logo debIm zweiten Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft in Dänemark gegen Frankreich im Berliner Wellblechpalast ging es im Vergleich zu Donnerstag wesentlich enger zu. 1:1 (0:0/0:1/1:0) hieß es nach 60 Minuten, in der Verlängerung gelang Deutschland der Siegtreffer.

deb 02Foto: SteMi HobbyfotografieDas 7:1 von Donnerstag hat natürlich für einen weiteren positiven Schub gesorgt. Der Schwung sollte natürlich mitgenommen werden, auch wenn es einige Änderungen bei der Aufstellung gab. Fünf Feldspieler wurden ausgetauscht, Markus Eisenschmid debütierte. Im Tor wechselten sich Niklas Treutle und Mathias Niederberger ab. Für Frankreich ging es natürlich auch darum, sich zu rehabilitieren, eine Leistung wie Donnerstag sollte nicht wiederholt werden. Florian Hardy begann diesmal im Tor der „Blauen“, bei den Feldspielern gab es zwei Änderungen.

Die Franzosen begannen wesentlich konzentrierter als noch am Donnerstag und hatten, begünstigt durch eine Strafe gegen das DEB-Team, auch die erste Chance des Spiels. Deutschland antwortete aber ebenfalls mit einer Chance und in der Folge ging es nach Chancen ausgeglichen weiter. Beide Teams nutzten zwar ihre Powerplays nicht, hatten aber trotzdem einiges an Torchancen. Genutzt wurde aber keine und so blieb das 1. Drittel torlos.

Deutlich offensiver kam Deutschland aus der Kabine und setzte Frankreich mehr unter Druck. Frankreich kam aber immer wieder zu guten Breaks. Niklas Treutle verließ nach 30 Minuten wie angekündigt das Tor, er zeigte eine gute Leistung. Das deutsche Team hatte weiter gute Chancen, nutzte diese aber nicht. Anders Frankreich, nach 36 Minuten wurde Anthony Rech auf die Reise geschickt und der ließ Mathias Niederberger keine Chance. Deutschland hatte bis zur Pause zwar weitere gute Gelegenheiten den ersten Treffer zu erzielen, das gelang aber nicht.

deb 03Foto: SteMi HobbyfotografieDas letzte Drittel begann mit einer Reststrafe gegen Deutschland, die unbeschadet überstanden wurde. Kaum komplett, gelang der Ausgleich. Yasin Ehliz überwand Frankreichs Goalie nach 114 Sekunden zum verdienten 1:1. Markus Eisenschmid gab bei seinem Debüt eine Vorlage. Das deutsche Team setzte nach, Frankreich Abwehr und der Goalie verhinderten aber immer wieder ein Gegentor. Nach vorne kam von den Gästen nun nicht mehr sehr viel, dafür wurde der Druck auf das französische Tor immer größer. Ein Treffer wollte aber einfach nicht gelingen. Und so blieb es nach 60 Minuten beim 1:1, mit dem Frankreich an Ende sehr gut bedient war.

Die auf fünf Minuten angesetzte Verlängerung begann mit einem Lattentreffer Frankreich nach 36 Sekunden. Im Gegenzug hatte auch das deutsche Team eine gute Torchance. Beide hatten weitere Chancen, Frankreich traf dabei erneut die Latte. Wieder im Gegenzug fiel der entscheidende Treffer der Partie. Yasin Ehlitz traf zwei Minuten vor Ende der Verlängerung.
Es war nicht alles Silber, was da beim deutschen Team glänzte, dennoch sahen die Zuschauer ein gutes deutsches Team. Es gibt aber weiterhin noch einiges zu tun für den Bundestrainer und sein Team.

Am kommenden Wochenende folgen in Dänemark dann die beiden letzten beiden Vorbereitungsspiele. Am 25. April wird gegen Dänemark gespielt, wie Tage später gegen Südkorea. Am 4. Mai folgt dann der WM-Start, Gegner ist wieder der WM-Gastgeber. Spätestens hier wird Korbinian Holzer, Verteidiger der Anaheim Ducks, mit zum Kader gestoßen sein. Noch nicht ganz geklärt hingegen ist die Situation von Tobias Rieder (Los Angeles Kings). Und vergessen werden sollten auch nicht die Spieler aus München und Berlin. Es wird sich also sicherlich noch so einiges bewegen im Kader der deutschen Mannschaft.

deb 04Foto: SteMi HobbyfotografieUnd wie formulierte es Marco Sturm sinngemäß unter der Woche: Es gehört auch zu seinen Aufgaben, die unliebsamen Entscheidungen zu treffen, von denen sicherlich einige auf ihn zukommen werden.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und so gilt ein Dank allen, die dieses Event in Berlin möglich gemacht haben. Und an der Reaktion des Berliner Publikums hat man auch gemerkt, dass man die Nationalmannschaft sicherlich gerne häufiger sehen würde.

Schiedsrichter: S. Hunnius, J. Westhaus – M. Cepik, N. Ponomarjow – M. Metzkow, F. Möller
Strafen: GER: 8 (4/4/0/0), FRA 6 (2/0/4/0)
Zuschauer: 4412
Tore:
0:1 (35:45) A. Rech (S. Treille, A. Manavian);
1:1 (41:54) Y. Ehliz (M. Eisenschmid, L. Draisaitl);
2:1 (62:57) Y. Ehliz (L. Draisaitl);
Beste Spieler:
FRA: Florian Hardy
GER: Niklas Treutle

Noppe/Matze

erschienen bei Icehockeypage