logo frauenDie Frauenbundesliga läutet den Endspurt ein und es geht weiterhin sehr spannend zu. Hier ein kleiner Überblick, zu welchen Verschiebungen es noch kommen könnte.

Als einziges Team hat sich Titelverteidiger ECDC Memmingen die Playoff-Teilnahme nach 20 Spielen gesichert. Bleibt nur die Frage, auf welchem Platz die Indians am Ende landen werden. Der ESC Planegg-Würmtal hängt den Indians dicht auf den Fersen. Zwar mussten am Wochenende die Spiele gegen die Hannover Lady Indians abgesagt werden und es ist noch nicht bekannt, ob diese gewertet oder nachgeholt werden, dennoch könnten die Penguine aus eigener Kraft an Memmingen vorbeiziehen. Zumal Memmingen am letzten Bundesligawochenende auf Planegg treffen wird und in diesen beiden Spielen könnte sich die Platzierung entscheiden. Auch gegen den ERC Ingolstadt muss Memmingen erstmal gewinnen, diese beiden Spiele finden am kommenden Wochenende statt. Außerdem geht es für die Indians noch zu Hause 2 x gegen die Düsseldorfer EG und jeweils in Memmingen und Auswärts gegen die Mad Dogs Mannheim.

Der ESC Planegg-Würmtal dürfte es nicht einfacher haben. Sie empfangen am Wochenende den EC Bergkamen und haben am letzten Spieltag die beiden Spiele gegen Memmingen zu absolvieren. Dazu kommen Auswärtsspiele in Mannheim und die beiden Heimspiele gegen die DEG. Und dann ist eben noch offen, was mit den beiden Spielen gegen Hannover passiert. Für Planegg kann es noch ganz nach oben gehen, sie könnten aber auch noch nach hinten abrutschen. Der ERC Ingolstadt hat nur drei Punkte Abstand, der EC Bergkamen vier. Die Bären bereits 21 Spiele bestritten, ein kleiner Nachteil also. Und diese Rechnung ist auf bisher 18 absolvierte Spiele von Planegg bezogen, die eventuellen Punkte aus den Spielen gegen Hannover würden das Bild für die Penguine freundlicher gestalten. Sollten die Bären aber am Wochenende in Planegg viele Punkte klauen können, würden sie an Planegg heranrücken. Gleiches gilt für den ERC Ingolstadt, der ebenfalls noch in Eichweite ist.

Auf dem 3. Platz liegt mit 39 Punkten aus 20 Spielen der ERC Ingolstadt. Auch sie können noch nach oben klettern oder aber auch nach unten abrutschen. Nach den beiden Spielen gegen Meister Memmingen folgen zwei Heimspiele gegen die Eisbären Juniors und vier Auswärtsspiele in Hannover und Mannheim. Für drei der vier Gegner geht es noch um einiges, Ingolstadt wird sich die Punkte also hart erarbeiten müssen. Ein Abrutschen auf den 5. Platz klingt zwar eher unwahrscheinlich, wenn es schlecht läuft, kann das aber durchaus passieren.

Ähnlich ist die Situation beim EC Bergkamen. Die Bären haben aus 21 Spielen 38 Punkte geholt und auch für sie kann es nach oben, aber eventuell auch nach unten gehen. Ein Vorteil für den ECB ist sicherlich der Restspielplan. Denn neben Auswärtsspielen in Planegg und Berlin gibt es noch zwei Heimspiele gegen die Hannover Lady Indians und ein Spiel am Pferdeturm. Neun Punkte sind also Pflicht, mehr sind möglich. Den 4. Platz sollten die Bären also halten können, nach oben ist allesoffen.

Auf den Plätzen 5 und 6 geht es ebenfalls sehr spannend zu. Im Moment liegen die Mad Dogs Mannheim mit 26 Punkten auf dem 5. Platz und es könnte noch nach oben gehen. Das Restprogramm hat es allerdings in sich. Am Wochenende geht es zu den beiden Spielen bei den Eisbären. Den Heimspielen gegen Planegg folgen jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen Memmingen. Zum Abschluss kommt Ingolstadt in die SAP-Arena. Punkte sind sicherlich machbar, es dürfte aber auch sehr schwer werden, genug zu holen, um noch nach oben klettern zu können.

Einen Punkt hinter Mannheim liegen die Eisbären Juniors Berlin auf dem 6. Platz. Auch die Eisbären haben noch theoretische Chancen auf den 4. Platz, aber auch für sie wird das schwer. Nach den Heimspielen gegen Mannheim geht es nach Ingolstadt, dann kommt der EC Bergkamen in den Welli. Zum Abschluss geht es nach Düsseldorf. Punkte können aus allen acht Spielen geholt werden. Ob das am Ende aber gelingt und dann auch reichen wird, ist eine andere Frage. Für Mannheim und Berlin dürfte es eher um den 5. Platz gehen. Das bedeutet dann den vermutlich leichteren Gegner in den Playdowns.

Theoretisch könnte die Düsseldorfer EG sich in der Tabelle auch noch nach oben verbessern. Dazu müssten den bisherigen 15 Punkte aber noch einige folgen. Am Wochenende gegenHannover und am letzten Bundesligawochenende gegen die Eisbären ist das sicherlich möglich, bei den Auswärtsspielen in Memmingen und Planegg ist das eher unwahrscheinlich. 12 Punkte könnten zwar reichen um sich zu verbessern. Aber auch die müssen erstmal geholt werden.

Bleiben noch die Hannover Lady Indians. Man kann es eigentlich kurz machen, sollten die Lady Indians aus den Spielen bei der DEG, beim ECB, gegen Ingolstadt und einem Heimspiel gegen Bergkamen Punkte holen, wäre das schon eine Überraschung. Vielleicht geht etwas bei der DEG, aber auch das dürfte sehr schwer werden. Dazu kommen dann eben noch die nicht ausgetragenen Spiele beim ESC Planegg. Hannover wird am Ende das Punktekonto kaum verändern können.

Insgesamt ist also noch reichlich Spannung in der Liga und das wird sicherlich viele Leute freuen. Gut, bei den Verantwortlichen der Vereine wird diese Freude etwas geringer sein, zumal ja auch die Playoffs geplant werden müssen, aber das macht nix. Hauptsache die Fans können sich auf spannende Restspiele freuen. Denn die Teams werden sicherlich alles geben, um die beste Ausgangsposition für die Entscheidungsspiele zu haben.

Ausführliche Statistiken gibt es im DEB-Ligencenter