Über Wundertüten …

spielfeld150 oscDie älteren Leser werden die Wundertüten noch kennen, die es für 10 Pfennig - später dann 20/25/50 – in den Krämerläden, also den Urahnen der „Spätis“, gab. Man wusste nie, was drin war, übrigens wie bei den Ü-Eiern auch nicht, meistens war es aber das Selbe: eine kleine Zuckerbombe, genannt Süßigkeit, und ein irgendwo kurz vor oder in China produziertes kleines Gadget, genannt Spielzeug. Das einzige Wunder daran war der kurze Moment der Spannung vor dem Öffnen, der Rest war, bis auf den kleinen Zuckerschub doch eher fragwürdig. Mit den Bären vom ERSC verhält es sich ähnlich; da weiß man auch nie, was einen erwartet. Entweder steht ein Team auf dem Eis, wo so ziemlich jede Mannschaft in der LL Berlin ihren „Kopp voll hat“ oder halt das ganze Gegenteil, die dann halt auch noch so spielen, dass jede Mannschaft ihre Chance zum Erfolg hat, eben diese Wundertüte.

Und dieser Moment der Spannung ist dann der erste Blick auf den Spielbericht, es waren an diesem Sonntag 11 + 2 Torhüter. Es blieb dann nur noch zu klären, wie sie drauf sind. An diesem Nachmittag waren sie nicht so gut drauf, denn die Bucks des OSC siegten deutlich mit 4:10 (1:4 0:4 3:2), die sich mit zwei Feldspielern mehr als gut verkauft hatten.

Christian Preuß (ERSC) und Georg Jablukov (Bucks) sollten es von Beginn an richten und Tore verhindern, aber beide beendeten ihren „Arbeitstag“ früher; die Gründe dürften unterschiedlicher Natur sein. Es wurde auch nicht lange abgetastet, beide deuteten gleich die Richtung an, wo es hingehen sollte. Die Bucks waren dabei auch früh erfolgreich, nach exakt 180 Sekunden stand es 0:1, Benjamin Ufnowski hatte eine Vorlage von Daniel Just versenkt. Geschockt waren die Bären nicht sonderlich, sie wollten natürlich schnell den Ausgleich, kamen aber im Abschluss nicht richtig zum Zuge, da die Bucks auch konzentriert nach hinten arbeiteten. So ging es in den nächsten Minuten gut auf und ab, es blieb bis zur 11. Minute dabei. Dann nutzte Robert Fritsche einen Fehler der Bären zum 0:2. Im Drei-Minuten-Rhythmus ging es dann weiter, Dirk Sperling vollendete in der 14. zum 0:3 und 167 Sekunden danach 0:4 durch einen Unterzahltreffer von Daniel Just. Die Bären nahmen daraufhin ihre Auszeit, um wieder Ordnung reinzubringen. Das war insoweit erfolgreich, dass sie in der 18. Minute in Unterzahl das 1:4 durch Marco Jagnow erzielen konnten. Prinzip Hoffnung?

Das zweite Drittel begann mit einem Wechsel im Tor; die Bären gingen von Christian Preuß auf Martin Hummel. Besser wurde es nicht wirklich, nach zweieinhalb gespielten Minuten stand es 1:5 durch Eric Gwost (23.). Die Bären rannten zwar weiter an, aber die Bucks blieben konzentriert und konsequent. Und sie gingen nun in Richtung Kontertaktik gepaart mit frühem Stören. Das brachte auch den Erfolg, Daniel Just (28./33.) und Mathias Hahn auf Vorlage von Daniel Just (34.) schraubten das Ergebnis auf 1:8, womit das Spiel eigentlich gegessen gewesen sein sollte. Aber das war die Sache mit dem „eigentlich“ …

Zum letzten Drittel wechselte es auch im Tor der Bucks, Tobias Meißner kam für Georg Jablukov. Und eigentlich war das Spiel mit 1:8 gegessen. War es aber nicht wirklich, denn schon in der 43. Minute stand es durch Peter Gräber 2:8, was noch kein Beinbruch war. Da die Bucks wohl einen Gang runter geschaltet hatten, fielen auch das 3:8 in Überzahl durch Marco Jagnow und das 4:8, erneut durch Peter Gräber (50.). Das war den Bucks dann doch wohl zu unheimlich und sie nahmen ihre Auszeit, um den Druck der Bären rauszunehmen. Mit Erfolg, fortan gingen sie wieder konzentrierter zur Sache und selbst noch zu zwei Treffern. Zum einen im Powerplay durch das vierte Tor von Daniel Just (58.), zum Anderen für die Versorgung der Mannschaft, sprich Kabinenlage durch Adam Vradenburg, der mit seinem Solo quer rüber und dem 10. Tor der Bucks auch für den Schlusspunkt des Nachmittags sorgte.

Fazit: Beide wollten gewinnen, die Bucks wollten es mehr und das merkte man auch. Die Bären waren sicherlich nicht optimal besetzt, sind halt Wundertüte, was den Bucks zusätzlich in die Karten spielte. Drei wichtige Punkte, die vielleicht in Richtung Anfang April schielen lassen, mit einem Auge oder so …

ERSC Berliner Bären vs. OSC Berlin 1b „Mighty Bucks“, 28.01.2024, 16:00 Uhr, PHS

Ergebnis: 4:10 (1:4 0:4 3:2)

Tore:
0:1 (03:00) Ufnowski (Just, Schliemann), 0:2 (10:20) Fritsche, 0:3 (13:08) Sperling (A. Schulz, Ufnowski), 0:4 (15:55) Just (Ufnowski) UZ1, 1:4 (17:58) Jagnow (Gräber) UZ1
1:5 (22:26) Gwost (Sperling), 1:6 (27:31) Just (Schliemann, Vradenburg), 1:7 (32:11) Just (Pohlenz), 1:8 (33:44) Hahn (Just)
2:8 (42:37) Gräber (Juschten, Storbeck), 3:8 (46:59) Jagnow (Juschten, Storbeck), 4:8 (49:10) Gräber (L. Salewski, Storbeck), 4:9 (57:46) Just (Schliemann, Ufnowski) PP1, 4:10 (58:11) Vradenburg
Strafen: ERSC 10 (6/2/2) – Bucks 12 (6/4/2)
SR: Möller, Saganenko

Matze Penk für OSC Berlin und Noppe ist Schuld

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