Mit den nächsten vier Spielen wurde der 3. Spieltag der Gruppenphase abgeschlossen. Am Nachmittag gewann Österreich das Spiel der Gruppe A gegen Lettland, Norwegen holte sich in der Gruppe B gegen Italien den Sieg. Am Abend setzte sich Ungarn gegen Großbritannien durch, das Spiel der Gruppe B zwischen der Slowakei und Slowenien ging nach Penaltyschießen an die Slowaken.
GRUPPE A:
Österreich gewinnt auch das 3. Spiel
Österreich hat nach zwei Spielen sechs Punkte auf dem Konto und könnte mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Lettland hat drei Punkte und benötigte schon einen Sieg, um noch um den 4. Platz der Gruppe mitspielen zu können. Es durfte ein offenes Spiel erwartet werden, die Tagesform würde viel entscheiden.
In einem ausgeglichenen ersten Abschnitt hatten beide Teams nur wenige Torchancen, beide testeten aber auch das Metall der Tore. Die Torhüter Kristers Gudlevskis und Atte Tolvanen ließen in diesem Drittel keine Tore zu und so blieb es, bei Vorteilen für die Letten, beim 0:0.
Lettland erwischte den besseren Start ins 2. Drittel, nur nutzen sie durchaus gute Chancen nicht aus. Der erste Treffer ging dann aber doch an Österreich, Tim Harnisch brachte die Österreicher nach 28 Minuten in Führung. Lettland versuchte zu antworten und in den letzten Minuten des Drittels gab es auch einige gute Torchancen.
Der erste Angriff im 2. Drittel führte zum zweiten Treffer der Partie. 25 Sekunden nach Wiederbeginn landete sin vom Bullykreis abgegebener Schuss von Roberts Balcers im Tor von Österreich und es stand 1:1. Es folgten zwei Videobeweise. Einer führte zu einer kleinen Strafe gegen Lettland, im Powerplay folgte der nächste und da war zu sehen, dass ein Schuss von Benjamin Nissner ins Tor ging und Österreich führte nach 45 Minuten mit 1:2. Die Letten drückten auf den Ausgleich, Österreichs Abwehr konnte viele Angriffe stoppen und Schüsse blocken. 95 Sekunden vor dem Ende zogen die Letten den Torhüter, zwei Sekunden vor dem Ende führte das zum 1:3 durch einen Empty Net Treffer von Vinzenz Rohrer.
Österreich hat sich eine gute Ausgangsposition verschafft, sie treffen nun aber auch noch auf Deutschland und die Top-Teams der Gruppe. Für Lettland ist aber auch noch alles möglich.
Lettland – Österreich 1:3 (0:0/0:1/1:2)
Schiedsrichter: T. Burzminski (CAN), M. Wannerstedt (NOR) – D. Beresford (GBR), J. Rey (USA)
Zuschauer: 8.677
Strafen: LAT 6 (2/2/2), AUT 4 (2/2/0)
Tore:
0:1 (27:11) T. Harnisch (P. Stapelfeldt);
1:1(40:25) R. Balcers (D. Smirnovs, A. Smits); 1:2 (44:23) B. Nissner (P. Schneider, V. Rohrer) PP1; 1:3 (59:58) V. Rohrer (T. Nickl) ENG;
Beste Spieler: Oskars Cibulskis (LAT), Atte Tolvanen (AUT)
Ungarn holt ersten WM-Sieg
Drei Teams haben in dieser Gruppe noch keinen Punkt geholt, zwei davon sind Ungarn und Großbritannien. Für beide ging es also um einen ganz wichtigen Sieg. Bisher haben sich beide trotz der Niederlagen gut verkauft und so gab es keinen Favoriten.
Ungarn konnte in diesem wichtigen Spiel vorlegen. Nach einem Puckgewinn im Drittel der Briten zog Krisztian Nagy ab und Ben Bowns im Tor der Briten musste nach 139 Sekunden hinter sich greifen. Die Briten kamen noch nicht so richtig ins Spiel und so hatten die Ungarn zunächst etwas mehr vom Spiel. Als die Briten besser im Spiel waren und es erste Chancen gab, klingelte es erneut. Doman Szongoth täuschte den britischen Torhüter Ben Bowns und schob den Puck 106 Sekunden vor der Pause ins Tor.
Den Briten musste etwas einfallen, bisher agierten sie zu harmlos. Ein Powerplay könnte dabei eigentlich helfen, im diesem Fall ging es nach hinten los. Istvan Terbocs schnappte sich an der eigenen blauen Linie den Puck, ging durch und es stand nach 24 Minuten 3:0. Ben Bowns verließ daraufhin das Eis und er wurde durch Mat Robson ersetzt. Zwar versuchten sie das Ergebnis zu verbessern, trotz Überlegenheit gelang es ihnen nicht einen Treffer zu erzielen. Auch mehrere Powerplays halfen ihnen nicht, es blieb zur Pause beim 3:0 für Ungarn.
So richtig Fahrt konnten die Briten auch im letzten Abschnitt nicht aufnehmen, die Angriffe waren insgesamt immer noch zu harmlos. Ungarn war weiter effektiver und nach 54 Minuten konnte Istvan Terbocs mit den 4:0, erzielt nach einem Konter, für die endgültige Entscheidung sorgen. 41 Sekunden später vollendete Krisztian Nagy einen schönen Angriff der Ungarn zum 5:0. Nun lief bei den Briten nichts mehr und Ungarn war klar überlegen. Am Ende gewann Ungarn mit 5:0 und mit Bence Balzis feierte der fünfte Torhütereinen Shutout.
Ungarn hat dieses Spiel verdient gewonnen, sie nutzten ihre Chancen einfach besser. Für die Briten wird es nun schwer, die Division noch zu halten.
Ungarn – Großbritannien 5:0 (2:0/1:0/2:0)
Schiedsrichter: N. Bloyer (USA), C. Borga (SUI) – O. Durmis (SVK), N. Sostumoen (NOR)
Zuschauer: 7.996
Strafen: HUN 6 (0/6/0), GBR 10 (2/2/6)
Tore:
1:0 (02:19) K. Nagy; 2:0 (18:14) D. Szongoth (M. Horvath, B. Horvath);
3:0 (23:31) I. Terbocs SH1;
4:0 (53:24) I. Terbocs (B. Horvath, T. Ortenzky); 5:0 (54:05) K. Nagy (P. Vincze, T. Sarpatki); Beste Spieler: Istvan Terbocs (HUN), Nathanael Halbert (GBR)
GRUPPE B:
Norwegen feiert zweiten Sieg
Italien wartet als einziges Team der Gruppe noch auf einen Punkt, Norwegen hat schon einen Sieg auf dem Konto. Beiden war ein Sieg zuzutrauen und beiden würde dieser auch weiterhelfen.
Italien kam in dieser Partie zum ersten Powerplay, Norwegen hatte insgesamt mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Nach 12 Minuten ging Norwegen verdient in Führung, Eskild Baake Olsen durfte ungestörtdurch das italienische Drittel wandern und er schoss den Puck an Torhüter David Fadani vorbei ins Tor. Norwegen war klar überlegen, von Italien kamen nur selten Entlastungsangriffe. Weitere Tore wurden in diesem Drittel nicht erzielt, es blieb beim knappen 0:1.
Norwegen ging mit einer guten Minute Powerplay ins Mitteldrittel und so standen die Italiener gleich wieder unter Druck. Einer der wenigen Gegenangriffe führte zu einem Lattenschuss. Nun waren sie besser im Spiel und das Drittel verlief zunächst ausgeglichener. Der zweite Treffer ging dann doch auf Norwegen, nach einer überstandener Unterzahl gab es einen Konter, den Noah Stehen in der 32. Minute erfolgreich abschloss. Italien hatte in diesem Drittel mehr Spielanteile, sie schafften es nur nicht Tore zu erzielen. Norwegen machte das besser, Christian Kaasastul schoss den Puck 69 Sekunden vor der Pause in den Winkel und es stand 0:3.
Italien griff auch im letzten Drittel an und ein Powerplay brachte Vorteile. Norwegen war weiter effektiver, Tinus Kollar sorgte vier Minuten vor dem Ende nach einem Konter für das 0:4 und spätestens jetzt war das Spiel entschieden. Es blieb der letzte Treffer und Norwegens Torhüter Henrik Hauckeland ist der vierte Torhüter mit einem Shutout.
Norwegen gewann verdient und sie spielen weiter um den 4. Platz mit. Italien muss weiter auf einen Punkt warten.
Italien – Norwegen 0:4 (0:1/0:2/0:1)
Schiedsrichter: J. Gour (CAN), L. Kohlmüller (GER) – G. Jonsson (SWE), T. Niittyla (FIN)
Zuschauer: 4.989
Strafen: ITA 8 (2/6/0), NOR 10 (2/6/2)
Tore:
0:1 (11:32) E. Bakke Olsen (M. Krogdahl, M. Oby-Olsen);
0:2 (31:40) N. Stehen (H. Östrem Salsten);0:3 (38:51) Ch. Kaasastul (M. Oby-Olsen, M. Krogdahl);
0:4 (55:28) T. Koblar (A. Martinsen, E. Pettersen);
Beste Spieler: David Fadani (ITA), Henrik Haukeland (NOR)
Slowaken gewinnen nach Penaltyschießen
Die Slowenen konnten gegen Tschechien überraschen und zwei Punkte holen, die Slowakei hat aus den ersten beiden Spielen die maximale Ausbeute geholt. So waren die Slowaken Favorit, sie sollten die Slowenen aber nicht unterschätzen.
Die Slowaken versuchten ihrer Favoritenrolle gleich gerecht zu werden und sie erwischten einen guten Start. Nach einem schönen Pass von Mislav Rosandic brauchte Adam Liska nur noch die Kelle reinhalten und Sloweniens Torhüter Lukas Horak war nach 80 Sekunden erstmals geschlagen. Zwar konnten die Slowenen im Anschluss etwas mitspielen, mehr Spielanteile hatten die Slowaken hat. Vier Minuten vor der Pause kamen die Slowenen zu einem doppelten Überzahlspiel und das nutzten sie aus. Ken Ograjensek konnte den slowakischen Torhüter Adam Gajan mit einem Schuss aus dem Bullykreis überwinden und es stand 1:1. Den Slowaken machte der Gegentreffer nichts aus, sie spielten weiter nach vorne und 85 Sekunden vor der Pause gingen sie nach einem platzierten Schuss von Martin Chromiak erneut in Führung.
Die Slowenen waren noch lange nicht geschlagen, das zeigte sich nach 77 Sekunden des Mittelabschnitts. Aljosa Cronvic zog von der blauen Linie ab, Rok Ticar fälschte den Puck unhaltbar ab und es stand 2:2. Vier Minuten später konnten die Slowaken wieder in Führung gehen, ein Schuss von der blauen Linie, abgegeben von Filip Mesar, landete im Tor. Der Außenseiter hielt weiter mit, musste aber in der 31. Minute das 2:4 hinnehmen. In Überzahl traf Martin Fasko Rudas per Nachschuss und die Slowaken führten mit zwei Toren Vorsprung. Die Slowenen waren immer noch nicht geschlagen, sie kamen zwei Minuten vor der Pause wieder heran. Ein Schuss von Jan Drozg ging durch und die Slowenen verkürzten in Überzahl auf 3:4 und so war das Spiel zur Pause wieder offen.
Es ging auch im letzten Drittelhin und her, wobei die Slowaken leichte Vorteile hatten. 63 Sekunden vor dem Ende zogen die Slowenen den Torhüter und sie kamen wirklich zum Ausgleich. Rok Ticar sorgte 31 Sekunden vor der Sirene für Jubel im slowenischen Lager.
Es folgte also die zweite Verlängerung dieser WM und hier war Slowenien überlegen. Ein Treffer fiel aber nicht und so folgte das erste Penaltyschießen der Weltmeisterschaft 2026.
Hier traf für die Slowenen nur Rok Ticar, für die Slowakei waren Oliver Okuliar, Kristian Pospisil und Filip Mesar und damit holten die Slowaken den zweiten Punkt.
Für die Slowenen ist auch dieser eine Punkt verdient und auch wichtig, denn sie haben nun drei Punkte auf dem Konto. Die Slowaken stehen nun bei acht Punkten und haben gute Chancen das Viertelfinale zu erreichen.
Slowenien – Slowakei 4:5 (1:2/2:2/1:0) n.P.
Schiedsrichter: S. MacFarlane (USA), M. Tscherrig (SUI) – R. Davidonis (LAT), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 3.146
Strafen: SLO 6 (4/2/0/0), SVK 10 (6/4/0/0)
Tore:
0:1 (01:20) A. Liska(M. Rosandic, F. Gajdos); 1:1 (15:17) K. Ograjensek (T. Ticar, J. Cocis) PP2; 1:2 (18:35) M. Chromiak (S. Cederle, F. Gajdos);
2:2 (21:17) R. Ticar (A. Crnovic, A. Magovac); 2:3 (25:46) F. Mesar (M. Strbak, S. Knazko); 2:4 (30:03) M. Fasko Rudas (A. Liska, F. Mesar) PP1; 3:4 (37:48) J. Drozg (B. Gregorc, R. Sabolic) PP1; 4:4 (59:29) R. Ticar (J. Drozg, B. Gregorc) EA;
4:5 (65:00) K. Pospisil PS
Beste Spieler: Rok Ticar (SLO), Adam Liska (SVK)
Tendenzen in welche Richtung es für die Teams der beiden Gruppen geht, sind schon vorhanden, entschieden ist natürlich noch nichts. Dennoch wird es für einige Teams immer schwieriger die gesteckten Zwischenziele zu erreichen.
Tendenzen in welche Richtung es für die Teams der beiden Gruppen geht, sind schon vorhanden, entschieden ist natürlich noch nichts. Dennoch wird es für einige Teams immer schwieriger die gesteckten Zwischenziele zu erreichen.
TABELLEN
GRUPPE A:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Schweiz |
3 |
13:4 |
9 |
9 |
|
2 |
Finnland |
3 |
13:4 |
9 |
9 |
|
3 |
Österreich |
3 |
12:5 |
7 |
9 |
|
4 |
Ungarn |
3 |
8:8 |
0 |
3 |
|
5 |
USA |
3 |
8:10 |
-2 |
3 |
|
6 |
Lettland |
3 |
5:7 |
-2 |
3 |
|
7 |
Deutschland |
3 |
2:11 |
-9 |
0 |
|
8 |
Großbritannien |
3 |
3:15 |
-12 |
0 |
GRUPPE B:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Kanada |
3 |
16:4 |
12 |
9 |
|
2 |
Slowakei |
3 |
11:6 |
5 |
8 |
|
3 |
Tschechien |
3 |
10:7 |
3 |
7 |
|
4 |
Norwegen |
3 |
9:2 |
7 |
6 |
|
5 |
Schweden |
3 |
12:11 |
1 |
3 |
|
6 |
Slowenien |
3 |
7:11 |
-2 |
3 |
|
7 |
Dänemark |
3 |
4:15 |
-11 |
0 |
|
8 |
Italien |
3 |
1:14 |
-13 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule








