logo ejbfrauenDie Saison musste bekanntlich etwas früher beendet werden, also wird auch früher auf diese zurückgeblickt. Sieben Folgen wird diese Serie umfassen, diesmal gibt es zwischen den Folgen aber eine kleine Pause. Es muss ja eine längere eishockeylose Zeit überbrückt werden. Los geht es wie immer mit den Frauen.

d 53Foto: EJBF„Den nächsten Schritt machen …“ lautete das Ziel des Frauenteams der Eisbären Juniors Berlin, also die Playoffs erreichen. In Anbetracht der Änderungen innerhalb der Mannschaft ein realistisches Ziel. Neben den beiden Ausländerstellen Reilly Fawcett und Bayley Wright verließen Hanna Amort (ERC Ingolstadt), Kathrin Fring (Karriere beendet), Vanessa Gasde (Mad Dogs Mannheim) und Sinja Paurat (Skin IHK und Hasle/Lören/NOR) das Team. Die Neuzugänge passten sehr gut ins Konzept. Zwar waren es diesmal keine reinen Nachwuchsspielerinnen, aber junge Spielerinnen mit Erfahrung. Emma Terres (ERC Ingolstadt) und Sarah Bobrowski (Hamline University) besetzten die Ausländerstellen. Von den Hamburg Crocodiles kamen mit Lucie Geelhaar, Emily und Paula Nix gleich drei Spielerinnen, die über Bundesligaerfahrung verfügten. Franziska Brendel (HC Landsberg) hatte Erfahrung aus den Nachwuchsnationalmannschaften und Torhüterin Carolin Walz ärgerte mit der Düsseldorfer EG die Eisbären im Vorjahr. Lilly-Ann Riesner (OSC Berlin) stand außerdem zur Verfügung, wenn auch nur bedingt. Der Kader war also gut besetzt, nun galt es, daraus eine Mannschaft zu formen. Helfen sollte Trainer Sebastian Becker dabei auch der neue Co-Trainer Daniel Bartell. Die Vorbereitung verlief auch vielversprechend. Beim HOWOGE-Cup zeigte das Team starke Leistungen, obwohl einige Spielerinnen auf Grund einer kurzfristig einberufenen Nationalmannschaftsmaßnahme fehlten. Gegen den ZSC Lions Zürich wurde 3:1 gewonnen, gegen Hvidovre IK sogar 6:0. Am 2. Tag gab es zwar zwei Niederlagen, gegen die Sabres Wien war es aber beim 1:2 eine sehr knappe Angelegenheit. Lediglich gegen die Mad Dogs Mannheim war die Leistung beim 1:3 nicht so gut, wie in den Spielen zuvor. Eine Woche später ging es nach Kopenhagen, Hvidovre IK hatte geladen. Hier gewannen die Eisbären alle vier Spiele. Nach einem 6:0 gegen Odense folgte ein 7:2 gegen Hvidovre, ein 2:1 gegen Stavanger Oilers aus Norwegen und gegen Karlskrona HK aus Schweden wurde ebenfalls 2:1 gewonnen. In diesen beiden Spielen zeigte das Team, dass es auch in der Lage war, enge Spiele zu gewinnen. Zuversichtlich ging es in die Bundesligasaison und es gab gleich einen Rückschlag. Denn die Heimspiele gegen Mannheim gingen mit 1:5 und 2:3 an die Mad Dogs. Und diese galten als harter Konkurrent im Kampf um Platz 4. Nach einem 2:5 im 1. Spiel folgte beim ERC Ingolstadt beim 2. Spiel der erste Saisonsieg. 3:2 wurde gewonnen und damit sah die Welt wieder etwas besser aus. Einen weiteren unerwarteten Punkt gab es beim 3:4 nach Verlängerung gegen den späteren Hauptrundensieger ESC Planegg-Würmtal. Nach zwei Niederlagen in Memmingen folgten die wichtigen Spiele bei den Mad Dogs Mannheim. Hier wurden nicht nur sechs Punkte geholt, es gelang auch, den direkten Vergleich mit einen Treffer mehr nach Berlin zu holen. Damit war man wieder voll im Rennen um den 4. Platz dabei. In Planegg gab es nichts zu holen, dann platzte der Rückzug der DEG in die vorweihnachtliche Stimmung. Auch in Berlin konnten die Eisbären ein Spiel gegen Ingolstadt gewinnen und auch das waren wichtige Punkte, um den 4. Platz zu erreichen. Nach den Niederlagen in Memmingen kam es zu vier Spielen gegen den EC Bergkamener Bären. Hier mussten noch sieben der 12 Punkte geholt werden und das gelang. Es waren aber drei harte Spiele, nur das letzte Hauptrundenspiel konnte klar gewonnen werden. Der 4. Platz war erreicht und im Halbfinale ging es nun gegen den ESC Planegg-Würmtal. In Grafing gab es zwei hart umkämpfte Spiele, eines konnten sich die Eisbären nach Penaltyschießen holen und so kam es zu einem 3. Spiel im Welli. Nach viel Werbung, auch durch die DEL, konnten über 500 Zuschauer in den Welli gelockt werden, eine Rekordkulisse bei den Juniors-Frauen. Das Spiel ging leider glatt an Planegg, dennoch wurde das Team von den Zuschauern gefeiert. Ein Finalspiel konnte noch bestritten werden, dann folgte der Saisonabbruch. Planegg holte sich den Sieg in Memmingen, weiteres blieb beiden Mannschaften leider verwehrt.

d 58Auch die Nationalmannschaften wurden von den Juniors wieder gut besucht. Leonie Böttcher, sie spielte diese Saison beim ETC Crimmitschau, war weiter Stammspielerin bei der von Co-Trainer Daniel Bartell trainierten U16, Thea-Marleen Bartell, Amelie Cyrulies und Joyce König spielten wieder bei der U18 mit. Und sie feierten einen großen Erfolg, im Januar gelang bei der Heim-WM in Füssen der Aufstieg in die Top-Division. Bedeutete gleichzeitig, dass nun alle DEB-Nachwuchsteams der Top-Division angehören. Einladungen zum neu gegründeten Perspektivteam und der A-Mannschaft erhielten neben den drei U18-Spielerinnen noch Naemi Bär, Anne Bartsch, Franziska Brendel, Alina Fiedler, Korinna Fiedler, Nina Kamenik, Anna-Maria Nickisch, Emily Nix und Carolin Walz. Die WM und der U16-Europapokal wurden leider abgesagt, es gab also kein Highlight mehr zum Saisonabschluss.

Insgesamt war 1 es sportlich eine erfolgreiche Saison, nun wird die Saison 2020/21 geplant. Einzelheiten gibt es noch nicht, im Sommerlochgeflüster werdet ihr aber auf dem Laufenden gehalten und das nicht nur über die Neuigkeiten der Eisbären.

Beim nächsten Mal: Einigermaßen geglückter Umbruch