Vier Spiele sind an diesem WM-Tag angesetzt. Los ging es mit einem Erfolg von Finnland gegen die USA und in der Gruppe B setzte sich Kanada gegen Dänemark durch. Am Abend unterlag Deutschland im Spiel der Gruppe A der Schweiz, Tschechien holte sich gegen Schweden die Punkte der Gruppe B.
GRUPPE A:
Finnen lassen USA keine Chance
Beide haben bisher noch nicht überzeugen können, Finnland konnte aber im Gegensatz zu den USA zwei Siege feiern.
Beide Teams versuchten sich gleich Chancen zu erspielen. Finnland konnte nach sieben Minuten den ersten Treffer des Spiels erzielen, sie profitierten von einen Puckverlust der USA und Lenni Hämeenaho ließ US-Torhüter Joseph Woll mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance. Die Antwort der USA kam eine Minute später. Oliver Moore schnappte sich hinter der eigenen Torlinie den Puck, konnte bis ins Drittel der Finnen marschieren und seinen Querpass hämmerte Matt Coronato ins von Justus Annunen gehütete finnische Tor vorbei zum 1:1. 61 Sekunden später führten die Finnen wieder, Patrik Puistola traf zum 2:1. Finnland konnte auch den vierten Treffer des Spiels erzielen, Aatu Räty traf nach 15 Minuten. 23 Sekunden vor der Pause kassierten die USA noch eine Strafe und da hatten dien USA eine gute Konterchance. Sie führte nicht zu einem Tor und so führten die Finnen nach 20 Minuten mit 3:1.
95 Sekunden Powerplay blieben den Finnen noch und die nutzten sie aus. Lenni Hämeenao hämmerte den Puck aus dem Bullykreis nach 86 Sekunden ins Tor und es stand 4:1. 81 Sekunden später war der Arbeitstag des Torhüters der USA beendet, denn ein abgefälschter Schuss von Saku Mäenalanen landete zum 5:1 und nun übernahm Devin Cooley den Job im Tor. Und auch er bekam einiges zu tun, denn Finnland hatte weiter sehr gute Chancen. Zear hatten die USA in diesem Abschnitt auch gute Chancen, ein Treffer gelang dabei nicht und so stand es nach 40 Minuten 5:1.
Die USA versuchten im letzten Abschnitt das Ergebnis noch zu verbessern und sie kamen in der 44. Minute zu einem doppelten Powerplay, dass nach sechs Sekunden zum 5:2 durch Ryan Leonard. Die USA versuchten nachzulegen, eine Strafe stoppte sie nach 47 Minuten. Sechs Sekunden reichten den Finnen, um durch Anton Lundell auf 6:2 zu stellen. Die USA griff weiter an und sie spielten nun härter. Am Spielstand änderte sich nichts mehr, Finnland kam zu einem am Ende ungefährdeten Sieg.
Beide Teams machten vor allem im 1. Drittel Fehler, die Finnen konnten diese besser ausnutzen und sie gewannen am Ende verdient, zumal sie im Verlaufe des Spiels immer stärker wurden. Mit neun Punkten ist Finnland schon fast im Viertelfinale, die USA bleiben bei drei Punkten.
Finnland – USA 6:2 (3:1/2:0/1:1)
Schiedsrichter: T. Björk (SWE), T. Hronsky (SVK) – B. Birkhoff (CAN), J. Ondracek (CZE)
Zuschauer: 9.206
Strafen: FIN 6 (2/4/0), USA 10 (4/4/2)
Tore:
1:0 (06:06) L. Hämeenaho; 1:1 (07:44) M. Coronato (O. Moore); 2:1 (08:45) P. Puistola (L. Hämeenaho, O. Määttä); 3:1 (14:10) A. Räty (M. Lehtonen, H. Björninen);
4:1 (21:26) L. Hämeenaho (M. Lehtonen, J. Kuokkanen) PP1; 5:1 (1:57) S. Mäenalanen, O. Määttä, W. Merelä);
5:2 (43:21) R. Leonard (R. Ufko, J. Faulk) PP2; 6:2 (46:33) A. Lundell PP1;
Beste Spieler: Lenni Hämmenaho (FIN), Matt Coronato (USA)
Schweiz deklassiert Deutschland
Deutschland steht nach zwei Niederlagen schon unter Druck, die Schweizer konnten mit zwei Siegen viel Selbstvertrauen tanken. Ohne Philipp Grubauer, Manuel Wiederer und Marcus Weber ging Deutschland ins Spiel, Jonas Stettmer startete im Tor und kam zu seinem ersten WM-Einsatz. Bei den Schweizern wollte Leonardo Genoni im Tor Deutschlands Angriffe stoppen.
Nach 98 Sekunden gab es die erste Strafe, Deutschland durfte sich in Überzahl versuchen. Es gab keine Torchance, die erste folgte erst kurze Zeit später. Die WM-Gastgeber hatten in der Folge die besseren Torchancen und auch sie konnten ein erstes Powerplay nicht nutzen. Bis zur Pause hatten die Schweizer die besseren Chancen, einen Treffer erzielten beide Teams nicht.
Die Schweiz holte sich zwei Sekunden vor der Pause eine Strafe ab und so begann das Mitteldrittel mit einem Powerplay für Deutschland. Dieses sah zwar gut aus, brachte aber wieder keinen Erfolg. Der nächste Versuch folgte umgehend und diesmal fiel auch ein Tor. Nur nicht für Deutschland, denn kurz vor Ende der Strafe konnten die Schweizer einen Konter fahren und den vollendete Denis Malgin in der 26. Minute mit dem ersten Unterzahltor der WM zum 0:1. Drei Minuten später folgte der nächste Konter und den nutzte Sven Andrighetto zum 0:2. Und 35 Sekunden späterfolgte das 0:3, Christoph Bertschy war der Torschütze. Zwei Minuten vor der Pause waren die Schweizer auch in Überzahl erfolgreich, Nico Hischier erhöhte auf 0:4 und sie spielten weiter in Überzahl, weil Deutschland noch eine Strafe kassierte. Diese Einladung ließ sich Roman Josi nicht entgehen, er sorgte für das 0:5. Die Sirene erlöste das DEB-Team von einem am Ende grausigen Drittel.
Deutschlands Torhüterstand auch im letzten Abschnitt häufig im Mittelpunkt, denn die Schweizerwaren weiter klar überlegen und nach 46 Minuten machte Sven Andrighetto das halbe Dutzend voll. Deutschland hatte zwar einige wenige gute Angriffe, insgesamt bestimmten die Schweizer aber weiter das Geschehen. Und sie testeten mehrfach das Gestänge des deutschen Tores. Deutschland schaffte es wirklich noch wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen, Frederik Tiffels erzielte in seinem 100. Länderspiel in der 56. Minute das 1:6.
Der Torhüter war solide, die Abwehr schlecht und vorne fehlt die Durchschlagskraft. Es ist weiter nicht die WM von Deutschland und im nächsten Spiel wartet die USA. Die Schweizer haben wieder gut gespielt und sie könnten wieder eine starke WM hinlegen.
Stimmen (Quelle DEB):
Bundestrainer Harold Kreis: „Die Schweizer haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt und das Spiel damit für sich entschieden. Im ersten Drittel war es noch ein ausgeglichenes Spiel, wir sind dabei körperlich und spielerisch gut reingekommen. Doch im zweiten Drittel kassieren wir in Überzahl das erste Gegentor und dann wuchs die Verunsicherung. Letztlich haben wir durch die schnellen Gegentore das Gleichgewicht verloren. Insofern war es wichtig, uns in der zweiten Pause zu sammeln und den Schlussabschnitt wieder ausgeglichen zu gestalten. Das ist uns dann gelungen und das war auch im Hinblick auf das Spiel gegen die USA wichtig.“
Torhüter Jonas Stettmer: „Es war etwas ganz Besonderes, heute mein erstes WM-Spiel bestreiten zu dürfen. Natürlich habe ich mir meinen ersten Einsatz anders vorgestellt. Die Schweiz hat sehr gutes Eishockey gespielt. Nach einem guten Auftakt haben wir den Faden verloren im zweiten Abschnitt. Zwei so schnelle Tore hintereinander zu bekommen, ist hart und davon haben wir uns nicht erholt. Im Schlussabschnitt haben wir dann noch eine gute Reaktion gezeigt.“
Kapitän und Verteidiger Moritz Seider: „Wir sind heute gut ins Spiel gestartet. Wir haben uns aber mehr vorgenommen. Am Ende war es wieder ein bitterer Abend für uns. Nach unserem Pfostenschuss haben wir direkt das erste Tor kassiert. Danach noch das zweite und dann ging das Kopfkino los. Wir sind alle professionell genug und sollten das nicht zulassen. Wir müssen dieses Spiel jetzt hinter uns lassen und endlich Punkte einsammeln.“
Deutschland – Schweiz 1:6 (0:0/0:5/1:1)
Schiedsrichter: Ch. Holm (SWE), J. Ondracek (CZE) – M. Gibbs (GBR), L. Rampir (CZE)
Zuschauer: 10.000
Strafen: GER 12 (2/4/6), SUI 10 (4/2/4)
Tore:
0:1 (25:56) D. Malgin (N. Hischier, R. Josi) SH1; 0:2 (28:54) S. Andrighetto (D. Malgin, T. Meier); 0:3 (29:29) Ch. Bertschy (N. Niederreiter, S. Jung); 0:4 (27:23) N. Hischier (T. Meier, R. Josi) PP1; 0:5 (38:19) R. Josi (N. Niederreiter, K. Jäger) PP1;
0:6 (45:16) S. Andrighetto (D. Malgin, P. Suter); 1:6 (55:47) F. Tiffels (L. Reichel, J. Samanski); Beste Spieler: Moritz Seider (GER), Roman Josi (SUI)
GRUPPE B:
Kanada holt sich 3. WM-Sieg
Mit zwei Siegen in die WM gestartet waren die Kanadier gegen die noch punktlosen Dänen klarer Favorit. Für Dänemark dürfte es schwer werden, hier einen Punkt zu holen.
Wie erwartet hatte die Kanadier Vorteile, aber auch die Dänen kamen zu Angriffen. Dänemark verhinderte mit viel Einsatz einen Treffer und auch ein Powerplay brachte Kanada keinen Treffer, es blieb beim 0:0.
Dänemarks Torhüter Nicolaj Henriksen stand auch im 2. Drittel häufig im Mittelpunkt und er hielt weiter gut. Seite Vorderleute hatte bei einem ersten Powerplay gute Chancen, ein Treffer wollte dabei nicht gelingen. Nach 33 Minuten wurde erstmals gejubelt, Macklin Celebrini traf für Kanada. Dänemark zog wegen eines vermeidlichen Abseits die Coach`s Challange und das erfolgreich, der Treffer wurde zurückgenommen. Auch Kanada hatte zum Ende des Drittels eine Powerplaysituation, die ebenfalls nicht genutzt wurde, es blieb auch nach 40 Minuten ein torloses Spiel.
28 Sekunden nach Wiederbeginn war der Bann gebrochen, es fiel der erste Treffer des Spiels. Erst konnten die Dänen noch einige Schüsse blocken, dann konnte Porter Martone das 1:0 erzielen. Zwei Minuten später konnte Kanada nachlegen, Gabriel Vilardi erhöhte auf 2:0. Nun lief es bei Kanada und 25 Sekunden später traf Denton Mateychuk auf 3:0. Dänemarks Einsatz wurde in der 51. Minute belohnt, Nick Olesen umkurvte Torhüter Jet Graves und es stand 3:1. Eine Minute später führte Kanada wieder mit drei Toren, Ryan O`Reilly hatte keine Mühe eine schöne Vorlage von Sidney Crosby zum 4:1 einzuschießen. Dänemark versuchte das Ergebnis zu verbessern und 3:43 vor dem Ende ging der Torhüter vom Eis. Mit Torhüter kassierten die Dänen 29 Sekunden noch das 5:1, Parker Wotherspoon traf zum 5:2-Endstand.
Kanada hat damit auch das 3. WM-Spiel gewonnen und den Viertelfinaleinzug fast geschafft. Dänemark kämpft, ein wenig wie erwartet, um den Divisionserhalt. Sie haben sich aber in diesem Spiel gut verkauft.
Kanada – Dänemark 5:1 (0:0/0:0/5:1)
Schiedsrichter: M. Kaukokari (FIN), C. Ofner (AUT) – O. Hautamäki (FIN), P. Laguzov (GER)
Zuschauer: 6.367
Strafen: CAN 2 (0/2/0), DEN 4 (2/2/0)
Tore:
1:0 (40:28) P. Martone (S. Crosby, M. Celebrini); 2:0 (43:08) G. Vilardi (T. Thomas); 3:0 (43:33) D. Mateychuk (S. Crosby, M. Celebrini); 3:1 (50:12) N. Olesen; 4:1 (51:49) R. O`Reilly (S. Crosby, P. Martone); 5:1 (59:31) P. Wotherspoon (S. Crosby);
Beste Spieler: Sidney Crobsy (CAN), Nicolaj Hendriksen (DEN)
Tschechien gewinnt packendes Spiel
Schweden sammelte mit dem Erfolg gegen Dänemark Selbstvertrauen, Tschechien kam auch im zweiten Spiel nur zu einem knappen Ergebnis. Es konnte ein offenes Spiel erwartet werden.
Tschechien ging sehr aggressiv ins Spiel und sie kamen nach 184 Sekunden zum ersten Treffer der Partie. Filip Hronekl zog ab und Lukas Sedlak lenkte den Puck unhaltbar für Torhüter Magnus Hellberg zum 0:1 ab. Tschechien hatte auch danach die besseren Chancen, Schweden tat sich schwer ins Spiel zu kommen. Und nach 13 Minuten kamen die Tschechen sogar zum 0:2, in Überzahl konnte Dominik Kubalik mit einem Hammer von der blauen Linie de zweiten Treffer der Tschechen erzielen. 36 Sekunden später gab es vor dem schwedischem Tor eine Auseinandersetzung, die mit der ersten Spieldauerdisziplinarstrafe des Turniers endete. Jakub Flek erzielte das 0:3 und es krachte vor dem Tor. Tschechiens Jan Scotka kassierte diese wegen eines Cross-Checks. Schweden kam in der 16. Minute zum ersten Treffer des Spiels, Joel Persson traf mit einem verdeckten Schuss, gegen den Tschechiens Torhüter Josef Korenar keine Abwehrchance hatte. 135 Sekunden vor der Pause waren die Schweden wieder im Spiel, Simon Holmström verkürzte in Überzahl mit einem Schuss aus dem Bullykreis auf 2:3 und so waren die Schweden zur Pause wieder im Spiel.
Abwechslungsreich ging es weiter und nach 24 Minuten fiel der nächste Treffer. Nach einem Angriff rutschte so einiges ins Tor der Schweden, darunter auch der Puck. Nach Videobeweis wurde Jiri Cernoch als Torschütze angegeben und es stand 2:4. Zwei Minuten später kamen die Schweden zum Anschlusstreffer, Oliver Ekman-Larsson traf in Überzahl von der blauen Linie. Beide kämpften weiter um jeden Zentimeter Eis, beide ließen aber auch kaum Torschüsse zu. Schweden kam zwei Minuten vor der Pause zu einem Treffer, aber der wurde wegen Torraumabseits nicht anerkannt und so blieb es nach 40 Minuten beim 3:4.
Schweden drückte im letzten Drittel auf den Ausgleich, Tschechien kam jetzt kaum noch zu gefährlichen Angriffen. 120 Sekunden vor dem Ende ging Schwedens Torhüter vom Eis, doch Tschechien hielt den knappen Vorsprung und holte sich den Sieg.
Es war ein packendes Spiel, in dem Schweden Moral bewies und Tschechien noch eine enge Partie liefern konnte.
Schweden – Tschechien 3:4 (2:3/1:1/0:0)
Schiedsrichter: R. Brandner (FIN), A. Schrader (GER) – S. Gustafson (USA), D. Schlegel (SUI)
Zuschauer: 6.378
Strafen: SWE 10 (8/2/0), CZE 13 + Spieldauerdisziplinarstrafe J. Scotka (Cross-Check) (27/4/02)
Tore:
0:1 (03:04) L. Sedlak (F. Hronek, T. Galvas); 0:2 (12:24) D. Kubalik (T. Cibulka, M. Kaut) PP1; 0:3 (13:00)J. Flek (D. Vozenilek, D. Tomasek); 1:3 (15:34) J. Persson (E. Heineman); 2:3 (17:45) S. Holmström (J. Persson, E. Heineman) PP1;
2:4 (23:21) J. Cernoch (D. Beranek, J. Chmelar); 3:4 (26:00) O. Ekman-Larsson (L. Raymond, I. Stenberg) PP1;
Beste Spieler: Simon Holatröm (SWE), Jiri Cernoch (CZE)
TABELLEN
GRUPPE A:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Schweiz |
3 |
13:4 |
9 |
9 |
|
2 |
Finnland |
3 |
13:4 |
9 |
9 |
|
3 |
Österreich |
2 |
9:4 |
5 |
6 |
|
4 |
USA |
3 |
8:10 |
-2 |
3 |
|
5 |
Lettland |
2 |
4:4 |
0 |
3 |
|
6 |
Ungarn |
2 |
3:8 |
-5 |
0 |
|
7 |
Großbritannien |
2 |
3:10 |
-7 |
0 |
|
8 |
Deutschland |
3 |
2:11 |
-9 |
0 |
GRUPPE B:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Kanada |
3 |
16:4 |
12 |
9 |
|
2 |
Tschechien |
3 |
10:7 |
3 |
7 |
|
3 |
Slowakei |
2 |
6:2 |
4 |
6 |
|
4 |
Norwegen |
2 |
5:2 |
3 |
3 |
|
5 |
Schweden |
3 |
12:11 |
1 |
3 |
|
6 |
Slowenien |
2 |
3:6 |
-3 |
2 |
|
7 |
Italien |
2 |
1:10 |
-9 |
0 |
|
8 |
Dänemark |
3 |
4:15 |
-11 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule
erschienen bei Icehockeypage








