logo debDie Frauen-Nationalmannschaft hat ihr zweites Spiel des 6-Nationen-Turnier im russischen Dmitrov mit 1:4 (0:1/0:0/1:3) gegen Tschechien verloren.

Die Tschechinnen erwischten dabei den besseren Start und konnten sich über mehrere Wechsel im deutschen Drittel fest spielen. Die Chancen waren aber leichte Beute für Ivonne Schröder im deutsche Tor. Auf der anderen Seite hatte Julia Zorn nach drei Minuten die erste gute Möglichkeit, konnte die Scheibe aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Bei einem schnellen Konter der Tschechinnen verhinderte Rebecca Graeve in letzter Sekunden den Querpass. Auf der anderen Seite hatten Julia Zorn und Daria Gleissner Möglichkeiten zur Führung, ließen diese aber ungenutzt. Knapp zehn Minuten waren gespielt, da erhielt die deutsche Mannschaft ihre erste Strafe im Spiel. Dank eines guten Unterzahlspiels und einer wachsamen Schröder überstand die deutsche Mannschaft die zwei Minuten aber schadlos. Doch Tschechien blieb das dominierende Team und erzielte sechs Minuten vor der Pause durch Alena Mills das 0:1. Trotz weiterer Chancen blieb die DEB-Auswahl im Abschluss zu ungenau und musste mit einem knappen Rückstand zum ersten Mal in die Kabine gehen.

Erneut erwischten die Tschechinnen den besseren Start und setzte die deutsche Mannschaft gleich zu Beginn des Mitteldrittels unter Druck. Die Mannschaft von Cheftrainer Christian Künast konnte sich zwar immer wieder befreien, eigene Angriffe auf das tschechische Tor konnten aber nicht herausgespielt werden. Tanja Krause hatte in der 25. Minute die erste Möglichkeit, traf aber genau in die Fanghand von Klara Peslarova im tschechischen Tor. Einen tschechischen Konter im direkten Gegenangriff konnte Schröder sicher entschärfen. Julia Zorn brachte wenigen Spielzüge später die Scheibe Richtung gegnerisches Tor. Sie bekam aber im letzten Moment nicht genug Druck hinter ihren Rückhandschuss. Andrea Lanzl wurde kurze Zeit später alleinstehend die Scheibe noch im letzten Moment vom Schläger gespitzelt. Das deutsche Team war jetzt präsenter und vor dem gegnerischen Tor gefährlicher. Auf der anderen Seite zeigte Schröder eine souveräne Leistung und hielt ihr Team weiterhin im Spiel. Vier Minuten vor der zweiten Pause hatte die DEB-Auswahl die erste Möglichkeit zum Powerplay im Spiel. Nur 45 Sekunden später nahm erneut eine Tschechin auf der Strafbank Platz. Doch das Überzahlspiel war zu harmlos und so verstrich die gute Möglichkeit zum Ausgleich vor der Pausensirene ohne nennenswerte Chancen.

Die DEB-Auswahl musste gleich zu Beginn des Drittels eine weitere Strafe hinnehmen. Doch die deutschen Spielerinnen standen gut in der Box, ließen die Tschechinnen außen herum spielen und überstanden so den numerischen Nachteil. Fünf Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, da nutzte Nicola Eisenschmid ein Missverständnis in der tschechischen Hintermannschaft zum 1:1 Ausgleich. Peslarova stoppte die Scheibe hinter ihrem Tor, Eisenschmid nahm sie ihr ab, fuhr ums Tor herum und versuchte einzuschieben. Dieser Versuch wurde noch von einer tschechischen Verteidigerin vereitelt, doch Eisenschmid steckte nicht auf, erkämpfte sich die Scheibe zurück und schoss ungehindert ein. Doch nur fünf Minuten später nutzten die Tschechinnen in Person von Alena Mills eine fehlende Zuordnung der deutschen Verteidigung und erzielten die erneute Führung. Als die deutsche Mannschaft in der 53. Minute eine weitere doppelte Überzahlsituation ungenutzt ließ, lief die Zeit langsam gegen die Spielerinnen in den schwarz-rot-goldenen Trikots. Fünf Minuten vor dem Schluss musste dann eine deutsche Spielerin auf der Strafbank Platz nehmen. Denisa Krizova schoss im anschließenden Powerplay von der blauen Linie, Schröder konnte nur abprallen lassen, der Nachschuss sprang Simona Studentova genau auf den Schläger, die keine Probleme hatte zum 1:3 ins leere deutsche Tor einzuschieben. Zwei Minuten später erhöhte Barbora Patockova für Tschechien auf 1:4. Trotz Schlussoffensive sprang für das DEB-Team kein Treffer mehr heraus und so verlieren die deutschen Frauen das zweite Spiel mit 1:4.

Christian Künast, Frauen-Bundestrainer: „Die Mannschaft hat im Vergleich zum gestrigen Spiel eine klare Leistungssteigerung gezeigt und mit fortlaufender Spielzeit mehr Sicherheit ausgestrahlt. Am Ende wirkten die Tschechinnen physisch etwas frischer. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht eventuell ein bis zwei Tor zu hoch ausgefallen. Morgen werden wir den spielfreien Tag nutzen, um das erste Mal gezielt mit der ganzen Mannschaft zu trainieren und uns bestmöglich auf das letzte Spiel am Sonntag vorzubereiten.“

Deutschland: Schröder (Harss) – Rothemund, Strobel; Krause, Karpf, Zorn – Düsterhöft, Gleissner (A); Lanzl, Delarbre, Eisenschmid, N. – Graeve (C), Brendel; Amort, Bär, Bartsch – Sabus; Kubiczek, Haider, Kamenik (A)
Tore: 0:1 Alena Mills (14:07); 1:1 Nicola Eisenschmid (44:51); 1:2 Alena Mills (49:45); 1:3 Simona Studentova (55:04); 1:4 Barbora Patockova (57:00)
Strafminuten: Deutschland 6 – Tschechien 8
Alle Statistiken zum Spiel finden Sie HIER.

Bei der U16 Frauen-Nationalmannschaft mussten fünf Stammspielerinnen dem Trainer Florian Neumeyer vor dem Turnier absagen, daher musste also umgestellt werden.

Deutschland tat sich zu Beginn schwer ins Spiel zu kommen. Österreich störte früh und gut und ließ das DEB-Team kaum Zeit zum Spielaufbau. Im Laufe des Drittels lief es dann aber besser und es gab auch gute Torchancen. So mussten nicht nur Nina Jörg bei ihrem Länderspieldebüt im Tor von Deutschland, sondern auch ihre Gegenüber Jaqueline Rabl häufiger eingreifen. Den Gästen aus der Alpenrepublik gelang der erste Treffer der Partie. Marja Linzbichler erkämpfte sich in der neutralen Zone den Puck, ging alleine durch und ließ Deutschlands Torhüterin keine Chance. Und zwei Minuten vor der Pause konnte Österreich erneut jubeln, Karolina Hengelmüller Schoss den Puck hoch ins Tor. Sieben Sekunden vor der ersten Pause gelang Deutschland der Anschlusstreffer. Ein Schussversuch von Österreich wurde geblockt und dann konnte Jennifer Miller alleine durchgehen und verwandeln.

Abwechslungsreich verlief der Mittelabschnitt. Beide Teams kamen zu Torchancen und zu Metalltreffern. Beide Teams kamen zu guten Breaks und eines nutzte Deutschland sechs Minuten vor der 2. Pause zum Ausgleich. Leonie Maßner legt Paulina Geschwandtner auf und die schoss den Puck hoch ins lange Eck und es stand 2:2. 798 Sekunden vor der Pause konnte Deutschland erneut jubeln. Einen Schuss von Daniela Kolbeck kann Österreichs Torhüterin noch abwehren, gegen den Nachschuss von Jennifer Miller ist sie aber machtlos. Deutschlands U16 drehte das Spiel und ging mit einer 3:2-Führung in die 2. Pause.

Deutschland schaffte es im letzten Drittel mehr Druck aufzubauen. In der 52. Minute legte Vivien Wallner auf Annabella Sterzik ab und die ist nicht aufzuhalten. Ein Gegner wird ausgespielt und dann mit der Rückhand verwandelt. Doch Österreich gab nicht auf und konnte zwei Minuten später durch Marja Linzbichler auf 4:3 verkürzen. Nun setzte Österreich nach und ihnen gelang der Ausgleich. Valentina Ropatsch konnte nicht gestoppt werden und ihr gelang drei Minuten vor dem Ende der Ausgleich. Trotz weiterer Chancen blieb es bei diesem Ergebnis und es gab eine Verlängerung.

Da es hier keinen Treffer gab, folgte ein Penaltyschießen. Hier hatte Deutschland die besseren Schützeninnen. Annabella Sterzik, Pauline Gruchot und Jennifer Miller trafen für das DEB-Team, für Österreich lediglich Lena Kristin Dauböck. Damit holte Deutschland aus diesem Spiel zwei Punkte.

Florian Neumayer, U16 Frauen-Bundestrainer: „Die Mannschaft hat sich am Anfang schwer getan das hohe Tempo der österreichischen Mannschaft mitzugehen. Wir konnten uns im Laufe des Spiels steigern und uns auch gute Torchancen erarbeiten. Im nächsten Spiel müssen wir die Vorgaben besser umsetzen, die Abstände zum Gegner verringern und so unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. Im Großen und Ganzen war es ein sehr guter Härtetest für die junge Mannschaft.“

ausführliche Statistiken gibt es im DEB-Ligencenter

Pressemitteilung Deutscher Eishockey-Bund