Mit einem Sieg von Deutschland gegen Ungarn wurde der 4. Spieltag der Gruppe A abgeschlossen. Der Erfolg von Kanada gegen Slowenien aus der Gruppe B gehörte schon zum 5. Spieltag. Alles zu den Abendspielen folgt.
GRUPPE A:
Erster WM-Sieg für Deutschland
Nur mit einem Erfolg könnte Deutschland noch das Viertelfinale erreichen. Gleiches galt aber auch für Ungarn, sie haben bei bisher drei Punkten ebenfalls noch Chancen auf den 4. Platz der Gruppe. Deutschland trat ohne Jonas Stettmer, Alexander Karachun und Marcus Weber an, Philipp Grubauer startete im Tor. Bei den Ungarn begann im Tor Bence Balizs.
Deutschland versuchte sofort Druck aufzubauen, viele Schüsse ließen die Ungarn aber nicht zu. Ungarn versuchte zwar auch Angriffe zu fahren, viele gab es dabei nicht. Ein erstes Powerplay für Deutschland brachte den Ungarn nach acht Minuten eine gute Konterchance, die erste Chance des Spiels überhaupt. Das Powerplay brachte keinen Erfolg, dafür klingelte es wenig später. Eric Mik zog von der Bande ab und Ungarns Torhüter war gegen den verdeckten Schuss machtlos. Deutschland hatte weiter Vorteile, von den Ungarn kamen wenige Angriffe. Das zweite Powerplay des DEB-Teams brachte das 2:0, aus dem Bullykreis zog Leon Gawanke ab und 25 Sekunden vor der Sirene landete der Puck im langen Eck des ungarischen Tores.
Auch im Mittelabschnitt hielt sich Deutschland viel im Drittel der Ungarn auf, richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Einige gute Möglichkeiten ergaben sich zwar, der ungarische Torhüter zeigte eine gute Leistung und so blieb es lange beim 2:0. Die letzte Minute des Drittels brachte Deutschland den verdienten Treffer, Lukas Reichel traf 50 Sekunden vor der Sirene. 39 Sekunden später kam Samuel Dove-McFalls zu einem ersten WM-Treffer, per Nachschuss traf er zum 4.0.
96 Sekunden nach Wiederbeginn fiel die endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Leon Gawanke hielt die Kelle in einen Pass von Maximilian Kastner und es stand 5:0. Bei Deutschland ließ nun die Konzentration nach und das nutzten die Ungarn, Tamas Sarpatki verkürzte in der 45. Minute auf 5:1. Ein Puckverlust brachte Ungarn fast den zweiten Treffer, nach Videobeweis wurde dieser Treffer in der 50. Minute wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben. Dafür klingelte es wenige Sekunden später im ungarischen Tor, Leon Gawanke erzielte seinen dritten Treffer in dieser Partie. Die Ungarn durften auch noch einen Treffer erzielen, nach einem Konter landete ein Abpraller bei Janos Hari, der den Puck zwei Minuten vor dem Ende zum 6:2 einschoss.
Ungarn war an diesem Tag nicht in der Lage Deutschlands Erfolg zu gefährden und so war es ein verdienter Sieg für das DEB-Team. Mit nun vier Punkten ist das Viertelfinale immer noch drin, es wird aber schwer dieses zu erreichen.
Stimmen (Quelle DEB):
Bundestrainer Harold Kreis: „Unsere Mannschaft hatte das Spiel gut im Griff. Wir haben die Ungarn konsequent unter Druck gesetzt, so sind sie kaum aus ihrem Drittel rausgekommen. Das haben wir heute wie geplant umgesetzt und somit am Ende auch verdient gewonnen. Ich gratuliere Leon Gawanke zu seinem Hattrick, das freut mich für ihn. Die drei Punkte sind für uns wichtig. Morgen gegen Österreich wird es aber ein ganz anderes Spiel. Darauf bereiten wir uns jetzt vor.
Verteidiger Leon Gawanke: „Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Das war ein Pflichtsieg für uns und wir haben die Aufgabe letztlich recht souverän gelöst. Wir wollten das Spiel dominieren, das ist uns gelungen. Dabei haben wir gezeigt, dass wir einen Gegner über 60 Minuten unter Druck setzen können. Es ist für mich eine große Ehre, als erster deutscher Verteidiger bei einer WM einen Hattrick geschossen zu haben. Das versüßt den Sieg natürlich für mich persönlich.“
Stürmer Parker Tuomie: „Der Sieg fühlt sich super an. Wir wissen, dass wir nicht so gut in das Turnier gestartet sind. Heute war ein weiterer, wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir haben endlich auch im Powerplay getroffen. Insgesamt haben wir viele Scheiben aufs Tor gebracht, weil unser Spiel sehr gradlinig war. Gegen Österreich wollen wir den gleichen Einsatz bringen und freuen uns jetzt schon auf das Spiel morgen.“
Deutschland – Ungarn 6:2 (2:0/2:0/2:2)
Schiedsrichter: N. Bloyer (USA), S. MacFarlane (USA) – D. Beresford (GBR), J. Ondracek (CZE)
Zuschauer: 7.925
Strafen: GER 2 (0/0/2), HUN 4 (4/0/0)
Tore:
1:0 (08:43) E. Mik (M. Kastner, M. Wiederer); 2:0 (19:35) L. Gawanke (S. Loibl, M. Michaelis) PP1;
3:0 (39:10) L. Reichel (F. Tiffels, J. Samanski); 4:0 (39:49) S. Dove-McFalls (M. Michaelis, A. Ehl);
5:0 (41:36) L. Gawanke (M. Kastner, S. Loibl); 5:1 (44:35) T. Sarpatki (K. Nagy, Z. Garat); 6:1 (49:40) L. Gawanke (K. Wissmann, M. Michaelis); 6:2 (57:22) J. Hari (M. Nemes, R. Kiss);
Beste Spieler: Leon Gawanke (GER), Csanad Erdely (HUN)
Finnland – Großbritannien
Schiedsrichter:
Zuschauer:
Strafen: FIN 0 (0/0/0), GBR 0 (0/0/0)
Tore:
Beste Spieler: (FIN), (GBR)
GRUPPE B:
Kanadier quälen sich zum Sieg
Ein Sieg von Kanada wurde im Duell gegen Slowenien erwartet, die Slowenen konnten aber schon zwei Teams ärgern und auch die Kanadier haben schon gegen einen Außenseiter Federn gelassen.
Kanada griff an, die Slowenen machten hinten dicht. So gab es zunächst nur wenige Torszenen, auch wenn Kanada Vorteile hatte. Die 12. Minute brachte den Kanadiers die Führung, Denton Mateychuk überwand Sloweniens Torhüter Zan Us mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Bis zur Pause blieb es beim Dauerdruck der Kanadier, der Spielstand änderte sich nicht, es blieb beim 1.0.
Kanada tat sich auch im 2. Drittel schwer sich zwingende Chancen zu erspielen. Die Slowenen spielten sogar besser mit und so wurde es zunächst ein ausgeglichenes Drittel. Nach 33 Minuten kam der Favorit zum 2:0, Dylan Cozens konnte den slowenischen Torhüter bezwingen. Slowenien überstand noch das erste Unterzahlspiel der Partie und auch weitere Chancen wurden nicht genutzt. So stand es nach 40 Minuten 2:0 für Kanada.
Besser wurde die Partie der Kanadier nicht, auch wenn Emmitt Finnie nach 47 Minuten auf 3:0 erhöhen konnte. Die Slowenen spielten weiter mit, nur vorne fehlte das Tor. Und sie belohnten sich 65 Sekunden vor dem Ende, Rozle Bohinc zog ab und Kanadas Torhüter Jet Greaves war geschlagen.
Es war ein glanzloser Sieg der Kanadier, die damit das Viertelfinale sicher erreicht haben.
Kanada – Slowenien 3:1 (1:0/1:0/1:1)
Schiedsrichter: M. Kaukokari (FIN), L. Kohlmüller (GER) – G. Jonsson (SWE), L- Niittyla (FIN)
Zuschauer: 6.209
Strafen: CAN 2 (0/0/2), SLO 2 (0/2/0)
Tore:
1:0 (11:07) D. Mateychuk (F. Minten, E. Finnie);
2:0 (22:14) D. Cozens (D. Nurse, S. Crosby);
3:0 (46:41) E. Finnie (M. O`Reilly, C. Brown); 3:1 (58:55) R. Bohinc (J. Golicic);
Beste Spieler: Emmit Finnie (CAN), Zan Us (SLO)
Schweden - Italien
Schiedsrichter:
Zuschauer:
Strafen: SWE 0 (0/0/0), ITA 0 (0/0/0)
Tore:
Beste Spieler: (SWE), (ITA)
TABELLEN
GRUPPE A:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Schweiz |
5 |
26:5 |
21 |
15 |
|
2 |
Finnland |
4 |
20:5 |
15 |
12 |
|
3 |
Österreich |
4 |
12:14 |
-2 |
9 |
|
4 |
USA |
4 |
12:13 |
-1 |
5 |
|
5 |
Deutschland |
5 |
11:17 |
-6 |
4 |
|
6 |
Ungarn |
4 |
10:14 |
-4 |
3 |
|
7 |
Lettland |
4 |
6:14 |
-8 |
3 |
|
8 |
Großbritannien |
4 |
4:19 |
-15 |
0 |
GRUPPE B:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Kanada |
5 |
25:10 |
15 |
14 |
|
2 |
Slowakei |
4 |
16:7 |
9 |
11 |
|
3 |
Tschechien |
4 |
13:8 |
5 |
10 |
|
4 |
Norwegen |
4 |
14:8 |
6 |
7 |
|
5 |
Schweden |
4 |
18:11 |
7 |
6 |
|
6 |
Slowenien |
5 |
8:20 |
-12 |
3 |
|
7 |
Dänemark |
4 |
5:20 |
-15 |
0 |
|
8 |
Italien |
4 |
2:17 |
-15 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/wm/schedule








