U18-WM 2023 Tag 2: Abschluss 1. Spieltag und Start in den 2. Spieltag

deb150 1Die nächsten vier Spiele der WM brachten in der Gruppe A Siege von Kanada und Schweden, die Spiele der Gruppe B wurden von Finnland und der Schweiz gewonnen.

Gruppe A:

Kanada zeigt Reaktion

Nach dem Debakel vom Vortag musste Kanada eine Reaktion zeigen. Und ausgerechnet das DEB-Team war nun der Gegner. Die beiden Disziplinarstrafen vom Vortag hatten keine weiteren Auswirkungen und so konnte Kanada in kompletter Besetzung antreten. Im Tor bekam wieder Carson Bjarnason eine Chance. Auch Bundestrainer Alexander Dück konnte alle Spieler aufbieten, im Tor startete Leon Willerscheid.

Und Kanada machte von Beginn, der durch ein Powerplay nach 56 Sekunden verstärkt wurde. Nach zwei weiteren erfolglosen Powerplays brachte eine Matchstrafe gegen Deutschland den Kanadiern die ersten beiden Treffer der WM. Lua Niehus durfte nach einem Check gegen Kopf- und Nackenbereich vorzeitig zum Duschen und die nutzten Nick Lardis (16.) und eine Minute später Matthew Wood trafen nach schönen Spielzügen und sorgten für einen Pausenstand von 2:0. Deutschland hatte nur wenige Angriffe und entsprechend wenig Torchancen und war mit dem Ergebnis nach 20 Minuten noch gut bedient.

Kanada blieb auch im 2. Drittel überlegen, es gab nun aber auch mehr Angriffe für Deutschland. Nur Chancen gab es weiterhin kaum. Bis zu einer Strafe nach 29 Minuten konnte Deutschland einigermaßen mitspielen und es gab auch gute Angriffe. Dann kam Kanada, mit einem Alleingang traf Lukas Dragicevic in Überzahl nach 31 Minuten zum 3:0 und Torhüter Carson Bjarnason konnte als erster Torhüter der WM eine Vorlage beisteuern. 80 Sekunden später konnte Porter Martone mit einem Nachschuss das 4:0 nachlegen und nach 35 Minuten kam Matthew Wood wieder mit einem Alleingang zu seinem zweiten Treffer und es stand 5:0. Ein eigenes Powerplay konnte Deutschland nicht nutzen und so ging es mit einem Zwischenstand von 5:0 in die Kabine.

Nach ersten guten Angriffen von Deutschland kam Kanada 77 Sekunden nach Wiederbeginn zu einem Penalty. Colby Barlow lief an, er scheiterte aber am guten Torhüter Leon Willerscheid. Nach 47 Minuten konnte Kanada dennoch den 6. Treffer erzielen. Wieder ging es schnell und wieder konnte Deutschlands Torhüter den ersten Schuss abwehren. Gegen den Nachschuss von Calum Ritchie hatte er aber keine Chance. Deutschland kämpfte weiter, aber eine Druckphase vier Minuten vor dem Ende führte zum 0:7 durch Nick Lardis. Und die letzte Strafe des Spiels führte zum 8:0, Nick Lardis erzielte 65 Sekunden vor dem Ende seinen 3. Treffer der Partie. Elf Treffer konnte Deutschland auf das Tor von Kanada abgeben, alle hielt der am Vortag arg gebeutelte kanadische Torhüter und kam diesmal zu einem Shutout.

Kanada hat nach der Auftaktniederlage die erwartete Reaktion gezeigt und dem DEB-Team keine Chance gelassen. Die Strafen haben Deutschland allerdings auch nicht geholfen das Spiel offener zu gestalten.

Stimmen zum Spiel (Quelle DEB)

 

U18-Bundestrainer Alexander Dück: „Als positive Sache aus dem Spiel müssen wir rausziehen, dass wir sogar mit so großen Kalibern wie Kanada phasenweise mitspielen können. Wir müssen jetzt auch weiterhin an uns glauben und im nächsten Spiel versuchen unser Konzept und unsere Struktur über 60 Minuten zu halten, geduldig zu bleiben und dann unsere Chancen zu nutzen.“

Verteidiger Edwin Tropmann: „Wir müssen am Anfang der Partie die Fehler unterlassen, schauen dass wir besser ins Spiel kommen und die Scheibe schneller hinten rauskriegen. So bekommen wir dann auch unsere Chancen, das haben wir ja jetzt gegen die Kanadier gesehen. Wir werden definitiv daran arbeiten, weniger Strafzeiten zu nehmen und so haben wir dann auch eine gute Chance im nächsten Spiel gegen Tschechien.“

Kanada – Deutschland 8:0 (2:0/3:0/3:0)

Schiedsrichter: M. Jobbagy (SVK), Ch. Ofner (AUT) – E. Dalsgaard (DEN), N. Jusi (FIN)
Zuschauer: 968
Strafen: CAN 6 (2/2/2), GER 12 + Matchstrafe L. Niehus (Check gegen Kopf- und Nackenbereich) (31/2/4)
Tore:
1:0 (15:06) N. Lardis (P. Matrone, C. Ritchie) PP1;2:0 (16:45) M. Wood (A. Christall) PP1;
3:0 (30:39) L. Dragicevic (C. Bjarnason) PP1: 4:0 (31:59) P. Martone (A. MacDonnell, T. Halaburda); 5:0 (35:00) M. Wood (M. Celebrini, C. Ritchie);
6:0 (46:30) C. Ritchie (M. Celebrini); 7:0 (55:05) N. Lardis (B. Catton, P. Martone); 8:0 (58:55) N. Lardis (C. Allen, C. Ritchie) PP1;
Beste Spieler: Lukas Dragicevic (CAN), Norwin Panocha (GER)

Schweden gewinnt gegen die Slowakei

Schweden hat sein ersten Spiel eindrucksvoll gewonnen, die Slowaken nach Penaltyschießen. Beide könnten sich also mit einem Sieg etwas vom Rest des Feldes absetzen.

Die Slowaken hatten die ersten Aktionen, dann kam Schweden. Nach ersten Angriffen gab es ein Powerplay und das nutzte Theo Lindstein zur Führung. Mit einem verdeckten Schuss überwand er Samuel Urban im Tor der Slowaken nach fünf Minuten zum 0:1. Nun hatte Schweden Vorteile, ohne davon nutzen ziehen zu können. Zumindest bis die Slowaken sich die zweite Strafe abholten. Da konnte Axel Sandin Pellikka mit einem Schuss ins lange Eck das Tor treffen und so stand es nach elf Minuten 0:2. Doch die Slowaken kamen in der 16. Minute zum Anschlusstreffer. Diesmal saß ein Schwede auf der Strafbank und Juraj Pekarcik traf mit einem scharfen Schuss zum 1:2. Doch 52 Sekunden später konnte Schweden auf 1:3 erhöhen, David Edstrom stand am langen Pfosten völlig frei und er sorgte für den ersten Treffe, der nicht in Überzahl fiel. Schweden blieb überlegen, aber selbst beste Chancen konnten nicht genutzt werden und so blieb es beim 1:3.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatte Schweden wieder klar mehr Spielanteile, die Slowaken taten sich schwer selbst Angriffe zu fahren. Ein Powerplay brachte den Slowaken Mitte des Drittels Entlastung, der Anschlusstreffer gelang jedoch nicht. Auch Schweden kam zum Ende des Drittels noch zu einem Powerplay, es blieb aber beim 1:3 nach 40 Minuten.

Schweden blieb auch im Schlussabschnitt das Spielbestimmende Team, von den Slowaken kam weiterhin nicht viel. Erst im Laufe des Drittels konnten die Slowaken bessere Angriffe vortragen und sie kamen zu Chancen. Acht Minuten vor dem Ende kamen sie in Überzahl zum Anschlusstreffer. Patrik Masnica wurde angespielt und er schoss den Puck unter die Latte des Tores. Schwedens Torhüter Noah Erliden war chancenlos. Nun waren die Slowaken da und zwei Minuten später gelang ihnen der Ausgleich. Roman Kukumberg stand am kurzem Pfosten goldrichtig und konnte einen Pass zum Ausgleich ins Tor schießen. Doch Schwedenkonnte drei Minuten vor dem Ende wieder in Führung gehen. Anton Wahlberg traf und Schweden führte wieder. Nun mussten die Slowaken alles riskieren und sie konnten 41 Sekunden vor dem Ende den 6. Feldspieler bringen. Doch Schweden verteidigte gut und sechs Sekunden vor der Sirene konnte Felix Unger Sörum den Puck ins leere Tor schießen.

Schweden machte es sich unnötig schwer, gewann am Ende aber verdient. Die Slowaken bewiesen Moral, für einen Punkt reichte es aber nicht.

Slowakei – Schweden 3:5 (1:3/0:0/2:2)

Schiedsrichter: G. Barcelo (FRA), N. Bloyer (USA) – N. Boivin (CAN), M. Merk (GER)
Zuschauer: 1.287
Strafen: SVK 6 (4/2/0), SWE 10 (2/2/6)
Tore:
0:1 (04:35) T. Lindstein (ZU. Forsfjäll, N. Dower Nilsson) PP1; 0:2 (10:39) A. Sandin Pellikka (Z. Forsfjäll, T. Lindstein) PP1; 1:2 (15:52) J. Pekarcik (P. Masnica, M. Strbak) PP1; 1:3 (16:44) D. Edstrom (O. Steinberg, G. Kangas);
2:3 (51:51) P. Masnica (D. Dvorsky, J. Pekarcik) PP1; 3:3 (53:59) R. Kukumberg (D. Jencko, A. Cedzo); 3:4 (56:14) A. Wahlberg (J. Forsfjäll); 3:5 (59:54) F. Unger Sörum (T. Lindstein) ENG;

Beste Spieler: Samuel Urban (SVK), David Edstrom (SWE)

Gruppe B:

Finnland gewinnt auch 2. Spiel

Nach dem knappen Sieg gegen die Schweiz könnte Finnland gegen Lettland nachlegen und sich den 2. Sieg holen. Die Letten konnten 30 Minuten gegen die USA mithalten, dann gab es doch eine klare Niederlage.

Finnland übte gleich Druck aus und sie konnten nach 85 Sekunden den ersten Treffer erzielen. Rasmus Kumpulainen konnte einen Querpass an Torhüter Aksels Ozols vorbei ins Tor schießen. Finnland hatte weitere gute Torchancen, von Lettland kam im 1. Drittel nicht viel. Erst ein Powerplay brachte den Letten Mitte des 1. Drittels etwas Entlastung. Danach hatte Finnland das Spiel wieder im Griff, aber trotz deutlicher Überlegenheit blieb es bis zur Pause bei diesem einen Treffer.

Mit weiteren Druck von Finnland ging es im 2. Drittel weiter, sie trafen aber das Tor nicht. Erst ein Powerplay führte nach 31 Minuten zum 0:2. Topias Hynninen staubte ab und Finnland führte deutlicher. Und nach 38 Minuten fiel das 0:3. Wieder war es ein Nachschuss, diesmal war Kasper Halttunen erfolgreich. 55 Sekunden später landete ein Weitschuss von Tuomas Uronen im Tor und so stand es 0:4. So führte Finnland nach dem 2. Drittel doch noch recht deutlich.

Zum letzten Drittel wechselte Lettland den Torhüter, für den guten Aksels Ozols kam Linards Feldbergs. Lettland spielte nun auch offensiver und nach 45 Minuten konnte Valters Niedrajs Finnlands Torhüter Visa Vedenpaa zum 1:4 überwinden. Doch die Antwort von Finnland kam eine Minute später, Rasmus Kumpulainen erhöhte auf 1:5. Eine weitere Minute später verhinderte der Videobeweis das 1:6. Dafür kam Lettland zum zweiten Treffer, Markuss Streikiss traf nach 54 Minuten in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie. Beide Teams hatten weiter gute Chancen, wobei Lettland weiter leichte Vorteile hatte. Es blieb aber am Ende beim 2:5 und so holte Finnland den zweiten Sieg bei dieser WM.

Mit zwei Siegen ist Finnland erfolgreich ins Turnier gestartet, Lettland konnte gegen zwei Spitzenteams keine Punkte holen.

Lettland – Finnland 2:5 (0:1/0:3/2:1)

Schiedsrichter: D. Cadieux (CAN), D. Eriksson (SWE) – S. Gustafson (USA), D. Schlegel (SUI)
Zuschauer: 342
Strafen: LAT 4 (2/2/0), FIN 6 (4/0/2)
Tore:
0:1 (01:25) R. Kumpulainen (T. Uronen, A. Kiviharju);
0:2 (30:53) T. Hynninen (J. Nurmi, E. Järventie) PP1; 0:3 (37:12) K. Halttunen (K. Helenius, A. Alasiurua); 0:4 (38:07) T. Uronen (N. Muhonen, E. Järventie);
1:4 (44:52) V. Niedrajs (K. Ansons); 1:5 (46:12) R. Kumpulainen (A. Kiviharju, K. Kangas); 2:5 (53:59) M. Streikiss (P. Bulans, D. Livsics) PP1;
Beste Spieler: Valters Niedrajs (LAT), Rasmus Kumpulainen (FIN)

Schweiz gewinnt sicher gegen Norwegen

Norwegen ging ausgeruht in dieses Spiel, die Schweizer hatten die harte Partie gegen Finnland in den Knochen, wo sie aber gut mithielten.

Die Schweiz kassierte nach einem Wechselfehler früh eine Strafe, die aber keine Folgen hatte. Auch der Schweiz gelang es fünf Minuten später nicht ein erstes Powerplay erfolgreich abzuschließen. Doch nach acht Minuten konnten sie den ersten Treffer des Spiels erzielen. Andro Kaderli brauchte nach einer energischen Vorbereitung von Rico Gredig nur noch einzuschieben und Norwegens Torhüter Marius Björnsgaard war erstmals geschlagen. Es ging ausgeglichen weiter, bis Norwegen eine weitere Strafe kassierte und Rafael Meier nach 13 Minuten einen Schuss ins Tor abfälschte und auf 0:2 erhöhte. Auch Norwegen kam noch zu einem weiteren Powerplay, es blieb aber nach 20 Minuten beim 0:2.

Norwegen ging offensiver ins 2. Drittel, nur kam nichts dabei heraus. Denn die Schweizer verteidigten gut und so blieb es oft bei Schussversuchen. Die Schweizer waren effektiver, Jan Dorthe konnte einen Konter nach 32 Minuten mit dem 0:3 abschließen. Und eine Druckphase führte zum vierten Treffer, Eric Schneller traf von der blauen Linie. Nun ging Martin Lundberg ins Tor der Norweger, Marius Björnsgaard setzte sich auf die Bank. Norwegen kämpfte zwar weiter, aber vor dem Tor war Feierabend. Die Schweizer griffen ebenfalls an, bis zur Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Auch im letzten Drittel versuchte Norwegen weiter hier ein Tor zu erzielen. Sechs Minuten vor dem Ende hatten jedoch die Schweizer die Chance den 5. Treffer zu erzielen, aber Leo Braillard scheiterte mit einem Penalty. 46 Sekunden vor dem Ende gab es doch noch einen Treffer in diesem Abschnitt, Matteo Wagner erzielte den Treffer zum 0:5-Endstand.

Es wa ein verdienter Sieg der Schweizer, die nicht nur effektiver waren, sondern auch das bessere Spiel zeigten. Torhüter Ewan Huet feierte nach 20 abgewehrten Schüssen als 3. Torhüter des Turniers einen Shutout. Norwegen muss sich vor allem in der Offensive steigern, um eine bessere Rolle spielen zu können.

Norwegen – Schweiz 0:5 (0:2/0:2/0:1)

Schiedsrichter: R. Brandner (FIN), A. Kika (CZE) – T. Nordlander (SWE), L. Rampir (CZE)
Zuschauer: 2.126
Strafen: NOR 014(4/6/4), SUI 14 (6/4/4)
Tore:
0:1 (07:58) A. Kaderli (R. Gredig, L. Muggli); 0:2 (12:51) R. Meier (L. Braillard, S. Meier) PP1;
0:3 (27:30) J. Dorthe (J. Reber, D. Ustinkov); 0:4 (31:04) E. Schneller (J. Reber, R. Gredig);
Beste Spieler: Stian Solberg (NOR), Ewan Huet (SUI)

Tabellen:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

2

13:3

10

6

2

Slowakei

2

6:7

-1

2

3

Tschechien

1

2:3

-1

1

4

Kanada

2

8:8

0

3

5

Deutschland

1

0:8

-8

0

 

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

2

9:4

5

6

2

USA

1

7:1

6

3

3

Schweiz

2

7:4

3

3

4

Norwegen

1

0:5

-5

0

5

Lettland

2

3:12

-9

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2023/wm18

erschienen bei Icehockeypage

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