logo hidNicht nur Vereine leiden unter der momentanen Situation, auch Organisationen wie Hockey is Diversity haben mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. HiD-Mitbegründer Peter Goldbach beantwortet ein paar Fragen zur momentanen Situation und den Planungen für die nahe Zukunft.

Das Wichtigste vorab, wie geht es Dir?

Hallo Noppe, mir geht es gut. Vielen Dank!

Wie wirken sich die Einschränkungen bei Dir beruflich und privat aus?

Die derzeitigen Einschränkungen wirken sich bei mir vorwiegend privat aus. Für eine sehr lange Zeit war der Kontakt zu anderen Personen stark eingeschränkt. Beruflich bin und muss ich digital gut aufgestellt sein. Auch unser Verein Hockey is Diversity ist technisch und digital sehr gut ausgestattet. Auf Grund dessen können wir sehr gut von zuhause arbeiten, virtuelle Meetings abhalten und Kontakte pflegen. Einige Treffen und Aktionen mussten wir auf Grund der Einschränkungen bedauerlicherweise absagen oder einschränken. So konnten wir zwar zum internationalen Kindertag die Geschenke an die Kinder in der SANA Klinik in Berlin-Lichtenberg übergeben, wo auch der ehemalige Eisbären Berlin Spieler Charlie Jahnke mit dabei war, aber nur unter strengen Vorsichtsmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen.

Ihr hattet auch in der letzten Saison wieder einige Veranstaltungen. Wie fällt Dein Fazit zur ja leider abgebrochenen Saison aus?

peter goldbachPeter Goldbach (Foto: Privat)Es ist sehr schade, dass die Saison abgebrochen werden musste. Aber man kann auch viel Positives daraus ziehen. Wir hatten in der vergangenen Saison einige gute Aktionen, wie zum Beispiel unser jährliches internationales Hockey is Diversity U17 Turnier in Berlin, bei dem sehr starke und hochtalentierte Teams teilnahmen. Wir konnten mit den Spielern über unsere Botschaft und die Rolle jedes einzelnen als Botschafter des Sports diskutieren. Mit dem Rechtsruck in der Gesellschaft haben sich auch die Grenzen des Sagbaren verschoben. Die Hemmschwellen des Sagbaren zu den Themen Rassismus, Diskriminierung, Gleichberechtigung und Mobbing sind gefallen. Mit unserer Arbeit versuchen wir die Menschen zu diesen Thematiken zu sensibilisieren. Wer Hilfe oder Unterstützung benötigt, kann sich gerne an uns wenden.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf Eure Planungen? Ihr wollt ja auch wieder einiges veranstalten.

Momentan läuft alles erstmal wie geplant. Natürlich kann sich täglich etwas ändern. Wir hoffen dennoch unser U17 Turnier im August gemeinsam mit den Eisbären Juniors Berlin austragen zu können. Zu den geplanten Aktionen in der neuen Saison, können wir derzeit noch nicht viel sagen. Vieles ist noch offen, da wir nicht wissen wie es mit den Kontaktbeschränkungen weitergeht. Die NHL kommt dieses Jahr leider nicht nach Deutschland. Wir hoffen in der nächsten Saison wieder gemeinsam mit der NHL die Global Fan Tour zu begleiten und zu unterstützen. In den vergangenen Jahren konnten wir vielen Eishockeyfremden unseren Sport näherbringen und hoffen dadurch auf langer Hinsicht einen Beitrag zu leisten, dass Spiel größer und bekannter zu machen.

Habt Ihr sonst noch Überraschungen für die neue Saison auf Lager?

Überraschungen wird es ganz sicher geben, wenn ich diese jetzt verraten würde, dann wären es ja keine Überraschungen mehr.

Was uns überraschen würde - wenn wir sehen könnten, dass sich die Situation mit dem Rassismus, Diskriminierung, Mobbing und Gleichberechtigung verbessert. Zudem wünschen wir uns das aktiv daran gearbeitet wird unseren Sport zugänglicher und erschwinglicher zu machen.

Es reicht nicht aus, nur alibimäßig etwas auf Social Media zu posten und zu hoffen, dass der Rassismus verschwindet. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, dass wir die Rassismus-Pandemie beseitigen. Damit appelliere ich an die Fans, Spieler an, Verbände, Ligen, Vereine, Offizielle, Trainer, Presse und alle die zu unserem Sport gehören - Wir können alle nur gewinnen. Unser Sport kann nur am Leben erhalten werden, wenn wir mehr Zulauf bekommen insbesondere auch von Familien die vorher keine Berührungspunkte mit Eishockey hatten.

Möchtest Du noch etwas loswerden?

Wir von Hockey is Diversity sind allen Followern, Fördermitgliedern, Partnern, Botschafter*innen und Verbündeten für ihre Unterstützung sehr dankbar. Die benannten helfen unsere Message nach außen zu tragen und bekannter zu machen. Sie fungieren als Brückenbauer.

Wir danken auch Dir, Noppe! Du bist Teil unserer Hockey is Diversity Familie und unterstützt uns sehr mit Deiner Berichterstattung. Sei es bei unserem Turnier oder anderen Aktionen. Wir können immer auf Dich zählen!  Vielen herzlichen Dank & let’s “Check Racism out of Hockey!”

Herzlichen Dank und weiterhin alles Gute