Es ist Halbfinaltag bei der WM 2026 und los ging es mit einem Erfolg der Schweiz gegen Norwegen. Am Abend setzte sich Finnland gegen Kanada durch und sie sind damit zweiter Finalist.
Schweiz zieht sicher ins Finale ein
Die Schweizer zogen ohne einen Punktverlust in dieses Halbfinale ein und sie waren klarer Favorit. Für die Norweger ist schon der Einzug ins Halbfinale der größte Erfolg in der Geschichte des norwegischen Eishockeys und so konnten sie ohne Druck aufspielen.
Die Schweizer mussten auf Timo Meier verzichten, der nach seiner Strafe im Viertelfinale für ein Spiel gesperrt wurde. Im Tor startete WM-Shutout-König Leonardo Genoni, der bei dieser WM auf zwei Shutouts kam, bei Norwegen begann Henrik Haukeland, der bei dieser EM bisher auf drei Shutouts kam.
Das Spiel nahm gleich Fahrt auf und nach 39 Sekunden gab es bereits drei kleine Strafen. Norwegen kam zum ersten Powerplay und es gab auf beiden Seiten Chancen. Wenig später hatten auch die Schweizer ein Powerplay und auch hier gab es gute Schüsse. Der WM-Gastgeber hatte im Laufe des Drittels Vorteile und 144 Sekunden vor der Pause wurde erstmals gejubelt. Mit einem verdeckten Schuss aus der Drehung traf Christoph Bertschy zum 1:0, sein Schuss schlug unhaltbar unter der Latte ein. Nach 20 Minuten stand es 1:0 und das nicht unverdient.
Ausgeglichen ging es bis zur 25. Minute weiter, dann schlugen die Schweizer erneut zu. Calvin Thürkauf leitete einen Konter ein und Denis Malgin vollendete ihn mit einem Schuss ins lange Eck. Zwar kämpften die Norweger weiter, nur gab es kaum Torchancen. Anders die Schweizer, Geburtstagsking Ken Jäger fälschte einen Schuss von Sven Jung ab und es stand nach 33 Minuten 3:0. Das 4:0 und damit eine Vorentscheidung fiel vier Minuten später, in Überzahl erhöhte Damian Riat auf 4:0. Mit dem 4:0 zur Pause war die Partie schon so gut wie entschieden, die Norweger kamen vorne einfach nicht zum Zug.
Die Schweizer ließen auch im letzten Drittel nichts anbrennen, Norwegen schaffte es einfach nicht den Gegner unter Druck zu setzen. Und als die Schweizer in der 45. Minute zu einem Powerplay kamen, erhöhte Nico Hischier auf 5:0. Nun kontrollierten die Schweizer das Spiel und es gab weiter kaum Chancen für die Skandinavier. Dafür fiel 146 Sekunden vor dem Ende noch das 6:0, Theo Rochette traf mit viel Übersicht und so war es am Ende ein sehr deutlicher Erfolg. Leonardo Genoni baut seinen WM-Rekord damit auf 15 Shutouts aus.
Es war ein verdienter Sieg der Schweiz, sie ließen nur wenige Chancen zu und hatten den Gegner gut im Griff. Norwegen konnte nicht ganz an die Leistungen der vorherigen Spiele anknüpfen, dennoch haben sie mit dem kleinen Finale viel erreicht.
Schweiz – Norwegen 6:0 (1:0/3:0/2:0)
Schiedsrichter: T. Björck (SWE), A. Schrader (GER) – S. Gustafson (FIN), O. Hautamäki (FIN)
Zuschauer: 10.000
Strafen: SUI 12 (4/4/4), NOR 14 (6/4/4)
Tore:
1:0 (17:36) Ch. Bertschy (N. Baechler, D. Egli);
2:0 (24:33) D. Malgin (C. Thürkauf); 3:0 (32:51) K. Jäger (S. Jung, S. Knak); 4:0 (36:24) D. Riat (R. Josi, S. Andrighetto) PP1;
5:0 (44:27) N. Hischier (D. Riat, S. Andrighetto) PP1; 6:0 (57:34) T. Rochette (P. Suter, A. Biasca);
Beste Spieler: Damian Riat (SUI), Erik Salsten (NOR)
Finnland gewinnt durch ein starkes 2. Drittel
Beide zeigten sich bisher in etwa gleich stark und so konnte ein offenes Spiel erwartet werden. Vieles würde auf die Torhüter Jet Greaves bei Kanada und Justus Annunen bei Finnland ankommen.
Finnland kam besser ins Spiel. Erst verfehlten sie in der 2. Minute das leere kanadische Tor, wenig später konnte Patrik Puistola mit einem Schuss in den Winkel das 0:1 erzielen. Kanada versuchte im Spiel zu bleiben und es gab auch erste Angriffe, die nach neun Minuten zum Erfolg führten. Ein Schuss von Denton Mateychuk prallte von Dylan Holloway zu Robert Thomas, der den Puck ins Tor schoss. Kanada war nun besser und gerade als sich die Finnen wieder befreien konnten, zog Dylan Holloway bei einem Gegenangriff vom Bullykreis ab und Kanada führte 2:1. Ein erstes Powerplayließen Kanada liegen und so stand es bei leichten Vorteilen der Ahornblätter nach 20 Minuten 2:1.
Finnland konnte auch im 2. Drittel vorlegen, nach 49 Sekunden konnte Aleksander Barkov einen Abpraller zum Ausgleich einschießen. Nun hatten die Skandinavier Vorteile, Kanada tat sich schwer zu Angriffen zu kommen. Ein Konter brachte Finnland das 2:3, Konsta Helenius ging durch und nach Betrachtung der Videos entschieden die Schiedsrichter in der 32. Minute auf Tor. Finnland setzte nach und 82 Sekunden später konnte Aatu Räty auf 2:4 erhöhen. Dieser Abschnitt ging klar an Finnland und so führten sie verdient mit 2:4.
Zwar konnten die Kanadier im Schlussabschnitt mehr Angriffe fahren, sie kamen dabei nur nicht zum Anschlusstreffer. Da einfach kein Treffer fallen wollte, ging 163 Sekunden vor dem Ende der Torhüter vom Eis. Finnland ließ bis zum Ende kaum Chancen zu und so gewannen die Finnen am Ende mit 2:4.
Finnland siegte verdient, sie waren ab dem 2. Drittel das bessere Team. Kanada spielt damit am Sonntag um den 3. Platz.
Kanada – Finnland 2:4 (2:1/0:3/0:0)
Schiedsrichter: Ch. Holm (SWE), S. MacFarlane (USA) – O. Durmis (SVK), J. Ondracek (CZW)
Zuschauer:
Strafen: CAN 0 (0/0/0), FIN 4 (2/2/0)
Tore:
0:1 (03:30) P. Puistola (K. Helenius); 1:1 (08:17) R. Thomas (D. Holloway, D. Mateychuk); 2:1 (14:26) D. Holloway (M. Calabrini, D. Demelo);
2:2 (20:49) A. Barkov (M. Granlund, M. Lehtonen); 2:3 (31:36) K. Helenius (M. Granlund, A. Barkov); 2:4 (32:50) A. Räty (J. Puljujärvi);
Beste Spieler: Dylan Holoway (CAN), Aleksander Barkov (FIN)
Am Finaltag gibt es folgende Spiele:
Spiel um den 3. Platz: Kanada - Norwegen 15:30 Uhr
Finale: Schweiz – Finnland 20:20 Uhr
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule
erschienen bei Icehockeypage








