Die nächste traurige Nachricht ist am Dienstag eingetroffen, Michael „Mike“ Eigen ist am Montag, dem 25. Mai verstorben.
Mike wurde überall nur Lupo gerufen, warum weiß keiner so wirklich. Er war selbst aktiver Spieler, für eine Karriere in höheren Ligen reichte es aber nicht. Dafür machte er sich neben dem Eis einen Namen. Angespornt von Xaver Unsinn, dem Mann mit dem Pepita-Hut, Meistertrainer beim Berliner Schlittschuh-Club und Nationaltrainer mit dem Highlight Bronzemedaille 1976 in Innsbruck, gründete er 1975 mit einigen Mitstreitern den Damen Eishockey Club Eishasen Berlin, den ersten reinen Fraueneishockeyverein Deutschlands. Nach seinem Ausscheiden bei den Eishasen heuerte er beim OSC Berlin an und erlebte die erfolgreichste Zeit des Berliner Fraueneishockeys. Unter anderem fünf Meisterschaften, vier Pokalsiege und den 3. Platz im European Women Champions Cup feierte er mit den Eisladies. Wann immer man Mike traf, gab es Geschichten aus der Anfangszeit der Eishasen, seinen Reisen und vieles mehr. Er half auch lange bei Veranstaltungen mit und auch da teilte er gerne seine Erinnerungen.
Auch nach seiner „aktiven“ Karriere verfolgte er was „seine Mädels“ so anstellten und freute sich über alle guten Platzierungen, die noch folgten. Auch die Entwicklung der Eisbären Juniors Berlin und der Frauen von FASS Berlin verfolgte er mit Interesse. In einem letzten Gespräch im August 2025 im Rahmen der Sommerserie „50 Jahre Fraueneishockey in Berlin“ äußerte Mike „Ich war immer mit dem Herz dabei und solange mein Herz schlägt, werde ich Fraueneishockey verfolgen und weltweit mit dem Herzen unterstützen.“ Mike wird das sicherlich auch jetzt weiterhin machen, nur eben von einer anderen Stelle. Im Rahmen der Feierlichkeiten beim Pokalturnier in Memmingen im Jahr 2009 wurde auch Mike für sein Engagement im Fraueneishockey geehrt. Der damalige Vizepräsident des DEB Bodo Lauterjung sagte dazu „Ohne Mike Eigen würde Fraueneishockey nicht da stehen, wo es jetzt ist."
Mike war schon lange gesundheitlich angeschlagen. Er sagte immer er sei zu faul umzufallen. Nun ist er gefallen und er hinterlässt eine große Lücke.
Danke Mike für Deinen Einsatz, Du hast zum Berliner Fraueneishockey gehört wie der Puck zum Spiel.
Sollte jemand einen letzten Gruß senden wollen, schickt diesen bitte an
Fotos: Privat
Mike, egal wie lange wir uns nicht mehr gesehen haben, du hast mich trotzdem wiedererkannt und mit Vornamen angesprochen.
Immer fröhlich, mit einem Lächeln auf den Lippen und vielen Geschichten auf der Zunge.
Du wirst der Frauen-Hockeywelt fehlen mit deinen Ideen, deiner Energie und deiner Offenheit.
Danke das ich dich kennen durfte.
Katja Bandlofsky
"Lupo", schön, dass es Dich gab und Du Deine Idee im Dameneishockey verwirklicht hast, obwohl Dich alle belächelt haben. Oft erinnere ich mich an die schönen und auch lustigen Ereignisse, die WIR mit Dir erleben durften. Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz und Organisation rund ums Dameneishockey.
Tschüss Mike🖤
Ich werde Dich nie vergessen 😢
Renate Jahn🙏🏼
Mit Mike habe ich viele lustige und schöne Stunden und Fahrten beim Eishockey verbringen dürfen. Anfangs mit den Eishasen und später mit dem OSC Berlin 🫶
Er hatte das Herz am rechten Fleck und für jeden immer ein offenes Ohr.
Sein Engagement fürs Frauen- Eishockey war wirklich großartig 👍
Mit ihm ist wirklich ein lieber Mensch gegangen 😢
Du wirst vielen Menschen fehlen und das nicht nur in der Welt des Frauen Eishockeys 🙏
Carola Märker
Eine Legende ist von uns gegangen. Mike war ein Pionier im Damen Eishockey, er hat an das Gute geglaubt und war ein Visionär.
Danke für dein sein und Ruhe in Frieden lieber Mike
Cornelia Paul
Gespräche mit Mike waren immer interessant. Er hat gerne und viel über seine Reisen mit den Eishasen gesprochen, über Probleme mit dem BEV und vieles mehr und es wurde nie langweilig. 2024 habe ich ihn im Rahmen meiner Recherchen zur Sommerstory „50 Jahre Fraueneishocken in Berlin“ zuletzt gesehen und auch das war eine Reise in die Vergangenheit. Mit Mike geht ein weiterer Mensch, der viel für das Eishockey getan hat und auch er bleibt unvergessen. Er wird jetzt bestimmt auf seiner Wolke sitzen und weiter verfolgen was „seine Mädels“ so anstellen.
Danke für alles und bis denni
Noppe
