca (J. Henry, A. Nussbaumer); 3:2 (49:47) D. Allenspach (J. Fahrni);

Deutschland – Österreich 4:2 (1:1/3:1/0:0)

Bei Deutschland begann diesmal Florian Bugl und auch Luca Münzenberger war mit dabei. Für ihn pausierte Leon van der Linde und auch Luca Hauf war nicht im Aufgebot. Das DEB-Team war Favorit, eine eher ungewohnte Rolle.

Deutschland begann gut und es gab gleich zwei gute Torchancen. Nach drei Minuten bremste das Team aber eine erste Strafzeit. Denn diese nutzte Österreich mit einem Schuss aus dem Bullykreis zur frühen Führung. Absender des Schusses war Senna Peeters. Deutschland blieb unbeeindruckt und erspielte sich weitere Chancen. Österreich konterte aber zwischendurch immer gefährlich. Dennoch waren es die DEB-Spieler, die nach acht Minuten jubeln konnten. Josef Eham traf nach einem Querpass zum verdienten Ausgleich. Deutschland blieb überlegen, konnte aber, genau wie Österreich, ein weiteres Powerplay nicht ausnutzen. Trotz weiterer Chancen, vor allem auf deutscher Seite, blieb es nach 20 Minuten beim 1:1.

Deutschland versuchte auch im 2. Drittel weiter Druck aufzubauen, aber Fehler brachten Österreich gute Chancen. Eine nutzten sie zur erneuten Führung, mit einem Schuss aus der Drehung traf Jonas Dobnig nach 100 Sekunden zum 1:2. Doch Deutschlands U20 konnte schnell antworten. 117 Sekunden später fälschte Alexander Blank einen Schuss von Adrian Klein unhaltbar für Torhüter Sebastian Wraneschitz zum Ausgleich ab. Nach 25 Minuten wurde ein Angriff von Österreich unsanft gestoppt und es gab einen Penalty. Senna Peeters scheiterte aber an Deutschlands Torhüter. Beide Teams hatte in diesem Drittel weitere gute Torchancen, die Torhüter konnten sich mehrfach auszeichnen. Das zweite Powerplay des DEB-Teams in diesem Spiel brachte Deutschland die erste Führung. Alexander Blank zog vom Bullypunkt ab und der Schuss landete im langen Eck zur 3:2-Führung. Kaum komplett folgte nach 30 Minuten die nächste Strafe gegen Österreich und wieder konnte diese ausgenutzt werden. Alexander Blank wurde schön angespielt und er erzielte mit seinem 3. Treffer in der 32. Minute einen lupenreinen Hattrick. Gleich vier Minuten Powerplay gab es nach für Deutschland ab der 34. Minute. Österreich überstand diese vier Minuten jedoch unbeschadet. Es blieb nach 40 Minuten beim verdienten 4:2 für Deutschland.

Zu sicher sollte sich ein Team auch bei einer Führung mit zwei Toren nicht sein, zumal die Österreicher im Laufe des Spiels sehr gute Chancen hatte. In den ersten Minuten konnte beide Teams Torchancen verhindern, ehe Österreich zu guten Möglichkeiten kam. Bis Luca Auer nach 46 Minuten nach einem Kniecheck eine fünf Minuten Strafe kassierte und vorzeitig duschen durfte. Nun hatte Deutschland wieder Vorteile und es gab einige Torschüsse. Doch zwei kleine Strafen gegen Deutschland sorgten sogar für ein Powerplay der Österreicher. Doch auch Deutschland ließ kaum gute Chancen zu und so blieb es weiter ein torloses Drittel. Österreich gab nicht auf und sie versuchten es in den letzten 70 Sekunden ohne Torhüter. Doch durch gutes Stören gelang es dem DEB-Team Bullys im Drittel von Österreich zu holen und so musste der Torhüter immer wieder zurück. Es blieb am Ende beim verdienten 4:2-Erfolg.

Mit diesem Sieg hat Deutschland einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Überragend war dabei Alexander Blank, der neben seinen drei Treffern auch am vierten Tor mit einer Vorlage beteiligt war. Ansonsten war es eine geschlossene Teamleistung. Österreich hat ein gutes Spiel abgeliefert, steht am Ende aber mit leeren Händen da.

Schiedsrichter: A. Kika (CZE), J. Kova (FIN) – E. Cattaneo (SUI), S. Oliver (CAN).
Strafen: GER 8 (4/0/4), AUT 17 + Spieldauerdisziplinarstrafe L. Auer (Kniecheck) (2/8/27)
Tore:
0:1 (02:45) S. Peeters (M. Urbanek, I. Scherzer) PP1; 1:1 (08:00) J. Eham (A. Blank, A. Dziambor);
1:2 (21:40) J. Dobnig (S. Peeters, J. Scherzer); 2:2 (23:37) A. Blank (A. Klein, J. Eham); 3:2 (28:49) A. Blank (J. Volek, J. Samanski) PP1; 4:2 (31:03) A. Blank (J. Volek, M. Schweiger) PP1;

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

1

6:1

5

3

2

Kanada

1

5:2

3

3

3

Tschechien

1

3:2

1

3

4

Slowakei

1

2:3

-1

0

5

Lettland

2

3:11

-8

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

1

5:1

4

4

2

Schweden

1

3:2

1

3

3

Deutschland

2

5:7

-2

3

4

Schweiz

1

2:3

-1

0

5

Österreich

1

2:4

-2

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm20/

erschienen bei Icehockeypage