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WM 2026 Tag 7: Fortsetzung 4. Spieltag und Start 5. Spieltag +++UPDATE 22:50 UHR+++

deb150 1Los ging es am Nachmittag mit einem Erfolg von Finnland gegen Lettland im Spiel der Gruppe A und von Kanada, das im Spiel der Gruppe B gegen Norwegen nach Verlängerung gewann.  Am Abend gewann die Schweiz das Spiel der Gruppe A gegen Großbritannien und die Slowakei war im Spiel der Gruppe B gegen Dänemark erfolgreich.

GRUPPE A:

Finnland gewinnt locker

Die Finnen waren zwar gegen die Letten favorisiert, Lettland kann aber mit seiner kompakten Spielweise gegen jeden mithalten. Und während Finnland mit einem Erfolg sicher im Viertelfinale wäre, brauchen die Letten bei momentan drei Punkten noch einige Zähler, um einen der ersten vier Gruppenplätze zu belegen.

Lettland kam zum schnellsten Tor dieser WM. Nach zehn Sekunden klingelte es im Kasten von Justus Annunen. Ein Fehler in der Abwehr brachte Rudolfs Balcers an den Puck und er traf sicher zur Führung. Finnland blieb unbeeindruckt und nach sechs Minuten war auch Lettlands Torhüter Mareks Mitens geschlagen, Hannes Björminen traf zum 1:1. Die Finnen agierten weiter offensiv und in der 11. Minute traf Henri Jokiharju mit einem platzierten Schuss zum 1:2. Ein weiterer Konter brachte Finnland das 1:3, Saku Mäenalanen traf nach 16 Minuten und so führte Finnland auch zur Pause.

Finnland blieb das bessere Team, ohne dabei zu glänzen. Nach 29 Minuten kamen sie zum vierten Treffer, Waltteri Merelä traf mit einem Schuss in den Winkel. Es blieb der einzige Treffer in einem durchwachsenen Drittel.

Zwei Strafen gegen Lettland zum Ende des 2. Drittels sorgten für ein doppeltes Überzahl von 101 Sekunden und nach 58 Sekunden erhöhte Anton Lundell auf 1:5. 27 Sekunden später saß der nächste Nachschuss, Patrik Puistola machte das halbe Dutzend voll. Nun ging Gustavs Grigale bei den Letten ins Tor. Vier Minuten nach seiner Einwechslung musste er das 1:7 durch einen Nachschuss von Aatu Räty hinnehmen. Lettland konnte danach noch einige Versuche starten mit einem und für 44 Sekunden sogar zwei Spielern mehr das Ergebnis zu verbessern, es wollte an diesem Tag aber einfach nichts gelingen. So endete das Spiel mit einem ungefährdeten 1:7-Erfolg.

Finnland brauchte noch nicht einmal das volle Leistungsvermögen abzurufen, um diesmal schwache Letten deutlich zu bezwingen.

Lettland – Finnland 1:7 (1:3/0:1/0:3)

Schiedsrichter: C. Borga (SUI), S. MacFarlane (USA) – D. Beresford (GBR), D. Schlegel (SUI)
Zuschauer: 8.932
Strafen: LAT 12 (4/6/2), FIN 12 (0/4/10)
Tore:
1:0 (00:10) R. Balcers (S. Vilmanis); 1:1 (05:11) J. Björninen (H. Jokiharju, W. Merelä); 1:2 (10:19) H. Jokiharju (P. Puistola, M. Lehtonen); 1:3 (15:22) S. Mäenalanen (H. Björninen);
1:4 (28:55) W. Merelä (S. Mäenalanen, H. Björninen);
1:5 (40:58) A. Lundell (M. Granlund, A. Barkov) PP2; 1:6 (41:25) P. Puistola(M. Lehtonen, J. Kuokkanen) PP1;
Beste Spieler: Renars Krastenbergs (LAT), Hannes Björninen (FIN)

Fünfter Sieg für die Schweiz

Die Favoritenrolle war im Spiel der ungeschlagenen Schweizer gegen die punktlosen Briten klar verteilt und die Briten mussten aufpassen, nicht ebenfalls unter die Räder zu kommen.

Es ging auch gleich in Richtung britisches Tor und eine Strafe nach drei Minuten sorgte für zusätzlichen Druck. Die Strafe überstanden sie, nach sechs Minuten war Torhüter Mat Robson dann doch geschlagen. Nino Niederreiter schoss den Puck in den Winkel und es stand 1:0. Bis zur Pause stürmten die Schweizer weiter, Großbritannien kam nur selten aus dem eigenen Drittel. Weitere Gegentore kassierten sie nicht, es blieb beim 1:0.

62 Sekunden nach Wiederbeginn bekam Nico Hischier frei vor dem Tor stehend den Puck und diese Chance nutzte er, um auf 2:0 zu erhöhen. Eine Strafe gegen die Schweiz brachte den Briten einige Offensivaktionen, dann ging es wieder in Richtung Mat Robson. Simon Knak konnte für die Schweiz mit einem Nachschuss in der 29. Minute auf 3:0 erhöhen. Insgesamt konnten die Briten aber in diesem Abschnitt besser mithalten und sie kamen zum Anschlusstreffer. Nach einem Konter war es der zweite Nachschuss, den Josh Waller in der 35. Minute am Schweizer Torhüter Reto Berra vorbei brachte und auf 3:1 verkürzte. Die Schweiz hatte zwar bis zur Pause mehr Spielanteile, die Seiten wurden dennoch beim Stand von 3:1 gewechselt.

Die Schweizer kontrollierten auch im letzten Drittel das Spiel und nach 51 Minuten erzielten sie auch einen Treffer, der allerdings den Videobeweis nicht überstand. Drei Minuten später fiel die Entscheidung, Zwei Schüsse wehrte der britische Torhüter noch ab, dann traf Nino Niederreiter. Die Briten versuchten das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten und zogen 110 Sekunden vor dem Ende den Torhüter. Es fiel zwar auch ein Treffer, der wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand und so endete das Spiel mit 4:1.

Am Ende war es ein souveräner Sieg für die Schweizer, die sich auch von den Briten nicht stoppen ließen.

Schweiz – Großbritannien 4:1 (1:0/2:1/1:0)

Schiedsrichter: N. Bloyer (USA), R. Brandner (FIN) – M. Gibbs (CAN), O. Hautamäki (FIN)
Zuschauer: 10.000
Strafen: SUI 6 (0/2/4), GBR 8 (4/2/2)
Tore:
1:0 (05:05) N. Niederreiter (R. Josi, D. Egli);
2:0 (21:02) N. Hischier; 3:0 (28:01) S. Knak (D. Riat); 3:1 (34:53) J. Waller (L. Kirk, M. Richardson);
4:1 (52:53) N. Niederreiter (T. Meier, R. Hischier);
Beste Spieler: Nino Niederreiter (SUI), Robert Lachowicz (GBR)

GRUPPE B:

Norwegen knüpft Kanada einen Punkt ab

Kanada konnte bisher drei Siege feiern, Norwegen hat sechs Punkte geholt. Die Kanadier gingen als Favorit ins Spiel, Norwegen hatte nur Außenseiterchancen.

Die Kanadier drückten gleich und eine Strafe gegen Norwegen erhöhte den Druck. Norwegen überstand diese Phase und als sie sich erstmals im Drittel von Kanada festsetzen konnten, überwand Eskild Bakke Olsen Kanadas Torhüter Cam Talbot nach sechs Minuten zum 0:1. Kanada stürmte weiter, Norwegen erzielte das nächste Tor. Bully. Schuss und Tor hieß es nach 12 Minuten, Torschütze war Johannes Johanssen. Kanada stürmte weiter und in der 14. Minute konnte Mark Scheifele Norwegens Torhüter Tobias Normann im Fallen zum ersten Mal bezwingen. 130 Sekunden vor der Pause war Mark Scheifele erneut zur Stelle, mit einem Schlagschuss traf er zum Pausenstand von 2:2.

Norwegen stemmte sich weiter gegen die Angriffe der Kanadier, sie versuchten aber auch selbst Angriffe zu fahren. Als sich die Kanadier eine Strafe abholten, schlugen sie in Powerplay zu. Noah Stehen lenkte einen Schuss von Petter Vesterheim ins Tor und es stand nach 24 Minuten 2:3. Kanada tat sich weiter schwer, ein Powerplay brachte ihnen dann nach 32 Minuten den Ausgleich, Gabriel Vilardi konnte einen Nachschuss im Tor unterbringen. Es blieb ein offenes Spiel und nach 40 Minuten war beim Zwischenstand von 3:3 noch nichts entscheiden.

Kanada kassierte acht Sekunden vor der Pause eine Strafe und ausgerechnet in diesem Powerplay der Norweger konnte Dylon Cozens nach 31 Sekunden nach einem Konter das 4:3 erzielen. Die Kanadier taten sich weiter schwer, denn die Norweger zeigten weiter eine starke Leistung und sie kamen auch zu guten Chancen. Und sie kamen in der 49. Minute zum Ausgleich, Christian Kaasatul traf mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie. Und eine Minute später führten die Norweger wieder, Tinus Koblar fälschte nach einen Konter einen Schuss unhaltbar ab. Beide Teams griffen weiter an und die Kanadier riskierten 135 Sekunden vor dem Ende alles, sie zogen den Torhüter. 99 Sekunden vor der Sirene gelang ihnen noch der Ausgleich, Ryan O`Reilly sicherte Kanada einen Punkt.

Die Verlängerung war nach 29 Sekunden beendet, Mark Scheifele sorgte mit seinem dritten Treffer für den zweiten Punkt für Kanada. Norwegen holt aber einen Punkt und dieser kann noch einiges in der Tabelle bewegen.

Es war ein starker Auftritt der Norweger, sie haben den Kanadiern alles abverlangt.  

Kanada – Norwegen 6:5 (2:2/1:1/2:2) n.P.

Schiedsrichter: T. Hronsky (SVK), A. Schrader (GER) – O. Durmis (SVK), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 5.938
Strafen: CAN 6 (0/6/0/o), NOR 12 (6/4/2/0)
Tore:
0:1 (05:18) E. Bakke Olsen (P. Vesterheim, P. Elvsveen); 0:2 (11:37) J. Johannsen (A. Martinsen, T. Koblar); 1:2 (13:30) M. Scheifele; 2:2 (17:50) M. Scheifele (P. Wotherspoon, G. Vilardi);
2:3 (23:34) N. Stehen (P. Vesterheim, J. Johannsen) PP1; 3:3 (31:57) G. Vilardi (M. Scheifele, E. Bouchard) PP1;
4:3 (40:31) D. Cozens (D. Nurse) SH1; 4:4 (48:09) Ch. Kaasastul (N. Stehen); 4:5 (49:57) T. Koblar (E. Pettersen, J. Johannsen); 5:5 (58:21) R. O`Reilly (M. Celebrini, E. Bouchard) EA; Beste Spieler: Mark Scheifele (CAN), Eskild Bakke Olsen (NOR)

Slowaken machen großen Schritt in Richtung Viertelfinale

Bisher lief es bei Dänemark nicht wirklich gut, sie warten nach drei Spielen noch auf einen Punkt. Die Slowaken haben acht Punkte geholt und mit einem Sieg würde das Viertelfinale immer näher rücken.

Die Slowaken konnten sich gleich Vorteile erspielen und in der 10. Minute die erste Strafe des Spiels zur Führung verwerten. Martin Chromaniak konnte Dänemarks Torhüter Mads Sogaard überwinden und es stand 0:1. Bei leichten Vorteilen der Slowaken gab es Chancen auf beiden Seiten, am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Zum 2. Drittel musste Dänemark den Torhüter wechseln, für den angeschlagenen Mads Sogaard kam Nicolaj Henriksen. Und dieser hatte keinen glücklichen Einstand, denn Adam Liska überwand ihn nach  Sekunden zum 0:2. Nun hatten die Slowaken das Spiel im Griff und die 27. Minute brachte ihnen das 0:3. Allerdings musste der Videobeweis bemüht werden, um den Treffer von Oliver Okuliar zu bestätigen. Bis zur Pause waren die Slowaken zwar überlegen, die Dänen hielten das Ergebnis aber bis zur Pause in Grenzen, es blieb beim 0:3.

Dänemark konnte im letzten Abschnitt den Anschlusstreffer erzielen, Mikkel Aagaard ließ Samuel Hlavaj im Tor der Slowaken nach 93 Sekunden keine Chance. Zwei Minuten später kam die Antwort der Slowaken, ein Nachschuss von Martin Pospisil führte zum 1:4. Ein platzierter Schuss unter die Latte brachte den Slowaken nach 54 Minuten den fünften Treffer, Sebastian Cederle war der Torschütze des letzten Tores dieser Partie.

Die Slowaken haben bei nun elf Punkten einen ganz großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Dänemark wartet weiter auf einen Punkt.

Dänemark – Slowakei 1:5 (0:1/0:2/1:2)

Schiedsrichter: T. Björk (SWE), L. Kohlmüller (GER) – G. Jonsson (SWE), N. Sostumoen (NOR)
Zuschauer: 4.734
Strafen: DEN 8 (4/2/2), SVK 2 (0/2/0)
Tore:
0:1 (09:28) M. Chromiak (K. Pospisil, O. Okuliar) PP1;
0:2 (20:56) A. Liska (O. Okuliar, M. Hrivik); 0:3 (26:47) O. Okuliar (M. Hrivik, A. Liska);
1:3 (41:43) M. Aagaard (P. Russel, J. Aabo Jensen); 1:4 (53:51) M. Pospisil (V. Kmec, S. Knazko); 1:5 (53:05) S. Cederle (M. Chromiak);
Beste Spieler: Mikkel Aagaard (DEN), Oliver Okuliar (SVK)

Aus der Gruppe A haben die Finnland und die Schweiz das Viertelfinale sicher erreicht. In der Gruppe B haben Kanada und die Slowakei schon gute Karten einen Viertelfinalplatz zu erreichen, entschieden ist hier aber noch nichts.

TABELLEN

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

5

26:5

21

15

2

Finnland

4

20:5

15

12

3

Österreich

4

12:14

-2

9

4

USA

4

12:13

-1

5

5

Ungarn

3

8:8

0

3

6

Lettland

4

6:14

-8

3

7

Deutschland

4

5:15

-10

1

8

Großbritannien

4

4:19

-15

0

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

4

22:9

13

11

2

Slowakei

4

16:7

9

11

3

Tschechien

4

13:8

5

10

4

Norwegen

4

14:8

6

7

5

Schweden

4

18:11

7

6

6

Slowenien

4

7:17

-10

3

7

Dänemark

4

5:20

-15

0

8

Italien

4

2:17

-15

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule

erschienen bei Icehockeypage