Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Olympia 2026 Frauen Tag 8: Der zweite Viertelfinaltag

deb150 1Im dritten Viertelfinale gewann Kanada gegen Deutschland. Das letzte Viertelfinale ging an die Schweiz, die sich gegen Finnland durchsetzen konnte.

Kanada gewinnt sicher

Deutschland ging als klarer Außenseiter in dieses Spiel, Titelverteidiger Kanada war klarer Favorit. Das DEB-Team konnte in kompletter Aufstellung antreten, im Tor startete wieder Sandra Abstreiter. Auch den Kanadiern standen alle Spielerinnen zur Verfügung, auch die zuletzt fehlende Marie-Philip Poulin war wieder dabei. Starttorhüterin war Emerance Maschmeyer.

Und Kanada erwischte einen guten Start, nach bereits 100 Sekunden traf Brianne Jenner zum 1:0. Deutschland hielt dem Druck der Kanadierinnen gut stand, mit dem 2:0 von Claire Thompson musste aber ein weiterer Treffer hingenommen werden.

Im 2. Drittel kamen beide Teams zu einem Powerplay. Kanada nutzte seins, Sarah Fillier traf zwei Minuten vor der Pause zum 3:0.

38 Sekunden nach Wiederbeginn konnte Blayre Turnball auf 4:0 erhöhen. In der 49. Minute jubelte auch das deutsche Team, in Unterzahl konnte Franziska Feldmeier den Ehrentreffer erzielen. Vier Minuten vor dem Ende sorgte Marie-Philip Poulin mit einem Überzahltreffer für den 5:1-Endstand.

Mit dem Viertelfinale wurde das gesteckte Ziel erreicht, gegen Kanda zu gewinnen war wie erwartet nicht möglich.

Stimmen (Quelle DEB):

Christian Künast, Vorstand Sport des DEB: „Auch wenn es am Ende gegen eine Top-Nation wie Kanada für ein Weiterkommen nicht gereicht hat, haben wir mit der Qualifikation für das Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen das interne Ziel erreicht. Unser Team hat während des gesamten Turnierverlaufs mit Leidenschaft und Teamgeist überzeugt. Das deutsche Fraueneishockey hat sich weiterentwickelt, das haben wir bei diesem Turnier im internationalen Vergleich gesehen. Wir nehmen diese Erkenntnis als Ansporn, unseren Weg konsequent weiterzugehen.“

Bundestrainer Jeff MacLeod: „Uns war klar, dass das Viertelfinale gegen Kanada unglaublich schwer werden würde. Sie gehören zu den besten Mannschaften der Welt und haben das mit ihren zahlreichen Titeln immer wieder gezeigt. Trotzdem haben wir 60 Minuten lang hart gearbeitet und uns unsere Chancen erkämpft. Für uns ist dieses Spiel vor allem eine wichtige Lernerfahrung, die wir mitnehmen müssen – besonders im Hinblick auf die nächsten Olympischen Spiele. Wenn ich auf das gesamte Turnier zurückblicke, bin ich sehr zufrieden mit der Teamleistung. Für alle Spielerinnen war es die erste Olympia-Erfahrung. Das hier ist nicht mit einer Weltmeisterschaft vergleichbar – das Spiel, das Umfeld, die Atmosphäre, alles ist anders. Jetzt haben wir diese Erfahrung gesammelt und wissen, was uns beim nächsten Mal erwartet. Das ist ein entscheidender Schritt für unsere Entwicklung.“

Kapitänin Daria Gleißner: „Es war heute umkämpft und emotional. Ich – und wir als Team – sollten zufrieden sein, wie wir uns gegen die Kanadierinnen präsentiert haben. Die Moral und der Wille waren da, wir haben gekämpft. Am Ende spielt man gegen einige der besten Spielerinnen der Welt, da werden kleine Fehler bestraft. Dennoch bin ich sehr zufrieden. Wir haben uns heute einmal mehr als eine geschlossene Einheit präsentiert. Wir haben ein Tor geschossen, hatten dazu weitere gute Chancen – es war nicht so, dass wir chancenlos waren. Aber wir müssen lernen, uns noch besser durchzusetzen, weniger Fehler zu machen und offensiv mehr zu kreieren. Wir werden diese Olympischen Spiele in guter Erinnerung behalten. Es war eine tolle Erfahrung, dabei zu sein!“

Stürmerin Laura Kluge: „Es war das erwartete schwere Spiel, aber wir haben über weite Strecken gezeigt, dass wir durchaus mithalten können. Am Ende hat uns vielleicht ein bisschen die Erfahrung und die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um unsere Chancen wirklich konsequent zu nutzen. Trotzdem haben wir über das ganze Turnier hinweg bewiesen, dass wir völlig zurecht im Viertelfinale standen. Nach oben fehlt noch etwas – aber das war auch zu erwarten. Ein Viertelfinale gegen Kanada bei unseren ersten Olympischen Spielen ist ein absolutes Highlight. Wir haben uns alle darauf gefreut, auf so einer Bühne gegen eine der besten Mannschaften der Welt zu spielen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, und wir nehmen sehr viele positive Dinge aus diesem Viertelfinale mit.“

Kanada – Deutschland 5:1 (2:0/1:0/2:0)

Schiedsrichter: M. Doyle (USA), A. Murmi (FIN) – J. Cameron-Ward (USA), K. Hajkova (CZE)
Zuschauer: 39.13
Strafen: CAN 6 (0/4/2), GER 14 (2/4/8)
Tore:
1:0 (01:40) B. Jenner (E. Maltais, S. Jaques); 2:0 (16:41) C. Thompson (K. O’Neill);
3:0 (37:30) S. Fillier (R. Fast, D. Watts) PP1;
4:0 (40:38) B. Turnball (E. Clarke); 4:1 (48:42) F. Feldmeier SH1; 5:1 (55:30)M.-P. Poulin (S. Fillier, D. Watts) PP1;

Schweiz kämpft Finnland nieder

Ein offenes Spiel konnte erwartet werden und das wurde es auch. Finnland hatte im 1. Drittel zwar Vorteile, nur ein Treffer gelang nicht. Den Schweizerinnen allerdings trotz eines Powerplays auch nicht und so wurden beim Stand von 0:0 die Seiten gewechselt.

Im 2. Drittel ließen beide ein Powerplay aus, fünf Minuten vor der Pause fiel dann aber der erste Treffer. Alina Müller überwand Finnlands Torhüterin Sanni Ahola und so führte die Schweiz nach 40 Minuten mit .0:1.

Finnland stürmte im letzten Drittel, nur wollte der Puck nicht ins Tor. 114 Sekunden vor dem Ende kam Finnland zum zweiten Powerplay in diesem Spiel und Finnland zog die Torhüterin. Allerdings holte sich Finnland 71 Sekunden vor dem Ende ebenfalls eine Strafe ab und so musste die Torhüterin zunächst wieder ins Tor. Andrea Brandli im Tor der Schweiz war an diesem Tag nicht zu überwinden, 40 Schüsse wehrte sie ab und hielt so den Sieg der Schweiz fest.

Die Schweiz erkämpfte sich diesen Sieg und zieht ins Halbfinale ein.

Finnland – Schweiz (0:0/0:1/0:0)

Schiedsrichter: S. Hiller (USA), E. Mantha (CAN) – A. Clarke (CAN), L. Gutauskas (CAN)
Zuschauer: 3.686
Strafen: FIN 6 (2/2/2), SUI 6 (0/2/4)
Tore:
0:1 (34:17) A:Müller (E. Enzler, L. Stalder);

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w

Die Halbfinalpaarungen:

USA – Schweden
Kanada - Schweiz

erschienen bei Icehockeypage