Am Nachmittag gewann die Schweiz das Spiel der Gruppe A gegen Österreich, Tschechien holte gegen Italien die Punkte der Gruppe B. Die Abendpartie, zwischen den USA und Deutschland ging nach Penaltyschießen an die USA, Schweden gewann in der Gruppe B gegen Slowenien.
GRUPPE A:
Schweiz deklassiert Österreich
Nach dem Traumstart mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen wäre den Österreichern auch gegen die Schweiz einiges zuzutrauen. Doch auch die Schweizer haben mit drei Siegen viel Selbstvertrauen getankt und so war in diesem Spitzenspiel einiges zu erwarten.
Von Beginn an setzten die Schweizer Österreich unter Druck, diese kamen kaum aus dem eigenen Drittel. Als sie dann doch im Schweizer Drittel auftauchten, konterten die Schweizer und das erfolgreich. Theo Rochette schoss den Puck nach sechs Minuten in den Winkel des von David Kickert gehüteten Tores und es stand 0:1. Österreich kam eine Minute zum ersten Powerplay der Partie und es gab einige gute Abschlüsse. Kaum komplett, folgte der nächste schnell vorgetragene Angriff der Schweizer und Timo Meier erhöhte in der 10. Minute auf 0:2. Der nächste Rückschlag für Österreich folgte 128 Sekunden später Nico Hischier erhöhte auf 0:3. Eine Minute später gerieten die Österreicher auch noch in Unterzahl und wieder klingelte es, Damien Riat erhöhte nach 14 Minuten auf 0:4. Mit diesem ging es in die erste Pause und diese benötigten die Österreicher auch, um sich zu fangen.
Wer dachte die Schweizer würden es nun ruhiger angehen, lag falsch. Sie stürmten weiter und sie trafen auch weiter. Nico Hischier (30.) und Calvin Thurkauf 21 Sekunden später erhöhten auf 0:6 (31.) und der daraufhin eingewechselte Florian Vorauer musste zwei Minuten später hinter sich greifen, Theo Rochette erhöhte auf 0:7. Bei Österreich lief weiterhin nicht viel zusammen und so stand es nach 40 Minuten 0:7.
Im letzten Drittel ließen es die Schweizer ruhiger angehen, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Und eine Strafe gegen Österreich nutzten sie zum 0:8, Damien Riat erzielte als dritter Spieler seinen zweiten Treffer in diesem Spiel. Das 0:9 folgte drei Minuten vor dem Ende, kurz nach einem Powerplay war Christoph Bertschy erfolgreich. Bei diesem Ergebnis blieb es und somit gab es den bisher höchsten Sieg dieser WM.
Leonardo Genoni hatte doppelten Grund zur Freude. Er feierte als fünfter Torhüter einen Shutout und ist mit nun 13 Shutouts der erfolgreichste Torhüter bei Weltmeisterschaften.
Es war wieder eine Demonstration der Schweizer, Österreich hatte nicht den Hauch einer Chance.
Die Schweizer sind damit so gut wie sicher im Viertelfinale. Österreich steht mit neun Punkten aber weiterhin gut da und sie können aus eigener Kraft den Einzug in die Runde der besten acht schaffen.
Österreich – Schweiz 0:9 (0:4/0:3/0:2)
Schiedsrichter: Ch. Holm (SWE), M. Wannerstedt (NOR) – B. Birkhoff (CAN), J. Ondracek (CZE)
Zuschauer: 10.000
Strafen: AUT 8 (2/2/4), SUI 2 (2/0/0)
Tore:
0:1 (05:11) T. Rochette (D. Malgin, S. Andrighetto); 0:2 (09:20) T. Meier (D. Egli); 0:3 (11:28) N. Hischier (T. Meier, A. Biasca); 0:4 (13:21) D. Riat (S. Andrighetto, D. Kukan) PP1;
0:5 (29:42) N. Hischier (N. Niederreiter, T: Meier); 0:6 (30:03) C. Thurkauf (J. Moser); 0:7 (32:19) T. Rochette (S. Andrighetto, Ch. Marti);
0:8 (50:29) D. Riat (T. Rochette, D. Malgin) PP1; 0:9 (56:02) Ch. Bertschy (C. Thurkauf, S. Jung);
Beste Spieler: Bernd Wolf (AUT), Nico Hischier (SUI)
Deutschland holt ersten WM-Punkt
Die USA war Favorit, zumal die Leistungen des DEB-Teams bisher sehr bescheiden waren. Allerdings konnten die USA bisher nicht überzeugen und das war eventuell die Chance für Deutschland. Deutschland trat ohne Maximilian Franzreb, Andreas Eder und Marcus Weber an, Philipp Grubauer startete im Tor. Bei den USA bekam diesmal Devin Cooley den Vorzug im Tor.
Diesmal erwischte Deutschland einen guten Start, gleich mit dem ersten Angriff gab es zwei Schüsse, die abgewehrt wurden, der dritte Schuss saß. Mortiz Seider zog von der blauen Linie ab und es stand nach 60 Sekunden 0:1. Deutschland spielte weiter gut mit, Chancen der USA konnten aber nicht verhindert werden und so war es ein offenes Spiel. Die 15. Minute brachte den USA den verdienten Ausgleich, Isaac Howard stand frei und traf zum 1:1. Deutschland kam wenig später zu einem ersten Powerplay, in dem es eine gute Chance gab. Es blieb nach 20 Minuten beim 1:1 und die gezeigte Leistung konnte sich sehen lassen.
Das 2. Drittel begann mit viel Druck der USA und nach 26 Minuten führte das zum 2:1, Max Sasson traf per Nachschuss. Deutschland traf zwar eine Minute später, der Treffer wurde aber wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen. Deutschland kämpfte weiter und das wurde belohnt. Geburtstagskind Frederik Tiffels kam vor dem Tor an den Puck und sein Schuss landete nach 30 Minuten zum 2:2 im Tor der USA. Zwar hatten dien USA weiter Vorteile, der nächste Treffer ging dennoch an das DEB-Team. Einen Konter schloss Marc Michaelis mit einem platzierten Schuss ab und nach 33 Minuten war das Spiel wieder gedreht. Auf beiden Seiten gab es bis zur Pause hochkarätige Chancen, am Spielstand änderte sich bis zur Sirene nichts mehr.
Die USA mussten kommen, Deutschland hielt aber weiter dagegen und so gab es weiter Chancen auf beiden Seiten. Fünf Minuten vor dem Ende jubelten die USA, Tommy Novak stocherte den Puck ins Tor. Deutschland blieb aber im Spiel und es gab weiter Chancen auf beiden Seiten. Tore fielen keine mehr und so hatte Deutschland den ersten WM-Punkt auf dem Konto.
Auch in der Verlängerung hielt Deutschland gut mit und sie hatten sogar die besseren Chancen. Eine Entscheidung fiel in den fünf Minuten nicht und so folgte das zweite Penaltyschießen der WM.
Für die USA waren hier Matt Coronato und Ryan Leonard, für das DEB-Team traf nur Joshua Samanski und so blieb es für Deutschland bei einem Punkt.
Es war ein starker Auftritt des DEB-Tea, am Ende fehlte das Glück. Für beide ist das Viertelfinale noch in Reichweite, die USA haben es da natürlich einfach.
USA – Deutschland 4:3 (1:1/1:2/1:0) n.P.
Schiedsrichter: T. Burzminski (CAN), J. Ondracek (CZE) – M. Gibbs (CAN), L. Rampir (CZE)
Zuschauer: 9.731
Strafen: USA 2 (2/0/0/0), GER 2 (0/0/2/0)
Tore:
0:1 (01:00) M. Seider (F. Tiffels, J. Samanski); 1:1 (14:31) I. Howard (A. Steeves);
2:1 (25:06) M. Sasson (R. Ufko, A. Steeves); 2:2 (29:53) F. Tiffels (L. Reichel, L. Gawanke); 2:3 (32:43) M. Michaelis (A. Ehl); 3:3 (54:13) T. Novak (D. Carlile);
(65:00) PS;
Beste Spieler: Ryan Leonard (USA), Frederik Tiffels (GER)
GRUPPE B:
Tschechien quält sich zum Sieg
Tschechien ging gegen die noch punktlosen Italiener als klarer Favorit ins Spiel, ein deutlicher Sieg wurde erwartet. Und mit einem Erfolg würde das Viertelfinale ein Stück näher rücken. Für Italien geht es um Punkte um den Divisionsverbleib.
Wie erwartet hatten die Tschechen gleich Vorteile, von Italien kamen nur wenige Angriffe. Sie schafften es aber nicht diese Vorteile auch zu nutzen. Erst ein Powerplaynach 15 Minuten brachte den Italienern ein bisschen Entlastung. Italien hielt trotz deutlicher Vorteile von Tschechien das 0:0 bis zur Pause.
Der Sturmlauf der Tschechen ging im 2. Drittel weiter, es gelang ihnen aber einfach nicht Italiens Torhüter Damian Clara zu überwinden. Dafür traf der Außenseiter. Die 30. Minute führte zu einem Videobeweis, in dem deutlich zu sehen war, dass ein Rettungsversuch von Torhüter Dominik Pavlat erfolglos war, der Puck war bereits hinter der Linie und Nicholas Saracino sorgte für das 0:1. Italien überstand zum Ende des Drittels noch eine Strafe und so führten sie nach 40 Minuten 0:1.
Tschechien drückte weiter auf den Ausgleich, Italien verteidigte mit viel Einsatz die knappe Führung. Nach 46 Minuten konnte Tschechien doch den Ausgleich erzielen, Marek Alscher konnte einen Querpass einschießen. Sechs Minuten später konnte Tschechien in Führung gehen, Jakub Flek hämmerte den Puck ins Tor. Italien gab nicht auf und 107 Sekunden vor dem Ende zogen sie den Torhüter. 55 Sekunden vor der Sirene sorgte das für die Entscheidung, Dominik Kubalik erzielte das 3:1.
Italien hat alles gegeben, am Ende setzte sich dann doch der Favorit durch. Mit nun zehn Punkten sind die Tschechen weiter auf Viertelfinalkurs, für Italien geht es um den Divisionserhalt.
Tschechien – Italien 3:0 (0:0/0:1/3:0)
Schiedsrichter: M. Kaukokari (FIN), M. Tscherrig (SUI) – R. Davidonis (LAT), P. Laguzov (GER)
Zuschauer: 4.517
Strafen: CZE 0 (0/0/0), ITA 10 (2/4/4)
Tore:
0:1 (29:20) N. Saracino (M. Frycklund);
1:1 (45:14) M. Alscher (J. Tichacek, M. Blumel); 2:1 (51:05) J. Flek (D. Tomasek, F. Hronek); 3:1 (59:05) D. Kubalik (D. Tomasek) ENG;
Beste Spieler: Filip Hronek (CZE), Damian Clara (ITA)
Schweden lassen Slowenien keine Chance
Schweden brauchte dringend einen Sieg, bei nur drei Punkten würde sonst das Hauptrundenaus drohen. Die Slowenen sind das Überraschungsteam der Gruppe und sie würden sicherlich versuchen auch den Schweden ein hartes Spiel liefern.
Zwar hatten die Slowenen früh den ersten Schuss, dann kam Schweden und nach vier Minuten fiel das 1:0. Lucas Raymond konnte einen Abpraller einnetzen und Torhüter Zan Us war geschlagen. Schweden blieb klar überlegen und 53 Sekunden vor der Sirene konnte Jacob de la Rose nach schöner Vorarbeit auf 2:0 erhöhen.
Im 2. Drittel drehten die Schweden auf. Jacob de la Rose (26.) und 63 Sekunden später Robert Hagg schraubten das Ergebnis auf 4:0. Eine Strafe gegen Slowenien nutzte Lucas Raymond, nach seinem zweiten Treffer des Spiels stand es nach 32 Minuten 5:0. Das 6:0 folgte zwei Minuten vor der Pause, Mattias Ekholm konnte sich in die Torschützenliste eintragen und so war das Spielnach 40 Minuten entschieden.
Schweden bestimmte auch im letzten Drittel das Geschehen, wenn auch nicht mehr so dominant wie noch in den ersten 40 Minuten. Slowenien kam zwar auch wieder zu einigen guten Angriffen, ohne Schwedens Torhüter Arvid Söderblom überwinden zu können, der nun Torhüter Nr. 7 mit einem Shutout ist. Schweden traf auch nicht mehr und so blieb es beim 6:0.
Auch wenn der Einsatz bei den Slowenen stimmte, sie hatten gegen stark aufspielende Schweden keine Chance.
Schweden – Slowenien 6:0 (2:0/4:0/0:0)
Schiedsrichter: J. Gour (CAN), Ch. Ofner (AUT) – S. Gustafson (USA), T. Niittyla (FIN)
Zuschauer: 4.814
Strafen: SWE 0 (0/0/0), SLO 6 (2/4/0)
Tore:
1:0 (03:26) L. Raymond (C. Grundström, O. Ekman-Larsson); 2:0 (19:07) J. de la Rose (L. Karlsson, M. Ekholm);
3:0 (25:55) J. de la Rose (L. Karlsson); 4:0 (26:58) R. Hagg (O. Ekman-Larsson, A. Frondell); 5:0 (31:38) L. Raymond (O. Ekman-Larsson, I. Stenberg) PP1; 6:0 (37:23) M. Ekholm (A. Frondell, S. Holmström);
Beste Spieler: Jacob de la Rose (SWE), Robert Sabolic (SLO)
TABELLEN
GRUPPE A:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Schweiz |
4 |
22:4 |
9 |
12 |
|
2 |
Finnland |
3 |
13:4 |
9 |
9 |
|
3 |
Österreich |
4 |
12:14 |
7 |
9 |
|
4 |
USA |
4 |
12:13 |
-1 |
5 |
|
5 |
Ungarn |
3 |
8:8 |
0 |
3 |
|
6 |
Lettland |
3 |
5:7 |
-2 |
3 |
|
7 |
Deutschland |
4 |
5:15 |
-10 |
1 |
|
8 |
Großbritannien |
3 |
3:15 |
-12 |
0 |
GRUPPE B:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Tschechien |
4 |
13:8 |
5 |
10 |
|
2 |
Kanada |
3 |
16:4 |
12 |
9 |
|
3 |
Slowakei |
3 |
11:6 |
5 |
8 |
|
4 |
Schweden |
4 |
18:11 |
7 |
6 |
|
5 |
Norwegen |
3 |
9:2 |
7 |
6 |
|
6 |
Slowenien |
4 |
7:17 |
-10 |
3 |
|
7 |
Dänemark |
3 |
4:15 |
-11 |
0 |
|
8 |
Italien |
4 |
2:17 |
-15 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule








