logo frauen kompaktAm Wochenende starten die Playoffs in der DFEL. Erstmals wird im Modus Best-of-Five gespielt und die Paarungen versprechen lange Serien. Hier ist ein kleiner Ausblick auf die Paarungen.

Die Hauptrunde konnte leider nicht komplett durchgespielt werden, lediglich der ESC Planegg-Würmtal und der EC Bergkamener Bären kamen am Ende auf die vorgesehenen 24 Spiele. Besonders schlimm traf es hier übrigens den Kölner EC „Die Haie“, gleich sechs Spiele konnten nicht ausgetragen werden. Und so musste ein wenig umgerechnet werden. Am Ende ergab sich dann ein Tabellenbild, an dem sich vermutlich auch bei Absolvierung aller Spiele nichts geändert hätte.

Hauptrundenmeister wurde der ESC Planegg-Würmtal. Lange dominierte Planegg die Hauptrunde, zum Ende hin aber konnten die Ausfälle nicht so kompensiert werden, wie das zuvor im Laufe der Saison gelang. Der Abgang von Torhüterin Lisa Hemmerle schmerzt da zusätzlich. 25 Feldspielerinnen und sieben Torhüterinnen waren für den Titelverteidiger im Einsatz. Mit Abstand beste Torschützin war Julia Zorn, gefolgt von Franziska Feldmeier. 18 verschiedene Torschützinnen zeugen aber auch von einer gewissen Ausgeglichenheit im Kader. Zumal sich gleich 20 Spielerinnen in die Scorerliste eintragen konnten.
Gegner von Planegg ist der ERC Ingolstadt. Im direkten Duell gab es für beide Teams zwei Siege. Planegg siegte recht früh in der Saison mit 5:1 und 3:0, Ingolstadt konnte im Januar mit 5:1 und 4:3 gewinnen. Beide gewannen jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Der ERC setzte 20 Spielerinnen ein, dazu kamen sechs Torhüterinnen. Marie Delarbre und Jule Schiefer führen die Liste von 14 Spielerinnen an, die Tore erzielen konnten. 15 Spielerinnen kamen zu Scorerpunkten.
Wenn Planegg wieder in Form kommt, haben sie gute Chancen den Titel zu verteidigen. Es könnte aber eine sehr enge Serie werden, viel wird von der Tagesform abhängen und wer besser mit Playoff-Spielen klarkommt.

Ähnliches gilt auch für das zweite Halbfinale. Der ECDC Memmingen Indians holte sich am letzten Spieltag Dank des besseren Torverhältnisses den 2. Platz. Dabei sah es im Sommer bei Memmingen gar nicht gut aus. Nach der Sommer-WM mussten die Indians auf einige Nationalspielerinnen verzichten, dazu kamen noch Dauerausfälle. 19 Spielerinnen und vier Torhüterinnen wurden während der Hauptrunde eingesetzt. Und nach einem schwierigen Start kam Memmingen immer besser in Schwung und auch die Ausfälle wurden gut verkraftet. Und 16 Spielerinnen in der Torschützenliste zeigen auch eine gewisse Ausgeglichenheit im Kader. Laura Kluge, Kassandra Roache und Savannah Rennie stehen hier oben. In der Scorerliste finden sich sogar 18 Spielerinnen. Memmingen kam also zum Ende immer besser in Schwung und das bekam auch der Halbfinalgegner zu spüren.
Die Mad Dogs Mannheim haben sich erstmals für die Playoffs qualifiziert, was schon ein großer Erfolg ist. Sicherlich können die Mad Dogs ohne Druck aufspielen, was in einer solchen Runde immer gut ist. 24 Feldspielerinnen und vier Torhüterinnen spielten im Laufe der Saison. 15 Torschützinnen gab es, 19 Spielerinnen punkteten im Laufe der Hauptrunde. Allerdings sammelten alleine Lilli und Luisa Welcke, Laura Lundblad und Brooke Bonsteel über 100 Scorerpunkte, der Rest bringe es auf nicht ganz 70 Punkte. Hier zeigt sich also ein eventuelles Problem, vieles hängt von einer Reihe ab. Die direkten Duelle holte sich Memmingen. In Mannheim wurde 2:1 und 4:1 gewonnen, am letzten Hauptrundenwochenende gab es in Memmingen ein 2:1 und ein 2:3 nach Verlängerung.
Auch wenn die Hauptrundenbilanz und die zuletzt ansteigende Form für die Indians spricht, dürfte es eine offene Runde sein. Auch hier wird viel auf die berühmten Kleinigkeiten und dem Umgang mit dem Druck anhängen.

Und es gibt eine erfreuliche Nachricht, alle Spiele werden in Livestreams angeboten. Die Informationen und auch die genauen Spieltermine gibt es unter https://www.gamepitch.de/gp/playoffs/?gpLeague=003&divisionId=debfrbuli_final

erschienen bei Icehockeypage