WWM 2024 Tag 9: Das Platzierungsspiel und die Halbfinalspiele

deb150 1Mit dem Spiel um den 5. Platz startete der vorletzte WM-Tag, die Schweiz setzte sich nach gegen Verlängerung Deutschland durch. Im Halbfinale setzten sich die USA gegen Finnland und Kanada gegen Tschechien durch.

Spannendes Nachbarschaftsduell geht an die Schweiz

Für beide war es ein wichtiges Spiel, würde doch der Sieger im kommenden Jahr in der Gruppe A spielen und wäre damit automatisch im Viertelfinale. Da beide Teams keine Ausfälle zu beklagen hatten, konnten sie in kompletter Besetzung antreten und auch im Tor gab es keine Änderungen. Andrea Braendli begann bei der Schweiz, Sandra Abstreiter beim DEB-Team.

Deutschland kam nach 129 Sekunden zu einem ersten Powerplay, aber die Schweiz ließ keine Torchancen zu. Nach ausgeglichenem Spielverlauf kam die Schweiz nach zehn Minuten ebenfalls zu einem ersten Powerplay, doch auch sie konnten keinen Treffer erzielen. Es blieb ein intensiv geführtes und ausgeglichenes Spiel, in dem die Schweiz 12w Sekunden vor der Pause in Führung gehen konnte. Alina Müller fälschte einen Schuss von Lara Christen unhaltbar ab und es stand 1:0. Da die Schweizerinnen sich zum Ende des Drittels Vorteile erspielen konnten, war es eine verdiente Führung.

Deutschland versuchte im 2. Drittel mehr Druck aufzubauen, aber die Schweiz ließ weiterhin nicht viel zu. Die Schweiz griff nun weniger an, dafür aber sehr gefährlich. Deutschland kam Mitte des 2. Drittels zum zweiten Powerplay und im Anschluss diese Powerplaysituation gelang Deutschland der verdiente Ausgleich. Über Franziska Feldmeier und Lilli Welcke kam der Puck per Querpass zu Luisa Welcke, die nach 31 Minuten den Ausgleich erzielte. Doch 127 Sekunden später führte die Schweiz wieder. Einer der wenigen guten Angriffe der Schweiz konnte Lara Stalder erfolgreich abschließen und es stand 2:1. Doch Deutschland kämpfte weiter und sie kamen 102 Sekunden vor der Pause zum Ausgleich. Laura Kluge passte zu Emily Nix, die nicht zu stoppen war und mit der Rückhand den Puck zum 2:2-Pausenstand ins Tor schob.

Es war also noch alles offen und beiden war weiterhin ein Sieg zuzutrauen. Und wie schon im 2. Drittel hatte Deutschland auch zu Beginn des 3. Drittels Vorteile. Nach 45 Minuten musste Andrea Braendli nach einem unglücklichem Zusammenprall mit Celina Haider angeschlagen vom Eis und Saskia Maurer ging ins Tor. Plötzlich waren die Schweizerinnen wieder besser, beim DEB-Team lief nicht mehr viel zusammen. Erst nach einigen Minuten kam Deutschland wieder zu Angriffen, Torabschlüsse waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Erst in den letzten Minuten gab es richtig gute Torchancen für beide Teams. Es blieb aber beim 2:2 und so gab es eine Verlängerung.

Diese war auf zehn Minuten angesetzt mit jeweils drei Feldspielerinnen. Und diese begann mit einer Großchance für das DEB-Team. Nach eine weiteren Chance für Deutschland kamen die Schweizerinnen guten Möglichkeiten. Und nach fünf Minuten war die Verlängerung beendet, Alina Müller konnte nicht gestört werden und auch Sandra Abstreiter war chancenlos.

Wieder hat das DEB-Team eine gute Leistung abgeliefert, aber sie haben sich wieder nicht belohnt. Deutschland hat eine starke WM gespielt, die große Belohnung blieb aber aus. Damit bleibt die Schweiz in der oberen WM-Gruppe, Deutschland tritt im kommenden Jahr wieder in der unteren Gruppe an.

Stimmen zum Spiel (Quelle DEB):

DEB-Vizepräsident Andreas Niederberger: „Wir gratulieren der Frauen-Nationalmannschaft zu einer insgesamt starken Weltmeisterschaft. Wir haben alle mit dem Team von Bundestrainer Jeff MacLeod und unseren Nationalspielerinnen mitgefiebert. Wir haben gesehen, was mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Willen möglich ist. Wir begrüßen den positiven Eindruck umso mehr, da wir vor der WM einen gewissen Umbruch im Kader vorgenommen haben. Das Ergebnis bei der WM ist Ansporn, weiter an uns zu arbeiten, um zu den Top-Nationen der Gruppe A aufzuschließen. Ein großer Dank geht den gesamten Team-Staff, der die WM-Reise unserer Frauen aus unserer Sicht optimal begleitet hat.“

DEB-Sportdirektor Christian Künast: „Auch wenn die erste Enttäuschung tief sitzt: Wir haben eine großartige Mannschaftsleistung über das Turnier hinweg abgerufen. Vom Staff über das Trainerteam bis zu unseren Spielerinnen war jederzeit spürbar, wie wir als Einheit zusammengewachsen sind und was wir erreichen können, wenn wir an uns glauben und an uns arbeiten. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Top-Nationen mithalten können, wenn wir zusammenstehen und füreinander da sind. Es gibt zuhause bei uns sicher viele, die während der WM vom Frauen-Eishockey begeistert wurden, die nun hoffentlich dranbleiben und unseren Weg weiter begleiten und unterstützen.“

Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir haben in jedem Spiel über 60 Minuten alles gegeben und manchmal braucht es eben auch das Glück oder den richtigen Moment, um dann das Spiel für sich zu entscheiden. Wir sind stolz auf das Team und mit ein wenig Abstand zum Spiel heute, werden wir auch mit einem positiven Blick auf das Erreichte schauen. Jetzt in dem Moment ist es einfach schwer, das Team ist enttäuscht, weil wir dran waren – auch heute. Das ist alles Motivation für das nächste große Turnier und wir werden weiter daran arbeiten, uns zu verbessern.“

Kapitänin Daria Gleißner: „Wir haben uns im ersten Drittel etwas schwergetan, aber spätestens ab dem zweiten Drittel haben wir in jeden Shift alles reingehauen, was wir hatten. Dass es am Ende in der Overtime so ausging, ist bitter. Dennoch war es hier beim WM-Turnier der richtige Schritt, den wir für das deutsche Frauen-Eishockey gegangen sind. Dass wir alle Vorrunden-Spiele gewinnen konnten, hatten wir so auch noch nicht. Insofern war das sicher wichtig für die Zukunft.“

Stürmerin Emily Nix: „Es ist gerade etwas schwer in Worte zu fassen, weil die Enttäuschung doch sehr groß ist. Wir haben auch heute wieder bis zum Ende gekämpft und waren spätestens nach dem ersten Drittel im Spiel drin. Wenn wir auf das Turnier zurückblicken, können wir sicher stolz auf unsere Leistung sein und wie wir uns insgesamt präsentiert haben. Ich denke, wir haben allen gezeigt, dass wir da sind und mit uns zu rechnen ist. Und daran werden wir wieder anknüpfen."


Spiel um den 5. Platz: Schweiz – Deutschland 3:2 (1:0/1:2/0:0) n.V.

Schiedsrichter: S. Hiller (USA), S. Neary (CAN) – L. Gutauskas (USA), K. Welsh (CAN)
Zuschauer: 1.423
Strafen: SUI 6 (2/4/0/0), GER 4 (2/0/2/0)
Tore:
1:0 (17:58) A. Müller (L. Christen);
1:1 (30:20) Lu. Welcke (Li. Welcke, F. Feldmeier); 2:1 (32:27) L. Stalder (I. Wey); 2:2 (38:18) E. Nix (L. Kluge);
3:2 (64:07) A. Müller (S. Leemann);
Beste Spielerinnen: Stefanie Wetli (SUI), Luisa Welcke (GER)
Besten drei Spielerinnen der Teams:
Schweiz: Andrea Braendli, Lara Christen, Alina Müller
Deutschland: Sandra Abstreiter, Laura Kluge, Carina Strobel,

Titelverteidiger zieht mit Shutout ins Finale ein

Im Gruppenspiel setzten sich die USA mit 5:3 durch, es war also ein etwas engeres Spiel und vielleicht ging für Finnland ja diesmal mehr.

Finnlands Defensive und Torhüterin Sanni Ahola waren Erwartungsgemäß von beginn an gefordert. Nach 13 Minuten war Finnlands Goalie Sanni Ahola erstmals geschlagen, gegen einen Nachschuss von Hannah Bilka war sie machtlos. Trotz drückender Überlegenheit blieb es nach 20 Minuten bei diesem einen Treffer.

Auch im 2. Drittel waren die US-Girls klar überlegen, aber es gab wieder nur einen Treffer. Leila Edwards konnte nach 34 In Überzahl das 2:0 erzielen.

Drei Tore fielen im letzten Abschnitt. Finnland kam nun zu mehr Angriffen, die USA zu Toren. Leila Edwards erzielte zwei weitere Tore (43., 47.) und drei Minuten vor dem Ende sorgte Savannah Harmon für den 5:0-Endstand. Aerin Frankel bekam am Ende 15 Schüsse auf ihr Tor, die sie alle abwehren konnte und so zu ihrem vierten Shutout diese WM kam.

Wie erwartet zog die USA ins Finale ein, Finnland spielt wieder um Bronze.

USA – Finnland 5:0 (1:0/1:0/3:0)

Schiedsrichter: J. Kainberger (AUT), C. Lieffers (CAN) – K. Hajkova (CZE), J. Todd (CAN)
Zuschauer: 3.989
Strafen: USA 4 (0/2/2), FIN 6 (0/6/0)
Tore:
1:0 (12:01) H. Bilka (A. Murphy, C. Barnes);
2:0 (33:14) L. Edwards (T. Janecke) PP1;
3:0 (42:34) L. Edwards (T. Heise, K. Sims) PP1; 4:0 (46:24) L. Edwards (T. Heise, K. Simms); 5:0 (56:10) S. Harmon (B. Curl, J. Dunne);
Beste Spielerinnen: Leila Edwards (USA), Sanni Rantala (FIN)

Auch Kanada zieht mit Shutout ins Finale ein

5:0 für Kanada endete das Gruppenspiel, doch die Kanadierinnen sollten die Tschechinnen nicht unterschätzen.

Doch Kanada ließ die Tschechinnen gar nicht erst ins Spiel kommen und sie konnten durch Blayre Turnball (5.) und Jocelyne Larocque (18.) schon im ersten Drittel für eine Vorentscheidung sogen.

Im 2. Drittel konnte Emily Clark Tschechiens Torhüterin Klara Peslarova nach bereits 99 Sekunden zum 3:0 überwinden und auch in diesem Abschnitt hatte Kanada klare Vorteile.

Das letzte Drittel brachte den weiter überlegenen Kanadierinnen noch einen weiteren Treffer, Sarah Fillier traf nach 45 Minuten zum 4:0-Endstand. Neun Schüsse bekam Torhüterin Ann-Renee Desbiens auf ihr Gehäuse und sie kam zu ihrem zweiten Shutout dieser WM.

Kanada ließ sich also nicht überraschen. Noch fehlt Tschechien der letzte Schritt, um die beiden Spitzennationen zu gefährden und so sielen sie wieder um den 3. Platz.

Kanada - Tschechien 4:0 (2:0/1:0/1:0)

Schiedsrichter: N. Nurmi (FIN), A. Tassoni (USA) – S. Buckner (USA), T. Saarimäki (FIN)
Zuschauer: 2.121
Strafen: CAN 4 (2/0/4), CZE 8 (2/2/4)
Tore:
1:0 (04:32) B. Turnbull (L. Stacey, J. Larocque); 2:0 (18:15) J. Larocque (L. Stacey, E. Clark)
3:0 (21:39) E. Clark (N. Spooner);
4:0 (44:40) S. Fillier (R. Fast);
Beste Spielerinnen: Blayre Turnbull (CAN), Daniela Pejsova (CZE)

Damit kommt es zu folgenden Finalspielen:

Spiel um den 3. Platz: Tschechien – Finnland

Finale: USA - Kanada

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2024/ww/schedule

erschienen bei Icehockeypage

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