Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

WM 2026 Tag 8: Abschluss 4. Spieltag und Fortsetzung 5. Spieltag +++UPDATE 22:40 UHR+++

deb150 1Mit einem Sieg von Deutschland gegen Ungarn wurde der 4. Spieltag der Gruppe A abgeschlossen. Der Erfolg von Kanada gegen Slowenien aus der Gruppe B gehörte schon zum 5. Spieltag. Am Abend fanden zwei Spiele des 5. Spieltagesstatt. Finnland setzte sich im Spiel der Gruppe A gegen Großbritannien durch und Schweden gewann das Spiel der Gruppe B gegen Italien.

GRUPPE A:

Erster WM-Sieg für Deutschland

Nur mit einem Erfolg könnte Deutschland noch das Viertelfinale erreichen. Gleiches galt aber auch für Ungarn, sie haben bei bisher drei Punkten ebenfalls noch Chancen auf den 4. Platz der Gruppe. Deutschland trat ohne Jonas Stettmer, Alexander Karachun und Marcus Weber an, Philipp Grubauer startete im Tor. Bei den Ungarn begann im Tor Bence Balizs.

Deutschland versuchte sofort Druck aufzubauen, viele Schüsse ließen die Ungarn aber nicht zu. Ungarn versuchte zwar auch Angriffe zu fahren, viele gab es dabei nicht. Ein erstes Powerplay für Deutschland brachte den Ungarn nach acht Minuten eine gute Konterchance, die erste Chance des Spiels überhaupt. Das Powerplay brachte keinen Erfolg, dafür klingelte es wenig später. Eric Mik zog von der Bande ab und Ungarns Torhüter war gegen den verdeckten Schuss machtlos. Deutschland hatte weiter Vorteile, von den Ungarn kamen wenige Angriffe. Das zweite Powerplay des DEB-Teams brachte das 2:0, aus dem Bullykreis zog Leon Gawanke ab und 25 Sekunden vor der Sirene landete der Puck im langen Eck des ungarischen Tores.

Auch im Mittelabschnitt hielt sich Deutschland viel im Drittel der Ungarn auf, richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Einige gute Möglichkeiten ergaben sich zwar, der ungarische Torhüter zeigte eine gute Leistung und so blieb es lange beim 2:0. Die letzte Minute des Drittels brachte Deutschland den verdienten Treffer, Lukas Reichel traf 50 Sekunden vor der Sirene. 39 Sekunden später kam Samuel Dove-McFalls zu einem ersten WM-Treffer, per Nachschuss traf er zum 4.0.

96 Sekunden nach Wiederbeginn fiel die endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Leon Gawanke hielt die Kelle in einen Pass von Maximilian Kastner und es stand 5:0. Bei Deutschland ließ nun die Konzentration nach und das nutzten die Ungarn, Tamas Sarpatki verkürzte in der 45. Minute auf 5:1. Ein Puckverlust brachte Ungarn fast den zweiten Treffer, nach Videobeweis wurde dieser Treffer in der 50. Minute wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben. Dafür klingelte es wenige Sekunden später im ungarischen Tor, Leon Gawanke erzielte seinen dritten Treffer in dieser Partie. Die Ungarn durften auch noch einen Treffer erzielen, nach einem Konter landete ein Abpraller bei Janos Hari, der den Puck zwei Minuten vor dem Ende zum 6:2 einschoss.

Ungarn war an diesem Tag nicht in der Lage Deutschlands Erfolg zu gefährden und so war es ein verdienter Sieg für das DEB-Team. Mit nun vier Punkten ist das Viertelfinale immer noch drin, es wird aber schwer dieses zu erreichen.

Stimmen (Quelle DEB):

Bundestrainer Harold Kreis: „Unsere Mannschaft hatte das Spiel gut im Griff. Wir haben die Ungarn konsequent unter Druck gesetzt, so sind sie kaum aus ihrem Drittel rausgekommen. Das haben wir heute wie geplant umgesetzt und somit am Ende auch verdient gewonnen. Ich gratuliere Leon Gawanke zu seinem Hattrick, das freut mich für ihn. Die drei Punkte sind für uns wichtig. Morgen gegen Österreich wird es aber ein ganz anderes Spiel. Darauf bereiten wir uns jetzt vor.

Verteidiger Leon Gawanke: „Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Das war ein Pflichtsieg für uns und wir haben die Aufgabe letztlich recht souverän gelöst. Wir wollten das Spiel dominieren, das ist uns gelungen. Dabei haben wir gezeigt, dass wir einen Gegner über 60 Minuten unter Druck setzen können. Es ist für mich eine große Ehre, als erster deutscher Verteidiger bei einer WM einen Hattrick geschossen zu haben. Das versüßt den Sieg natürlich für mich persönlich.“

Stürmer Parker Tuomie: „Der Sieg fühlt sich super an. Wir wissen, dass wir nicht so gut in das Turnier gestartet sind. Heute war ein weiterer, wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir haben endlich auch im Powerplay getroffen. Insgesamt haben wir viele Scheiben aufs Tor gebracht, weil unser Spiel sehr gradlinig war. Gegen Österreich wollen wir den gleichen Einsatz bringen und freuen uns jetzt schon auf das Spiel morgen.“

Deutschland – Ungarn 6:2 (2:0/2:0/2:2)

Schiedsrichter: N. Bloyer (USA), S. MacFarlane (USA) – D. Beresford (GBR), J. Ondracek (CZE)
Zuschauer: 7.925
Strafen: GER 2 (0/0/2), HUN 4 (4/0/0)
Tore:
1:0 (08:43) E. Mik (M. Kastner, M. Wiederer); 2:0 (19:35) L. Gawanke (S. Loibl, M. Michaelis) PP1;
3:0 (39:10) L. Reichel (F. Tiffels, J. Samanski); 4:0 (39:49) S. Dove-McFalls (M. Michaelis, A. Ehl);
5:0 (41:36) L. Gawanke (M. Kastner, S. Loibl); 5:1 (44:35) T. Sarpatki (K. Nagy, Z. Garat); 6:1 (49:40) L. Gawanke (K. Wissmann, M. Michaelis); 6:2 (57:22) J. Hari (M. Nemes, R. Kiss);
Beste Spieler: Leon Gawanke (GER), Csanad Erdely (HUN)

Finnland gewinnt problemlos

Die Finnen sind eines von zwei Teams dieser WM, die noch keinen Punkt abgegeben haben. Auf Großbritannien würde also viel Arbeit zukommen.

Finnland legte auch gleich los, nach 58 Sekunden hämmerte Ville Heinola den Puck vom Bullykreis ins Tor und Mat Robson im Tor der Briten war erstmals geschlagen. Die Finnen stürmten weiter, Großbritannien kam kaum aus dem eigenen Drittel. Bis zur Pause stürmten die Finnen weiter und sie hatten einige gute Chancen, am Spielstand von 1:0 konnten sie nichts ändern.

Der Sturmlauf der Finnen hielt auch im 2. Drittel an, nur nutzten sie ihre Chancen nicht. Die 29. Minute brachte ihnen dann doch den zweiten Treffer, wieder traf Ville Heinola. Die Position des Torschützen vom 2:0 schien Mikko Lehtinen zu gefallen, er traf nach 32 Minuten zum 3:0. Die Briten schafften es in diesem Abschnitt nicht einen Torschuss durchzubringen. Von den 17 finnischen Schüssen landeten zwei im Tor und so stand es nach 40 Minuten 3:0.

Mit ersten Angriffen der Briten startete der Schlussabschnitt, dann kamen wieder die Finnen. 110 Sekunden vor dem Ende mussten die Briten den vierten Treffer hinnehmen, Henri Jokiharlu traf nach schöner Vorarbeit. So gewann Finnland am Ende mit 4:0 und Torhüter Joonas Korpisalo war Torhüter Nr. 8 mit einem Shutout.

Es war ein ungefährdeter Erfolg der Finnen, für Großbritannien wird es immer schwerer die Division noch zu halten.

Finnland – Großbritannien 4:0 (1:0/2:0/1:0)

Schiedsrichter: Ch. Holm (SWE), M. Wannerstedt (NOR) – L. Rampir (CZE), J. Rey (USA)
Zuschauer: 7.049
Strafen: FIN 2 (0/2/0), GBR 8 (2/2/4)
Tore:
1:0 (00:58) V. Heinola (K. Helenius, A. Barkov);
2:0 (28:30) V. Heinola (H. Jokiharju, L. Hämeenaho); 3:0 (31:51) M. Lehtonen (A. Räty, M Granlund);
4:0 (58:50) H. Jokiharju (V. Saarijärvi, J. Puljujärvi);
Beste Spieler: Ville Heinola (FIN), Mat Robson (GBR)

 

GRUPPE B:

Kanadier quälen sich zum Sieg

Ein Sieg von Kanada wurde im Duell gegen Slowenien erwartet, die Slowenen konnten aber schon zwei Teams ärgern und auch die Kanadier haben schon gegen einen Außenseiter Federn gelassen.

Kanada griff an, die Slowenen machten hinten dicht. So gab es zunächst nur wenige Torszenen, auch wenn Kanada Vorteile hatte. Die 12. Minute brachte den Kanadiers die Führung, Denton Mateychuk überwand Sloweniens Torhüter Zan Us mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Bis zur Pause blieb es beim Dauerdruck der Kanadier, der Spielstand änderte sich nicht, es blieb beim 1.0.

Kanada tat sich auch im 2. Drittel schwer sich zwingende Chancen zu erspielen. Die Slowenen spielten sogar besser mit und so wurde es zunächst ein ausgeglichenes Drittel. Nach 33 Minuten kam der Favorit zum 2:0, Dylan Cozens konnte den slowenischen Torhüter bezwingen. Slowenien überstand noch das erste Unterzahlspiel der Partie und auch weitere Chancen wurden nicht genutzt. So stand es nach 40 Minuten 2:0 für Kanada.

Besser wurde die Partie der Kanadier nicht, auch wenn Emmitt Finnie nach 47 Minuten auf 3:0 erhöhen konnte. Die Slowenen spielten weiter mit, nur vorne fehlte das Tor. Und sie belohnten sich 65 Sekunden vor dem Ende, Rozle Bohinc zog ab und Kanadas Torhüter Jet Greaves war geschlagen.

Es war ein glanzloser Sieg der Kanadier, die damit das Viertelfinale sicher erreicht haben.

Kanada – Slowenien 3:1 (1:0/1:0/1:1)

Schiedsrichter: M. Kaukokari (FIN), L. Kohlmüller (GER) – G. Jonsson (SWE), L- Niittyla (FIN)
Zuschauer: 6.209
Strafen: CAN 2 (0/0/2), SLO 2 (0/2/0)
Tore:
1:0 (11:07) D. Mateychuk (F. Minten, E. Finnie);
2:0 (22:14) D. Cozens (D. Nurse, S. Crosby);
3:0 (46:41) E. Finnie (M. O`Reilly, C. Brown); 3:1 (58:55) R. Bohinc (J. Golicic);
Beste Spieler: Emmit Finnie (CAN), Zan Us (SLO)

Schweden holen Pflichtpunkte

Schweden musste gewinnen, sonst wäre das Viertelfinale nur noch schwer zu erreichen. Gegen die noch punktlosen Italiener, für die es noch um den Divisionserhalt ging, waren sie auch klarer Favorit.

Der Favorit hatte auch gleich Vorteile, Italien hielt mit viel Einsatz dagegen. Nach acht Minuten hätten die Schweden zwar gerne gejubelt, der Puck war aber nicht hinter der Linie, wie im Videobeweis auch deutlich zu sehen war. Zwei Minuten später klingelte es doch. Carl Grundström überwand Italiens Torhüter Damian Clara mit einem Schuss aus der Drehung. In der 16. Minute folgte der nächste Videobeweis, da es sich hier aber um Eishockey und nicht um Fußball handelt, wurde der Treffer der Schweden nicht gegeben. Mit einem Powerplay beendeten die Schweden das Drittel und sie konnten hier den zweiten Treffer erzielen. Ivar Stenberg sorgte 23 Sekunden vor der Pause freistehend für das 2:0.

Der zweite Abschnitt begann mit einem frühen Powerplay der Italiener, der Anschlusstreffer gelang ihnen dabei nicht. Schweden ließ auch ein Powerplay liegen, sie konnten dafür in der 29. Minute durch Ivar Stenberg auf 3:0 erhöhen, er schoss einen Querpass ins Tor. Schweden bestimmte weiter das Geschehen, am Spielstand konnten sie nichts mehr ändern und da Italien nur wenige Angriffe hatte, blieb es beim 3.0.

Schweden hatte das Spiel auch im letzten Abschnitt im Griff, die Italiener kämpften aber weiter. Tore erzielten beide nicht mehr und so war Schwedens Torhüter Magnus Hellberg der neunte Torhüter mit einem Shutout.

Schweden gewann verdient, Italien hat sich aber gut verkauft. Während die Schweden nun weiter um das Viertelfinale spielen, wird es für Italien weiter um den Divisionsverbleib gehen.

Schweden – Italien 3:0 (2:0/1:0/0:0)

Schiedsrichter: T. Hronsky (SVK), M. Tscherrig (SUI) – O. Durmis (SVK), P. Laguzov (GER)
Zuschauer: 5.091
Strafen: SWE 6 (0/2/4), ITA 8 (2/2/4)
Tore:
1:0 (09:09) C. Grundström (E. Brännström, J. Berglund); 2:0 (19:37) I. Stenberg (V. Björck, L. Raymond) PP1;
3:0 (28:04) I. Stenberg (V. Björck, L. Raymons);  
Beste Spieler: Ivar Stenberg (SWE), Peter Spronberger (ITA)

TABELLEN

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

5

26:5

21

15

2

Finnland

5

24:5

19

15

3

Österreich

4

12:14

-2

9

4

USA

4

12:13

-1

5

5

Deutschland

5

11:17

-6

4

6

Ungarn

4

10:14

-4

3

7

Lettland

4

6:14

-8

3

8

Großbritannien

5

4:23

-19

0

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

5

25:10

15

14

2

Slowakei

4

16:7

9

11

3

Tschechien

4

13:8

5

10

4

Schweden

5

21:11

10

9

5

Norwegen

4

14:8

6

7

6

Slowenien

5

8:20

-12

3

7

Dänemark

4

5:20

-15

0

8

Italien

5

2:20

-18

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule

 

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule